Die G-20-Staaten bekämpfen die Krise, indem sie die nächste vorbereiten: Mit neuen Billionen auf Pump soll die Weltwirtschaft angekurbelt werden. Das offizielle Gipfelmotto lautete Stabilität/Wachstum/Arbeitsplätze - das wahre müsste heißen: Verschuldung/Arbeitslosigkeit/Inflation.
Nun feiern sie sich wieder. Die Steigerung von "zufrieden" heißt "historisch", zumindest in der Gipfel-Grammatik der deutschen Kanzlerin. Ein historischer Kompromiss sei erzielt, sagte sie zum Abschluss des G-20-Gipfels von London. Ein Wendepunkt sei erreicht, ergänzte US-Präsident Barack Obama. Hinter beiden leuchtete das Gipfelmotto: Stabilität, Wachstum, Arbeitsplätze.
Obama hat beim G-20-Gipfel in London Bushs Fehler einfach fortgeführt.
Wenn der Weihrauch sich verzogen hat, wird der Blick frei werden auf das, was in London tatsächlich geschah. Die Gipfelteilnehmer sind den einfachen Weg gegangen. Ihr Beschluss, in absehbarer Zeit fünf Billionen Dollar in die kollabierende Weltwirtschaft zu pumpen, könnte sich in der Tat als historischer Wendepunkt erweisen, aber als Wendepunkt nach unten. Die Staatengemeinschaft bekämpft die Krise, indem sie die nächstgrößere vorbereitet.
Es wäre wohl ehrlicher gewesen, die Gipfelteilnehmer hätten an die Wand geschrieben: "Verschuldung, Arbeitslosigkeit, Inflation".
Die entscheidende Frage wurde nicht beantwortet, weil sie gar nicht erst gestellt wurde: Warum stehen wir da, wo wir stehen? Wer oder was hat uns dorthin geführt?
Die Suche nach einer Antwort hätte ergeben, dass dem Marktversagen ein Staatsversagen vorausging. Wall Street und die Banken, also die Gierigen der Finanzindustrie, spielten eine wichtige, aber nicht die entscheidende Rolle. Die Bankmanager waren die Dealer, die das heiße Spekulationsgeld unters Volk brachten. Der Mohnbauer aber sitzt im Weißen Haus.
US-Präsident George W. Bush ließ die Anbaufläche in seiner Amtszeit enorm erweitern. Auf seinem Acker wuchsen die billigen Dollar, die schließlich die ganze Welt überschwemmten, die Bankbilanzen aufbliesen, Scheinwachstum erzeugten und sich kurz darauf zu einer Spekulationsblase auf dem Immobilienmarkt der USA blähten. Die fehlende Transparenz der Finanzmärkte sorgte dafür, das die giftige Frucht ihren Weg in alle Länder fand.
Es gibt auch in der modernen Welt zwei Dinge, die kann kein Privatunternehmen aus eigener Kraft tun: Krieg führen und Geld drucken. Beides aber war die Antwort von George W. Bush auf die Terroranschläge vom 11. September 2001. Über seinen ersten Fehler, den Einmarsch in Bagdad, ist viel berichtet worden. Sein zweiter Fehler aber, die Weltwirtschaft mit Unsummen von billigem Geld zu überschwemmen, wurde bisher kaum gewürdigt.
So hemmungslos wie Bush hat noch kein Präsident zuvor die Notenpresse angeschmissen und die Geldmenge ausgeweitet. Dieses neue Geld, und darin liegt seine tödliche Wirkung, ist nicht durch den Gegenwert von Waren oder Dienstleistungen gedeckt. Der Körper der Weltwirtschaft straffte sich zwar zunächst wie gewünscht. Der Konsum in den USA trieb auf Jahre die Weltwirtschaft an. Aber die derart erzeugten Wachstumsraten waren unwirklich. Die USA begannen zu halluzinieren.
Die Sucht nach immer neuen Geldinfusionen wurde chronisch. Die USA hatten sich auf ein gefährliches Lotterleben eingelassen. Sie verkauften immer neue Staatsanleihen, um den Schein einer prosperierenden Nation zu wahren. Die Privathaushalte eiferten dem Staat zu allem Überfluss nach. Der Durchschnittsamerikaner lebt mittlerweile wie eine afrikanische Großfamilie - von der Hand in den Mund. 15 Kreditkarten nennt er sein eigen. Die Sparquote betrug noch vor kurzem annähernd null. Am Ende der Ära Bush flossen 75 Prozent der weltweiten Ersparnisse in die USA.
Der Präsident und sein Notenbankchef Alan Greenspan wussten sehr wohl um die Problematik, vielleicht sogar um die Unverantwortlichkeit ihres Tuns. Sie taten zumindest alles, es vor der Welt zu verheimlichen. Seit 2006 wird die sogenannte Geldmenge M3, also jene Zahl, die angibt, wie viele Dollars im Umlauf sind, in den USA nicht mehr veröffentlicht. Was im Europa der Stabilitätskultur die entscheidende Kennziffer für die Europäische Zentralbank ist, gilt seither in den USA als geheime Kommandosache.
Wachstum der US-Geldmenge M3
Jahr - Dollar (In Milliarden)
1998 - 6088
1999 - 6597
2000 - 7174
2001 - 8106
2002 - 8634
2003 - 8928
2004 - 9482
2005 - 10.201
2006 - 11.300 (Schätzung)
2007 - 13.100 (Schätzung)
2008 - 14.600 (Schätzung)
Nur noch aufgrund unabhängiger Schätzungen (siehe Tabelle) hat die Außenwelt ein Gefühl für die innere Aushöhlung der einst stärksten Währung der Welt. Diese Schätzungen melden einen steilen Anstieg der im Umlauf befindlichen Geldmenge. Seit dem Beschluss zur Geheimhaltung hat sich die Wachstumsrate für die Ausweitung der Geldmenge verdreifacht. Allein im vergangenen Jahr stieg die Geldmenge demnach um bis zu 17 Prozent. Zum Vergleich: Der Geldumlauf in Europa erhöhte sich im gleichen Zeitraum um nur sechs Prozent.
Der Regierungswechsel in Washington brachte nicht die Rückkehr zu Selbstbeherrschung und Solidität, sondern die weitere Enthemmung. Barack Obama setzte den Weg in den Schuldenstaat mit erhöhtem Tempo fort. Ein Drittel seines Staatshaushaltes ist durch Einnahmen nicht mehr gedeckt. Das einzige, was in den USA derzeit heiß läuft, ist die Notenpresse.
In London wurde über alles geredet, darüber nicht. So fiel nicht weiter auf, dass die Krise mit jenen Mitteln bekämpft wird, die sie verursacht hat. Die Anbaufläche für billige Dollars wird nun abermals erweitert. Nur dass diesmal der Staat auch noch als Dealer auftritt, um selbst für die Verteilung der Billionen zu sorgen. Der Internationale Weltwährungsfonds wurde ermächtigt, seine Hilfsgelder zu verdoppeln und später zu verdreifachen, auf Pump. Die Weltbank bekommt ebenfalls weitere Kreditermächtigungen. Alle Staaten wollen ihrer Wirtschaft mit Bürgschaften helfen, die im Falle der Beanspruchung die Staatsverschuldung in die Höhe treiben werden. Die USA bereiten ein neues kreditfinanziertes Konjunkturpaket vor. Andere werden wohl folgen.
Wir leben in wahrhaft historischen Zeiten, da hat die Bundeskanzlerin recht.
Womöglich setzt sich der Westen gerade den goldenen Schuss.
04.04.09
Info - Rohstoff Investmentvolumen steigt um 11,7%
Die weltweiten Vermögenswerte, die in Rohstoffe investiert sind, wuchsen im ersten Quartal 2009 um 11,7 Prozent auf 172 Milliarden US-Dollar, so Analysten von Barclays Capital in einer aktuellen Researchnote. Ursächlich für den Anstieg sei eine wiederkehrende Risikobereitschaft sowie Schnäppchenjagd innerhalb starker Subsektoren.
„Es gibt auch eine klar erkennbare Veränderung bei den Strategien, die Anleger wählen, um in Rohstoffe zu investieren, wobei Long-Short-Strategien und börsennotierte Rohstoffprodukte immer beliebter wurden“, so das Research.
Der Zuwachs im ersten Quartal lag bei 18 Milliarden US-Dollar, nach einem Rückgang um 27 Prozent auf 154 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2008.
„Es gibt auch eine klar erkennbare Veränderung bei den Strategien, die Anleger wählen, um in Rohstoffe zu investieren, wobei Long-Short-Strategien und börsennotierte Rohstoffprodukte immer beliebter wurden“, so das Research.
Der Zuwachs im ersten Quartal lag bei 18 Milliarden US-Dollar, nach einem Rückgang um 27 Prozent auf 154 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2008.
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5,1 Mio. seit Ende 2007 - Jobvernichtung in USA
Die schwerste Wirtschaftskrise in den USA seit den 1930er Jahren hat auch im März voll auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen. Dabei ist die Arbeitslosenquote auf das höchste Niveau seit 25 Jahren gestiegen. Wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte, fiel die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 663.000, während Volkswirte einen etwas stärkeren Rückgang um 673.000 erwartet hatten.
Der Stellenverlust im Februar wurde mit 651.000 bestätigt, für Januar wurde der Rückgang auf 741.000 (zuvor minus 655.000) deutlich revidiert. Im Januar wurde damit der stärkste Arbeitsplatzabbau innerhalb eines Monats seit 1949 und die drittgrößte Einbuße überhaupt in der Geschichte der USA verzeichnet.
Seit Beginn der Rezession im Dezember 2007 hat die US-Wirtschaft nunmehr insgesamt 5,1 Mio. Jobs eingebüßt, davon mehr als zwei Mio. allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Dies deutet darauf hin, dass sich der wirtschaftliche Abschwung im ersten Quartal noch einmal beschleunigt haben könnte.
Die bei einer separaten Erhebung ermittelte Arbeitslosenquote kletterte zudem im März mit 8,5 Prozent auf den höchsten Stand seit November 1983, was den Erwartungen von Ökonomen entsprach. Im Vormonat hatte die Quote 8,1 Prozent betragen.
Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen den weiteren Angaben zufolge um 0,03 Dollar bzw. 0,2 Prozent auf 18,50 Dollar, was ebenfalls den Prognosen entsprach. Im Jahresvergleich legten die Löhne damit um 3,4 Prozent zu. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit sank im Vergleich zum Vormonat um 0,1 auf 33,2 Stunden.
Der Stellenverlust im Februar wurde mit 651.000 bestätigt, für Januar wurde der Rückgang auf 741.000 (zuvor minus 655.000) deutlich revidiert. Im Januar wurde damit der stärkste Arbeitsplatzabbau innerhalb eines Monats seit 1949 und die drittgrößte Einbuße überhaupt in der Geschichte der USA verzeichnet.
Seit Beginn der Rezession im Dezember 2007 hat die US-Wirtschaft nunmehr insgesamt 5,1 Mio. Jobs eingebüßt, davon mehr als zwei Mio. allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Dies deutet darauf hin, dass sich der wirtschaftliche Abschwung im ersten Quartal noch einmal beschleunigt haben könnte.
Die bei einer separaten Erhebung ermittelte Arbeitslosenquote kletterte zudem im März mit 8,5 Prozent auf den höchsten Stand seit November 1983, was den Erwartungen von Ökonomen entsprach. Im Vormonat hatte die Quote 8,1 Prozent betragen.
Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen den weiteren Angaben zufolge um 0,03 Dollar bzw. 0,2 Prozent auf 18,50 Dollar, was ebenfalls den Prognosen entsprach. Im Jahresvergleich legten die Löhne damit um 3,4 Prozent zu. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit sank im Vergleich zum Vormonat um 0,1 auf 33,2 Stunden.
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Wirtschaftsnews
Steuern - Kontroverse Steueroasen
Finanzminister Steinbrück spricht von einem Durchbruch. Luxemburgs Premier Juncker nennt sie unbegreiflich. Die nun veröffentlichte Liste der Steueroasen sorgt für eine kontroverse Debatte.
Schon lange wirkte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück nicht mehr so aufgeräumt und mit sich zufrieden wie beim Treffen mit seinen EU-Kollegen an diesem Freitag in Prag. Deutschland sei „sehr glücklich“ über die auf dem G 20-Gipfel erzielten Ergebnisse bei der Bekämpfung von Steueroasen, sagte der Minister. Vor einem Jahr sei es noch unvorstellbar gewesen, dass man jetzt mit Luxemburg und Österreich über Steuerfragen verhandeln könne. Steinbrück wertete es auch als „riesigen Fortschritt“, dass Steuerparadiese wie die britischen Kanalinseln Guernsey oder Jersey sowie die Isle of Man oder die Cayman Islands und Singapur sich bereit erklärten, jetzt OECD-Standards anzuwenden.
Ganz anders Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker. Er bezeichnete die Entscheidung sein Land auf die graue Liste der Steueroasen zu setzen als „unbegreiflich“ und sprach von einem bedenklichen Umgang mit einigen Staaten. Er warf der OECD zudem Ungleichbehandlung vor, da einige US-Bundesstaaten wie Delaware und Nevada mit steuerfreundlichen Gesetzen nicht aufgeführt worden seien.
Schweiz versteht die Welt nicht mehr
Das Schweizer Finanzministerium wiederholte, die Schweiz sei gar keine Steueroase. Bundespräsident Hans-Rudolf Merz bedaure daher die auf dem G-20-Gipfel in London getroffene Entscheidung, zumal die Kriterien für das Aufstellen der Liste unklar seien. Die Schweiz erfülle ihre Verpflichtungen und sei jederzeit zu Gesprächen bereit, verlautete aus Bern. Dort verweist man auch auf die Tatsache, dass die Schweiz selbst ein Gründungsmitglied der OECD ist.
Die G20-Staaten hatten sich zuvor auf ihrem Gipfel in London darauf verständigt, im Zuge der Neugestaltung der internationalen Finanzarchitektur Steueroasen trockenzulegen. Das Bankgeheimnis in seiner bisherigen Form soll keinen Bestand mehr haben.
Schwarze Liste erstellt
Auf der schwarzen Liste der Steueroasen hat die OECD Costa Rica, Malaysia, die Philippinen und Uruguay gesetzt, weil sich diese Länder bisher weigern mit den Steuerbehörden der Industriestaaten zu kooperieren und international übliche Standards umzusetzen. Auf einer separaten grauen Liste sind 38 weitere Länder aufgeführt, die eine bessere Transparenz angekündigt, entsprechende Abkommen aber noch nicht unterzeichnet haben. Dazu zählen unter anderem Luxemburg, die Schweiz, Österreich, Belgien, Singapur, Chile, Liechtenstein, Monaco und die Cayman-Inseln.
Schon lange wirkte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück nicht mehr so aufgeräumt und mit sich zufrieden wie beim Treffen mit seinen EU-Kollegen an diesem Freitag in Prag. Deutschland sei „sehr glücklich“ über die auf dem G 20-Gipfel erzielten Ergebnisse bei der Bekämpfung von Steueroasen, sagte der Minister. Vor einem Jahr sei es noch unvorstellbar gewesen, dass man jetzt mit Luxemburg und Österreich über Steuerfragen verhandeln könne. Steinbrück wertete es auch als „riesigen Fortschritt“, dass Steuerparadiese wie die britischen Kanalinseln Guernsey oder Jersey sowie die Isle of Man oder die Cayman Islands und Singapur sich bereit erklärten, jetzt OECD-Standards anzuwenden.
Ganz anders Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker. Er bezeichnete die Entscheidung sein Land auf die graue Liste der Steueroasen zu setzen als „unbegreiflich“ und sprach von einem bedenklichen Umgang mit einigen Staaten. Er warf der OECD zudem Ungleichbehandlung vor, da einige US-Bundesstaaten wie Delaware und Nevada mit steuerfreundlichen Gesetzen nicht aufgeführt worden seien.
Schweiz versteht die Welt nicht mehr
Das Schweizer Finanzministerium wiederholte, die Schweiz sei gar keine Steueroase. Bundespräsident Hans-Rudolf Merz bedaure daher die auf dem G-20-Gipfel in London getroffene Entscheidung, zumal die Kriterien für das Aufstellen der Liste unklar seien. Die Schweiz erfülle ihre Verpflichtungen und sei jederzeit zu Gesprächen bereit, verlautete aus Bern. Dort verweist man auch auf die Tatsache, dass die Schweiz selbst ein Gründungsmitglied der OECD ist.
Die G20-Staaten hatten sich zuvor auf ihrem Gipfel in London darauf verständigt, im Zuge der Neugestaltung der internationalen Finanzarchitektur Steueroasen trockenzulegen. Das Bankgeheimnis in seiner bisherigen Form soll keinen Bestand mehr haben.
Schwarze Liste erstellt
Auf der schwarzen Liste der Steueroasen hat die OECD Costa Rica, Malaysia, die Philippinen und Uruguay gesetzt, weil sich diese Länder bisher weigern mit den Steuerbehörden der Industriestaaten zu kooperieren und international übliche Standards umzusetzen. Auf einer separaten grauen Liste sind 38 weitere Länder aufgeführt, die eine bessere Transparenz angekündigt, entsprechende Abkommen aber noch nicht unterzeichnet haben. Dazu zählen unter anderem Luxemburg, die Schweiz, Österreich, Belgien, Singapur, Chile, Liechtenstein, Monaco und die Cayman-Inseln.
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Wirtschaftsnews
Haushaltsentwurf - Kongress stimmt für Billionen Dollar schweren Etat
Mit ihren Haushaltsentwürfen im Umfang von rund dreieinhalb Billionen Dollar haben der amerikanische Senat und das Repräsentantenhaus am Donnerstag Präsident Barack Obama den Rücken gestärkt. Im von den regierenden Demokraten kontrollierten Repräsentantenhaus stimmten 233 Abgeordnete für den von der Regierung gewünschten Etat in Höhe von 3,6 Billionen Dollar (rund 2,7 Billionen Euro) für das im Oktober beginnende Haushaltsjahr, 196 waren dagegen. Im Senat stellte sich die demokratische Mehrheit mit 55 zu 43 Stimmen hinter einen Entwurf über 3,5 Billionen Dollar.
Das Land brauche „wirklichen Wandel“, erklärte die demokratische Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. Obama hat kostenintensive Investitionen in Bildung, Energie und Gesundheit angekündigt und als „Wirtschaftsentwurf für die Zukunft“ beschrieben.
Republikaner: zu große Schulden
Beide Entwürfe in Senat und Repräsentantenhaus lassen Raum für ein Defizit von 1,2 Billionen Dollar. Um Obamas höher prognostiziertes Defizit für die kommenden Jahre zu deckeln, strichen die Abgeordneten einige Ausgabeposten. Republikaner in beiden Kammern des Kongresses kritisieren, der Haushalt enthalte zu hohe Ausgaben und bürde der Nation zu große Schulden auf.
Die Entwürfe der beiden Kammern müssen noch in Einklang gebracht werden. Es gebe aber keine allzu großen Differenzen, erklärte der Vorsitzende des Etatausschusses im Repräsentantenhaus, John Spratt.
Das Land brauche „wirklichen Wandel“, erklärte die demokratische Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. Obama hat kostenintensive Investitionen in Bildung, Energie und Gesundheit angekündigt und als „Wirtschaftsentwurf für die Zukunft“ beschrieben.
Republikaner: zu große Schulden
Beide Entwürfe in Senat und Repräsentantenhaus lassen Raum für ein Defizit von 1,2 Billionen Dollar. Um Obamas höher prognostiziertes Defizit für die kommenden Jahre zu deckeln, strichen die Abgeordneten einige Ausgabeposten. Republikaner in beiden Kammern des Kongresses kritisieren, der Haushalt enthalte zu hohe Ausgaben und bürde der Nation zu große Schulden auf.
Die Entwürfe der beiden Kammern müssen noch in Einklang gebracht werden. Es gebe aber keine allzu großen Differenzen, erklärte der Vorsitzende des Etatausschusses im Repräsentantenhaus, John Spratt.
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Wichtige News
Abschluss des Weltfinanzgipfels = 1,1 Billionen Dollar gegen die Krise
Die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer bekämpfen die Finanzkrise mit einem Bündel von Maßnahmen. Neben Hilfen von 1,1 Billionen Dollar einigten sie sich auf strengere Regeln für die internationalen Finanzmärkte. Beim Weltfinanzgipfel in London beschlossen sie, mit besserer Aufsicht über Finanzkonzerne und -produkte künftigen Krisen vorzubeugen. Dies schließt die großen Hedgefonds ein, die Aufsichtsbehörden über ihre Geschäfte informieren müssen. Auch Rating-Agenturen unterliegen künftig einer besseren Kontrolle. Der britische Premier Gordon Brown kündigte die Schaffung eines weltweiten Kontrollgremiums an. Es solle dafür sorgen, durch grenzübergreifende Zusammenarbeit Risiken auf den Finanzmärkten besser zu erkennen.
"Wir werden die Bankenlandschaft aufräumen und das Kreditgeschäft wieder ankurbeln", sagte der britische Premier Gordon Brown. Für die Bankenwelt werde es neue Regeln für Bonus-Zahlungen geben. Bisher gingen Finanzmanager häufig hohe Risiken ein, weil sie hofften, mit kurzfristigen Spekulationsgeschäften schnelle Gewinne zu machen und dafür belohnt zu werden. Deshalb werden die Sonderzahlungen künftig stärker am langfristigen Erfolg einer Bank ausgerichtet. Die Aufsichtsbehörden übernehmen die Kontrolle.
Zitat: "Es gibt künftig keine Belohnung mehr für Versagen."
Quelle: Gordon Brown, Britischer Premierminister
IWF-Mittel werden massiv erhöht
Neben der Finanzmarktregulierung verständigten sich die G20-Staaten auf zusätzliche Hilfen für von der Krise besonders betroffene Länder. 1,1 Billionen Dollar, umgerechnet rund 821 Milliarden Euro, sollen über verschiedene Wege im Kampf gegen die Krise bereitgestellt werden. Die Mittel des Internationalen Währungsfonds werden von bisher 250 Milliarden Dollar auf 750 Milliarden Dollar verdreifacht. Mit dem zusätzlichen Geld erhält der IWF größere Spielräume, um Staaten in der Finanzkrise mit Krediten zu unterstützen. Zudem werden die sogenannten Sonderziehungsrechte des IWF um 250 Milliarden Dollar erhöht, um den Kapitalverkehr mit den Staaten und Zentralbanken zu stärken. Das Budget der Weltbank wird um 100 Milliarden Dollar erhöht. Weiteres Ziel ist es, über Garantien den Welthandel wieder in Schwung zu bringen. Allein dafür sollen 250 Milliarden US-Dollar bereitgestellt werden.
Neue Konjunkturprogramme soll es entgegen der US-Forderung nicht geben. Stattdessen setzten sich Deutschland und Frankreich mit ihrer ablehnenden Haltung durch. Bis Ende 2010 sollten aber die weltweit beschlossenen Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur im Volumen von fünf Billionen Dollar umgesetzt werden, sagte Brown. Zugleich werden die Zentralbanken den Angaben zufolge ihre expansionistische Politik fortsetzen und weiter Geld in die Märkte pumpen.
Schwarze Liste der Steueroasen
Die G20-Länder verständigten sich auch darauf, Steueroasen anzuprangern. Die Organisation für Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlichte eine Liste mit drei Abstufungen. Die Einstufung hängt davon ab, ob der jeweilige Staat die OECD-Standards anwendet. Die Schwarze Liste beinhaltet Staaten mit mangelnder Zusammenarbeit im Kampf gegen Geldwäsche, gegen Steuerflucht sowie in Fragen der Finanzaufsicht. Nach dem G20-Gipfel befinden sich dort nur noch vier Länder: Costa Rica, die Philippinen, Malaysia und Uruguay. Die Länder Belgien, Luxemburg, Österreich, die Schweiz und Liechtenstein wurden dagegen der mittleren Kategorie zugeordnet.
Länder, die Steuerhinterziehung beförderten, müssen Brown zufolge mit Sanktionen rechnen. "Die Ära der Bankgeheimnisse ist vorbei", heißt es in der Abschlusserklärung des Gipfels. Vor allem China hatte sich gegen eine Veröffentlichung der Schwarzen Listen gewehrt. Deutschland und Frankreich hatten dagegen einen verstärkten Kampf gegen Steueroasen verlangt.
Merkel lobt Gipfel-Ergebnis
Angela Merkel - Bundeskanzlerin Merkel lobte die Ergebnisse des Gipfels als "Grundlage eines neuen Weltfinanzsystems". (Interessant...)
Bundeskanzlerin Angela Merkel, die gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy vor allem auf strenge Regeln für die Finanzmärkte gedrängt hatte, wertete den Gipfel als Erfolg. Es sei die Grundlage für eine neue Weltfinanzordnung gelegt worden, sagte sie in der ARD. Im Hinblick auf die Regulierung der Finanzmärkte und der Ahndung von Steuersündern, so Merkel, seien riesige Fortschritte erzielt worden. "Wir haben ein sehr gutes Gesamtergebnis erzielt, mit dem die Welt vorankommen wird", sagte Merkel. Auch Sarkozy zeigte sich zufrieden. Die Ergebnisse gingen über das zuvor Erwartete hinaus.
Zitat: "Wir haben zum Schluss ein sehr gutes Gesamtergebnis erzielt, mit dem die Welt voran kommen wird."
Quelle: Angela Merkel, Bundeskanzlerin
Obama: "Ein historischer Gipfel" (Historisch teuer)
US-Präsident Barack Obama bezeichnete die Ergebnisse des Gipfels als "Wendepunkt" der weltweiten Wirtschaftskrise. Die Staaten hätten sich auf "eine Serie beispielloser Schritte geeinigt". "Der Gipfel in London war in jeder Hinsicht historisch", sagte Obama. Er betonte aber, der Gipfel sei der Anfang einer langfristigen internationalen Zusammenarbeit. Die Beschlüsse der G20 müssten ständig überprüft und nachgebessert werden. Die erste Prüfung der Londoner Beschlüsse soll im Herbst erfolgen. Denn im September ist in New York der nächste G20-Gipfel geplant.
"Wir werden die Bankenlandschaft aufräumen und das Kreditgeschäft wieder ankurbeln", sagte der britische Premier Gordon Brown. Für die Bankenwelt werde es neue Regeln für Bonus-Zahlungen geben. Bisher gingen Finanzmanager häufig hohe Risiken ein, weil sie hofften, mit kurzfristigen Spekulationsgeschäften schnelle Gewinne zu machen und dafür belohnt zu werden. Deshalb werden die Sonderzahlungen künftig stärker am langfristigen Erfolg einer Bank ausgerichtet. Die Aufsichtsbehörden übernehmen die Kontrolle.
Zitat: "Es gibt künftig keine Belohnung mehr für Versagen."
Quelle: Gordon Brown, Britischer Premierminister
IWF-Mittel werden massiv erhöht
Neben der Finanzmarktregulierung verständigten sich die G20-Staaten auf zusätzliche Hilfen für von der Krise besonders betroffene Länder. 1,1 Billionen Dollar, umgerechnet rund 821 Milliarden Euro, sollen über verschiedene Wege im Kampf gegen die Krise bereitgestellt werden. Die Mittel des Internationalen Währungsfonds werden von bisher 250 Milliarden Dollar auf 750 Milliarden Dollar verdreifacht. Mit dem zusätzlichen Geld erhält der IWF größere Spielräume, um Staaten in der Finanzkrise mit Krediten zu unterstützen. Zudem werden die sogenannten Sonderziehungsrechte des IWF um 250 Milliarden Dollar erhöht, um den Kapitalverkehr mit den Staaten und Zentralbanken zu stärken. Das Budget der Weltbank wird um 100 Milliarden Dollar erhöht. Weiteres Ziel ist es, über Garantien den Welthandel wieder in Schwung zu bringen. Allein dafür sollen 250 Milliarden US-Dollar bereitgestellt werden.
Neue Konjunkturprogramme soll es entgegen der US-Forderung nicht geben. Stattdessen setzten sich Deutschland und Frankreich mit ihrer ablehnenden Haltung durch. Bis Ende 2010 sollten aber die weltweit beschlossenen Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur im Volumen von fünf Billionen Dollar umgesetzt werden, sagte Brown. Zugleich werden die Zentralbanken den Angaben zufolge ihre expansionistische Politik fortsetzen und weiter Geld in die Märkte pumpen.
Schwarze Liste der Steueroasen
Die G20-Länder verständigten sich auch darauf, Steueroasen anzuprangern. Die Organisation für Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlichte eine Liste mit drei Abstufungen. Die Einstufung hängt davon ab, ob der jeweilige Staat die OECD-Standards anwendet. Die Schwarze Liste beinhaltet Staaten mit mangelnder Zusammenarbeit im Kampf gegen Geldwäsche, gegen Steuerflucht sowie in Fragen der Finanzaufsicht. Nach dem G20-Gipfel befinden sich dort nur noch vier Länder: Costa Rica, die Philippinen, Malaysia und Uruguay. Die Länder Belgien, Luxemburg, Österreich, die Schweiz und Liechtenstein wurden dagegen der mittleren Kategorie zugeordnet.
Länder, die Steuerhinterziehung beförderten, müssen Brown zufolge mit Sanktionen rechnen. "Die Ära der Bankgeheimnisse ist vorbei", heißt es in der Abschlusserklärung des Gipfels. Vor allem China hatte sich gegen eine Veröffentlichung der Schwarzen Listen gewehrt. Deutschland und Frankreich hatten dagegen einen verstärkten Kampf gegen Steueroasen verlangt.
Merkel lobt Gipfel-Ergebnis
Angela Merkel - Bundeskanzlerin Merkel lobte die Ergebnisse des Gipfels als "Grundlage eines neuen Weltfinanzsystems". (Interessant...)
Bundeskanzlerin Angela Merkel, die gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy vor allem auf strenge Regeln für die Finanzmärkte gedrängt hatte, wertete den Gipfel als Erfolg. Es sei die Grundlage für eine neue Weltfinanzordnung gelegt worden, sagte sie in der ARD. Im Hinblick auf die Regulierung der Finanzmärkte und der Ahndung von Steuersündern, so Merkel, seien riesige Fortschritte erzielt worden. "Wir haben ein sehr gutes Gesamtergebnis erzielt, mit dem die Welt vorankommen wird", sagte Merkel. Auch Sarkozy zeigte sich zufrieden. Die Ergebnisse gingen über das zuvor Erwartete hinaus.
Zitat: "Wir haben zum Schluss ein sehr gutes Gesamtergebnis erzielt, mit dem die Welt voran kommen wird."
Quelle: Angela Merkel, Bundeskanzlerin
Obama: "Ein historischer Gipfel" (Historisch teuer)
US-Präsident Barack Obama bezeichnete die Ergebnisse des Gipfels als "Wendepunkt" der weltweiten Wirtschaftskrise. Die Staaten hätten sich auf "eine Serie beispielloser Schritte geeinigt". "Der Gipfel in London war in jeder Hinsicht historisch", sagte Obama. Er betonte aber, der Gipfel sei der Anfang einer langfristigen internationalen Zusammenarbeit. Die Beschlüsse der G20 müssten ständig überprüft und nachgebessert werden. Die erste Prüfung der Londoner Beschlüsse soll im Herbst erfolgen. Denn im September ist in New York der nächste G20-Gipfel geplant.
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Währung - EZB senkt Leitzins auf 1,25 Prozent
Die Währungshüter kämpfen erbittert gegen Finanzkrise und Rezession, aber nicht so heftig wie erwartet: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins "nur" auf 1,25 Prozent gesenkt.
Eigentlich war vom Markt ein großer Zinsschritt von 0,5 Prozentpunkten auf 1,0 Prozent erwartet worden. Entsprechend heftig fiel die Reaktion am Devisenmarkt aus. Der Euro kletterte zeitweise bis knapp unter 1,35 US-Dollar. An der Börse war die Reaktion nur mäßig, die Schwankungen beim Dax betrugen um die 40 Punkte.
Die EZB folgte auch nicht dem Vorbild anderer Zentralbanken, die über den Ankauf von Wertpapieren zusätzliche Milliarden in die Wirtschaft pumpen. Zumindest voerst nicht. Dafür müsste sie de facto aber die Notenpresse anwerfen – das Inflationsrisiko würde mittelfristig steigen. Das widerspricht aber dem Auftrag der EZB, dem Erhalt eines stabilen Preisniveaus besonderes Gewicht beizumessen. Für die Notenbanker ist nur eine leichte Zunahme der Teuerung erwünscht – also eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent.
Die Notenbank hatte ihren Leitzins zuletzt im März um 50 Basispunkte auf 1,50 Prozent gesenkt. Angesichts der weiter schrumpfenden Wirtschaftsleistung in der Eurozone hatte Trichet damals weitere Zinsschritte nicht ausgeschlossen. Bei fallenden Leitzinsen sinkt die Verzinsung von Sparguthaben. Dagegen werden Darlehen und Kredite für Verbraucher günstiger.
Eigentlich war vom Markt ein großer Zinsschritt von 0,5 Prozentpunkten auf 1,0 Prozent erwartet worden. Entsprechend heftig fiel die Reaktion am Devisenmarkt aus. Der Euro kletterte zeitweise bis knapp unter 1,35 US-Dollar. An der Börse war die Reaktion nur mäßig, die Schwankungen beim Dax betrugen um die 40 Punkte.
Die EZB folgte auch nicht dem Vorbild anderer Zentralbanken, die über den Ankauf von Wertpapieren zusätzliche Milliarden in die Wirtschaft pumpen. Zumindest voerst nicht. Dafür müsste sie de facto aber die Notenpresse anwerfen – das Inflationsrisiko würde mittelfristig steigen. Das widerspricht aber dem Auftrag der EZB, dem Erhalt eines stabilen Preisniveaus besonderes Gewicht beizumessen. Für die Notenbanker ist nur eine leichte Zunahme der Teuerung erwünscht – also eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent.
Die Notenbank hatte ihren Leitzins zuletzt im März um 50 Basispunkte auf 1,50 Prozent gesenkt. Angesichts der weiter schrumpfenden Wirtschaftsleistung in der Eurozone hatte Trichet damals weitere Zinsschritte nicht ausgeschlossen. Bei fallenden Leitzinsen sinkt die Verzinsung von Sparguthaben. Dagegen werden Darlehen und Kredite für Verbraucher günstiger.
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Amerika - Massive Kreditausfälle ein Warnsignal
Auf die Finanzmärkte rollt eine neue Abschreibungswelle zu: Die Kreditkarten-Ausfälle in den USA sind auf ein 20-Jahres-Hoch gestiegen. Experten warnen, das sei erst der Anfang.
Die Rating-Agentur Moody's rechnet damit, dass die Ausfälle für die Kreditkarten-Anbieter bis Ende des Jahres den zweistelligen Prozentbereich erreichen könnten. Dabei sind in der Quote nur solche Ausfälle erfasst, von denen Unternehmen sicher glauben, dass sie nicht einzutreiben sind.
Bereits eine Ausfallrate von zehn Prozent würde weitere Abschreibungen in Höhe von 75 Milliarden Dollar bedeuten, haben Analysten berechnet. 2008 hatte die Ausfallrate noch Schätzungen zufolge zwischen sechs und sieben Prozent gelegen. Im Februar waren die Abschreibungen auf 8,82 Prozent gestiegen und damit so hoch wie nie zuvor in der 20-jährigen Geschichte des Kreditkarten-Index von Moody's.
Citigroup mieser dran als Amex
Dabei waren die einzelnen Kreditkartenanbieter von den Ausfällen unterschiedlich stark betroffen: So wies der gemessen am Umsatz größte US-Kreditkartenanbieter American Express für Februar eine Ausfallrate von 8,7 Prozent aus nach 8,3 Prozent im Januar. Noch schlimmer erwischte die Citigroup, die zu den größten MasterCard-Anbietern gehört, sie musste einen Anstieg der Ausfallrate von 6,95 auf 9,33 Prozent hinnehmen.
Seitdem die Banken nur noch sehr zögerlich Kredite vergeben, ist die Kreditkarte für viele Amerikaner die einzig verbliebene Geldquelle. Experten wie Walter Todd von Greenwood Capital Associates erwarten daher: "Der Trend wird eher noch abwärts zeigen, bevor die Lage wieder besser wird."
Kein Hoffnungszeichen vom Arbeitsmarkt
In der Tat dürfte die Wirtschafts- und Finanzkrise in den kommenden Monaten noch stärker auf die Zahlungsfähigkeit der Bürger durchschlagen. Denn die Arbeitslosenrate in den USA steigt und steigt. Die von der privaten Arbeitsagentur ADP am Mittwoch veröffentlichten Arbeitslosenzahlen für März waren erschreckend hoch ausgefallen. Marktbeobachter rechnen nun bei dem für Freitag anstehenden monatlichen Arbeitsmarktbericht mit dem Schlimmsten.
Die Neigung vieler US-amerikanischen Haushalte, ihren Konsum auf Pump – und sei es beim eigenen Kreditkarteninstitut – zu finanzieren, beruht derweil auf einem ganz anderen Grund: der Niedrigzinspolitik des einstigen Fed-Chefs Alan Greenspan. Sein Nachfolger Ben Bernanke geht mit seiner Nullzinspolitik noch einen Schritt weiter – und legt so wahrscheinlich den Grundstein für die nächste Schuldenkrise.
Anbieter werden vorsichtiger
Allerdings dürften die Kreditkarten-Anbieter einer 1:1-Wiederholung des Ausfall-Desasters schon selbst einen Riegel vorschieben und die Risiken begrenzen: Die Bankenanalystin Meredith Whitney erwartet, dass die Anbieter die Kreditlinien für ihre Kunden bis Ende 2010 um 50 Prozent auf dann nur noch 2,7 Billionen Dollar kürzen und generell weniger Kreditkarten bewilligen werden.
Die Rating-Agentur Moody's rechnet damit, dass die Ausfälle für die Kreditkarten-Anbieter bis Ende des Jahres den zweistelligen Prozentbereich erreichen könnten. Dabei sind in der Quote nur solche Ausfälle erfasst, von denen Unternehmen sicher glauben, dass sie nicht einzutreiben sind.
Bereits eine Ausfallrate von zehn Prozent würde weitere Abschreibungen in Höhe von 75 Milliarden Dollar bedeuten, haben Analysten berechnet. 2008 hatte die Ausfallrate noch Schätzungen zufolge zwischen sechs und sieben Prozent gelegen. Im Februar waren die Abschreibungen auf 8,82 Prozent gestiegen und damit so hoch wie nie zuvor in der 20-jährigen Geschichte des Kreditkarten-Index von Moody's.
Citigroup mieser dran als Amex
Dabei waren die einzelnen Kreditkartenanbieter von den Ausfällen unterschiedlich stark betroffen: So wies der gemessen am Umsatz größte US-Kreditkartenanbieter American Express für Februar eine Ausfallrate von 8,7 Prozent aus nach 8,3 Prozent im Januar. Noch schlimmer erwischte die Citigroup, die zu den größten MasterCard-Anbietern gehört, sie musste einen Anstieg der Ausfallrate von 6,95 auf 9,33 Prozent hinnehmen.
Seitdem die Banken nur noch sehr zögerlich Kredite vergeben, ist die Kreditkarte für viele Amerikaner die einzig verbliebene Geldquelle. Experten wie Walter Todd von Greenwood Capital Associates erwarten daher: "Der Trend wird eher noch abwärts zeigen, bevor die Lage wieder besser wird."
Kein Hoffnungszeichen vom Arbeitsmarkt
In der Tat dürfte die Wirtschafts- und Finanzkrise in den kommenden Monaten noch stärker auf die Zahlungsfähigkeit der Bürger durchschlagen. Denn die Arbeitslosenrate in den USA steigt und steigt. Die von der privaten Arbeitsagentur ADP am Mittwoch veröffentlichten Arbeitslosenzahlen für März waren erschreckend hoch ausgefallen. Marktbeobachter rechnen nun bei dem für Freitag anstehenden monatlichen Arbeitsmarktbericht mit dem Schlimmsten.
Die Neigung vieler US-amerikanischen Haushalte, ihren Konsum auf Pump – und sei es beim eigenen Kreditkarteninstitut – zu finanzieren, beruht derweil auf einem ganz anderen Grund: der Niedrigzinspolitik des einstigen Fed-Chefs Alan Greenspan. Sein Nachfolger Ben Bernanke geht mit seiner Nullzinspolitik noch einen Schritt weiter – und legt so wahrscheinlich den Grundstein für die nächste Schuldenkrise.
Anbieter werden vorsichtiger
Allerdings dürften die Kreditkarten-Anbieter einer 1:1-Wiederholung des Ausfall-Desasters schon selbst einen Riegel vorschieben und die Risiken begrenzen: Die Bankenanalystin Meredith Whitney erwartet, dass die Anbieter die Kreditlinien für ihre Kunden bis Ende 2010 um 50 Prozent auf dann nur noch 2,7 Billionen Dollar kürzen und generell weniger Kreditkarten bewilligen werden.
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Edelmetalle - ETFs verzeichnen im ersten Quartal 2009 enorme Zuwächse
Exchange-Traded-Funds, kurz ETFs, haben im ersten Quartal des laufenden Jahres enorme Zuflüsse verzeichnet, da Investoren inmitten der unsicheren Marktlage und hoher Volatilität die relative Sicherheit von Anlageprodukten suchten, die physisch durch Edelmetalle unterlegt sind.
So stiegen beispielsweise die Goldvorräte des größten Gold-ETFs der Welt, des SPDR Gold Trust um 44 Prozent oder fast 350 Tonnen, während der größte Silber-ETFS iShares Silver Trust eine Steigerung um 22 Prozent verzeichnete. Auch in Europa legten die ETFs deutlich zu. So stiegen zum Beispiel die Goldvorräte der Zürcher Kantonalbank um fast 38 Prozent und die Assets der Investmentbank Julius Bär verdreifachten sich auf mehr als 1 Millionen Unzen.
Die Experten von ETF Securities führen das darauf zurück, dass sich viele Investoren gegen ein mögliches Inflationsszenario sowie einen Verfall des US-Dollars absichern möchten. Investoren seien auf der Suche nach "harten" Anlageklassen, die über eine gute, strukturelle Wachstumsstory verfügen.
Die anhaltenden Schwierigkeiten des Finanzsektors würde Investoren verunsichern und viele von ihnen sähen die Inflation als eine notwendige Konsequenz der Krise an, in der sich die westliche Banken befinden. Insofern gehen Experten davon aus, dass die Entwicklung bei den Edelmetall-ETFs durchaus noch anhalten könnte.
So stiegen beispielsweise die Goldvorräte des größten Gold-ETFs der Welt, des SPDR Gold Trust um 44 Prozent oder fast 350 Tonnen, während der größte Silber-ETFS iShares Silver Trust eine Steigerung um 22 Prozent verzeichnete. Auch in Europa legten die ETFs deutlich zu. So stiegen zum Beispiel die Goldvorräte der Zürcher Kantonalbank um fast 38 Prozent und die Assets der Investmentbank Julius Bär verdreifachten sich auf mehr als 1 Millionen Unzen.
Die Experten von ETF Securities führen das darauf zurück, dass sich viele Investoren gegen ein mögliches Inflationsszenario sowie einen Verfall des US-Dollars absichern möchten. Investoren seien auf der Suche nach "harten" Anlageklassen, die über eine gute, strukturelle Wachstumsstory verfügen.
Die anhaltenden Schwierigkeiten des Finanzsektors würde Investoren verunsichern und viele von ihnen sähen die Inflation als eine notwendige Konsequenz der Krise an, in der sich die westliche Banken befinden. Insofern gehen Experten davon aus, dass die Entwicklung bei den Edelmetall-ETFs durchaus noch anhalten könnte.
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System News - Banken außer Kontrolle
Der Kern der gegenwärtigen Krise ist die Weigerung der Regierungen, sich der Realität zu stellen, dass große Banken in ihren Ländern offiziell für bankrott erklärt und verstaatlicht werden müssen.
Der vielleicht schlimmste Aspekt der weltweiten systemischen Wirtschaft- und Finanzkrise, die nach dem 15. September 2008 mit voller Wucht zum Ausbruch kam, ist die sture Weigerung der betroffenen Regierungen, allen voran der Vereinigten Staaten, sich mit dem wirklichen Problem zu befassen.
Das Ergebnis ist eine permanente Finanzspritze (»Bailout«) für korrupte und technisch bankrotte Finanzinstitute mit Steuergeldern – und mit völlig offenem Ausgang. Es geht um die Weigerung der gewählten Politiker in den USA und den G7-Staaten, konsequente Schritte zu ergreifen, um die völlig außer Kontrolle geratenen Banken wieder unter Kontrolle zu bringen und die (noch) gesunde produktive Wirtschaft zu retten. Doch die Politiker beugen sich beharrlich den Wünschen der Geldwechsler und das genau in dem Moment, wo eben diese Geldwechsler bankrott sind.
Ist das eine jahrelang antrainierte Pawlow’sche Reaktion?
Die Bilanzen dieser Banken müssen endlich in Ordnung gebracht werden, damit wieder Kredite an die Realwirtschaft fließen können. Es muss damit Schluss sein, dass Banken wie völlig unregulierte Spielcasinos funktionieren, zu denen sie in den vergangenen Jahren geworden sind.
Nirgendwo ist die verlogene Debatte über Verstaatlichungen absurder als in den Vereinigten Staaten, wo die Macht der Banken seit 1945 immer stärker die Wirtschaft und ganz gewiss auch den US-Kongress und das Weiße Haus beherrscht. Der republikanische Senator Richard Shelby aus Alabama, ehemals Vorsitzender des Bankenausschusses im US-Senat, lehnt jegliche Form der Bankenverstaatlichung als »Sozialismus« ab. Der größte Geldgeber für Shelbys Wahlkampagne war die Citigroup, d.h. die US-Bank, deren Macht am stärksten unter einer Verstaatlichung leiden würde und die paradoxerweise eine solche Maßnahme aber am lautesten fordert.
Die Fed vertritt nur die Eigeninteressen der Banken
Wie ich in meinem gerade erschienenen Buch Der Untergang des Dollar-Imperiums betone, ist die US-Zentralbank (Federal Reserve) seit dem Putsch privater Bankiers unter Führung von Rockefellers Citibank und J.P. Morgan im Jahre 1913 im Besitz von privaten Finanzinteressen, die man früher den »Money Trust« nannte; und diese Interessen bestimmen auch die Politik der Federal Reserve. Entgegen dem öffentlichen Mythos besteht die Rolle der Federal Reserve darin, unbesehen aller gesellschaftlichen Folgen, die eng definierten Eigeninteressen der größten US-Banken zu vertreten. Das zeigt sich nirgendwo klarer als an der Karriere von Alan Greenspan.
Mr. Bubble
Während seiner Laufbahn als Chef der Federal Reserve diente Greenspan den großen US-Banken wie der Citigroup, indem er seinen Einfluss dazu nutzte, wichtige Kontrollgesetze außer Kraft setzen zu lassen, die die jetzige Krise, wenn nicht völlig verhindert, so doch zumindest erheblich abgemildert hätten. Greenspan ermunterte die Banken ausdrücklich, Immobilienkredite an wenig zahlungskräftige Kunden und zu variablen Zinssätzen zu vergeben. Er ermunterte die Amerikaner, Eigenheime zu kaufen, indem er den Zinssatz der Fed von 2002 bis Ende 2005 auf einem außerordentlich niedrigen Niveau wie in der Zeit der Großen Depression hielt – der Verkauf von Eigenheimen boomte. Die Blase war aber schon weit früher erkennbar. Ich habe schon im März 2004 in einer Schweizer Zeitung über die drohende Gefahr folgendes geschrieben:
»Um einen Zusammenbruch der US-Wirtschaft nach dem Absturz der Informationstechnologie-Branche zu verhindern, senkte Greenspan die Zinsen mehr als 13 Mal auf einen absoluten Tiefstand von einem Prozent, das erste Mal in 43 Jahren. Dies ermutigte Familien dazu, neue oder größere Häuser zu erwerben. Das wiederum führte zu einem Preisanstieg für Immobilien. Im vergangenen Jahr stiegen die Immobilienpreise für bereits gebaute Häuser landesweit um 14 Prozent, für Neubauten um 18 Prozent. Während die persönlichen Schuldenberge wachsen, ist das Einkommen zur Tilgung der Schulden nicht gestiegen … Dennoch sind die persönlichen Schulden explodiert. Solch eine Situation hält nur so lange, bis die Menschen nicht mehr in der Lage sind, Schulden aus Autokäufen, Kreditkarten oder Hauserwerb zu tilgen.«
Es ging gut bis zum August 2007.
Greenspan unterstützte vehement die Außerkraftsetzung des »Glass-Steagall Acts« von 1933; dieses Gesetz verfügte eine strikte Trennung von den Depositenbanken, d.h. den normalen Geschäftsbanken einerseits und den Investmentbanken und Versicherungen andererseits. Die Citigroup machte sich das als erste zunutze und wuchs durch Zusammenschlüsse zu einem Koloss mit einem Geschäftsvolumen von 2,2 Billionen Dollar an – »zu groß, um daran zu rütteln«.
1999 unterschrieb Clinton die Verordnung zur Rücknahme des »Glass Steagall Acts«, was dem weltweiten Finanzcasino Tür und Tor öffnete.
Außerdem setzte Greenspan durch, dass der US-Kongress keine Regulierungsmaßnahmen für den Handel mit den neuen Finanzderivaten wie den gefährlichen Credit Default Swaps (CDS) erlassen durfte. Diese Geschäfte mit den Credit Default Swaps sind heute der wesentliche Grund für die möglichen dreistelligen Milliardenverluste europäischer und New Yorker Banken.
Als Ergebnis des Laissez-faire von Greenspan und dem Trio Bill Clinton–Larry Summers –Robert Rubin entwickelte sich ein völlig unregulierter Interbanken-Markt mit einem Umfang von ca. 62 Billionen Dollar – der CDS-Markt. Heute ist Clintons ehemaliger Finanzminister Larry Summers als Berater von Präsident Obama tätig und Robert Rubin, vor Summers ebenfalls US-Finanzminister unter Clinton, ist soeben als Vizepräsident der Citigroup ausgeschieden. Welche Seilschaften da bestanden bzw. immer noch bestehen, können Sie sich selbst ausmalen.
Die derzeitige Wahnsinns-Politik
Am 15. September 2008 weitete sich eine schwere Bankenkrise in den USA schlagartig zu einer globalen systemischen Finanzkrise aus. Dafür gab es zwei Gründe. Zum einen entschieden an diesem Tag der damalige Fed-Chef Bernanke sowie der Präsident der New Yorker Fed (heute Obamas Finanzminister) Geithner und – der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Goldman Sachs und damalige US-Finanzminister – Henry Paulson, die viertgrößte Investmentbank der Welt, Lehman Brothers, bankrott gehen zu lassen. An den Finanzmärkten von Tokio über London bis Frankfurt brach Panik aus, denn plötzlich wurde deutlich, dass es keine klaren Richtlinien mehr gab, welches US-Finanzinstitut nun »zu groß war, um bankrott zu gehen«. Die kleinere Investmentbank Bear Stearns war wenige Wochen zuvor mit Geldern der Fed gerettet worden, das viel wichtigere Investmenthaus Lehman Brothers aber nicht.
US-Behörden verlieren die Kontrolle
Dazu kam der zweite systemische Auslöser. Am 23. September 2008 gab US-Finanzminister Paulson die Gründung eines Bankenrettungsfonds namens Troubled Asset Relief Program (TARP) bekannt. Paulson und Bernanke informierten den Kongress lediglich darüber, dass TARP ein Volumen von 799 Milliarden Dollar haben werde. Sie legten einen zweieinhalb Seiten langen Gesetzentwurf vor, in dem allerdings nichts über eine mögliche Aufsicht oder Einschränkungen beim Gebrauch der Gelder zu finden war. In diesem Moment war offensichtlich, dass die amerikanischen Behörden die Kontrolle verloren hatte. In einem derart konfusen Klima traute keine Bank einer anderen internationalen Bank mehr.
Danach nahm der Wahnsinn geradezu groteske Züge an. Die Herren von TARP gingen davon aus, den Banken mangele es an »Liquidität« und übergaben mehrere hundert Milliarden Dollar an Steuergeldern an die Großbanken Citigroup, J.P. Morgan Chase und Goldman Sachs. Wie der ehemalige hohe Beamte des US-Finanzministeriums John Taylor in einer vor Kurzem veröffentlichten Studie schreibt, lag aber das Problem ab September 2008 nicht in einer Illiquidität im Interbankengeschäft. Vielmehr herrschte bei allen Großbanken die Sorge vor, ihre Partnerbanken könnten insolvent sein. Niemand wusste, so Taylor, »wer die Herzkönigin in der Hand hielt«. Hunderte Milliarden Steuerdollars in ausgewählte Banken zu pumpen, das war und ist die falsche Medizin für die falsche Krankheit.
Citigroup: technisch bankrott
Den Empfängerbanken gefiel das Programm natürlich, allen voran der Citibank, denn es lief nach dem folgenden Schema ab: Die Steuerzahler nehmen die Kosten der uneingeschränkten Casino-Wetten der Banken auf sich. Wenn wir verrückt genug sind, das widerspruchslos hinzunehmen, dann verdienen wir es nicht besser – so scheinen sie zumindest zu denken. Vor Kurzem erklärte Vikram Pandit, der Chef der Citigroup, vor Analysten: »Wir sind für das Unternehmen voll verantwortlich. Wir führen die Citigroup im Interesse der Aktionäre.«
Obwohl technisch bankrott, macht Citigroup mit Steuergeldern weiter »Business as usual«.
Heute liegt der Preis für eine Citigroup-Aktie bei unter einem Dollar. Citigroup-Aktien sind zu Kleinaktien geworden. Die amerikanischen Steuerzahler haben 45 Milliarden Dollar (ca. 36 Milliarden Euro) aufgewendet, um sogenannte »Vorzugsaktien« – d.h. also keine Stammaktien mit Stimmrecht – zu kaufen. Der gegenwärtige Wert der normalen Citigroup-Aktie beträgt kaum zehn Prozent der Investitionen der Steuerzahler in die Citigroup.
In Wahrheit sagt Pandit, dass die Kapitalinjektion der US-Regierung weder die Strategie, noch die Geschäftspraktiken, noch die Führungsstrukturen der Citigroup verändern wird. »Business as usual, Jungs.« Dagegen sollte es aber das vorrangige Ziel des Managements der Citigroup sein, die Bank wieder in die Lage zu versetzen, ohne öffentliche Hilfe arbeiten zu können. Das zweite Ziel sollte sein, die Geschäfte in einer Weise neu zu ordnen, dass sich ein solches Desaster niemals mehr wiederholen kann. Das Aktionärsinteresse darf erst an letzter Stelle stehen. Das ist die strikte Risiko-Logik in einem wirklich kapitalistischen System. Das heutige System ist quasi ein »Sozialismus«, allerdings ein »Bankersozialismus« und beileibe keine Rückkehr zum Kommunismus. Selbst Stalin würde diesen Unterschied verstehen.
»Hirntote« Banken
Worum es bei der ganzen Sache geht, ist eigentlich klar, aber die Banken haben es bisher erfolgreich geschafft, die Tatsachen zu verschleiern, und die Politiker von Washington bis Berlin haben sich auf diesen »Bankersozialismus« eingelassen. Der Steuerzahler stützt die Banken und belässt die inkompetenten Manager auf ihrem Posten. Gute Steuergelder dem schlechten Geld der Banken hinterherzuwerfen, ist schlicht und einfach verrückt. In der konservativen Financial Times aus London war vor Kurzem zu lesen: »Die Regierungen haben versucht, den ersten Schritt der Verstaatlichung (Besitznahme) ohne den zweiten (wirkliche Kontrolle und Verantwortlichkeit) zu verhängen. Aber eine solche Trennung ist weder wünschenswert, noch wird sie langfristig funktionieren.«
So lange wie der Staat versucht, den privaten Banken, die technisch »hirntot« sind, sich jeglicher Kontrolle widersetzen und das alte Management sowie die alten Methoden beibehalten, gute Steuergelder hinterherzuwerfen, haben die Bankenchefs nichts zu verlieren, wenn sie sich auf riskante Geschäfte einlassen. Für alle Verluste der Banken kommt jetzt der Steuerzahler auf.
Die Politiker schimpfen stundenlang über irrelevante und triviale Fragen wie Bonuszahlungen für Banker, und verkennen die wirklich entscheidende Frage, wer jetzt über die Kreditvergabe der jetzt öffentlich unterstützten (aber immer noch in Privatbesitz befindlichen) Banken entscheiden muss. Es geht nicht um Sozialismus. Es geht um ein ordentliches Konkursverfahren für gescheiterte Geldinstitute zugunsten der gesamten Marktwirtschaft.
Nach amerikanischem Recht ist die Regierung verpflichtet, notleidende Banken schon lange vor ihrer Insolvenz einem ordentlichen Konkursverfahren zu unterziehen und kompetente Bankmanager einzusetzen. Das Gesetz sieht nicht vor, dass der Steuerzahler notleidenden Banken aus der Patsche hilft. Bisher gehen die Regierungen der USA und der G7-Länder stillschweigend davon aus, dass der Steuerzahler dazu da ist, den Banken zu helfen und nicht umgekehrt. Wir sollten uns da klar ausdrücken.
Der vielleicht schlimmste Aspekt der weltweiten systemischen Wirtschaft- und Finanzkrise, die nach dem 15. September 2008 mit voller Wucht zum Ausbruch kam, ist die sture Weigerung der betroffenen Regierungen, allen voran der Vereinigten Staaten, sich mit dem wirklichen Problem zu befassen.
Das Ergebnis ist eine permanente Finanzspritze (»Bailout«) für korrupte und technisch bankrotte Finanzinstitute mit Steuergeldern – und mit völlig offenem Ausgang. Es geht um die Weigerung der gewählten Politiker in den USA und den G7-Staaten, konsequente Schritte zu ergreifen, um die völlig außer Kontrolle geratenen Banken wieder unter Kontrolle zu bringen und die (noch) gesunde produktive Wirtschaft zu retten. Doch die Politiker beugen sich beharrlich den Wünschen der Geldwechsler und das genau in dem Moment, wo eben diese Geldwechsler bankrott sind.
Ist das eine jahrelang antrainierte Pawlow’sche Reaktion?
Die Bilanzen dieser Banken müssen endlich in Ordnung gebracht werden, damit wieder Kredite an die Realwirtschaft fließen können. Es muss damit Schluss sein, dass Banken wie völlig unregulierte Spielcasinos funktionieren, zu denen sie in den vergangenen Jahren geworden sind.
Nirgendwo ist die verlogene Debatte über Verstaatlichungen absurder als in den Vereinigten Staaten, wo die Macht der Banken seit 1945 immer stärker die Wirtschaft und ganz gewiss auch den US-Kongress und das Weiße Haus beherrscht. Der republikanische Senator Richard Shelby aus Alabama, ehemals Vorsitzender des Bankenausschusses im US-Senat, lehnt jegliche Form der Bankenverstaatlichung als »Sozialismus« ab. Der größte Geldgeber für Shelbys Wahlkampagne war die Citigroup, d.h. die US-Bank, deren Macht am stärksten unter einer Verstaatlichung leiden würde und die paradoxerweise eine solche Maßnahme aber am lautesten fordert.
Die Fed vertritt nur die Eigeninteressen der Banken
Wie ich in meinem gerade erschienenen Buch Der Untergang des Dollar-Imperiums betone, ist die US-Zentralbank (Federal Reserve) seit dem Putsch privater Bankiers unter Führung von Rockefellers Citibank und J.P. Morgan im Jahre 1913 im Besitz von privaten Finanzinteressen, die man früher den »Money Trust« nannte; und diese Interessen bestimmen auch die Politik der Federal Reserve. Entgegen dem öffentlichen Mythos besteht die Rolle der Federal Reserve darin, unbesehen aller gesellschaftlichen Folgen, die eng definierten Eigeninteressen der größten US-Banken zu vertreten. Das zeigt sich nirgendwo klarer als an der Karriere von Alan Greenspan.
Mr. Bubble
Während seiner Laufbahn als Chef der Federal Reserve diente Greenspan den großen US-Banken wie der Citigroup, indem er seinen Einfluss dazu nutzte, wichtige Kontrollgesetze außer Kraft setzen zu lassen, die die jetzige Krise, wenn nicht völlig verhindert, so doch zumindest erheblich abgemildert hätten. Greenspan ermunterte die Banken ausdrücklich, Immobilienkredite an wenig zahlungskräftige Kunden und zu variablen Zinssätzen zu vergeben. Er ermunterte die Amerikaner, Eigenheime zu kaufen, indem er den Zinssatz der Fed von 2002 bis Ende 2005 auf einem außerordentlich niedrigen Niveau wie in der Zeit der Großen Depression hielt – der Verkauf von Eigenheimen boomte. Die Blase war aber schon weit früher erkennbar. Ich habe schon im März 2004 in einer Schweizer Zeitung über die drohende Gefahr folgendes geschrieben:
»Um einen Zusammenbruch der US-Wirtschaft nach dem Absturz der Informationstechnologie-Branche zu verhindern, senkte Greenspan die Zinsen mehr als 13 Mal auf einen absoluten Tiefstand von einem Prozent, das erste Mal in 43 Jahren. Dies ermutigte Familien dazu, neue oder größere Häuser zu erwerben. Das wiederum führte zu einem Preisanstieg für Immobilien. Im vergangenen Jahr stiegen die Immobilienpreise für bereits gebaute Häuser landesweit um 14 Prozent, für Neubauten um 18 Prozent. Während die persönlichen Schuldenberge wachsen, ist das Einkommen zur Tilgung der Schulden nicht gestiegen … Dennoch sind die persönlichen Schulden explodiert. Solch eine Situation hält nur so lange, bis die Menschen nicht mehr in der Lage sind, Schulden aus Autokäufen, Kreditkarten oder Hauserwerb zu tilgen.«
Es ging gut bis zum August 2007.
Greenspan unterstützte vehement die Außerkraftsetzung des »Glass-Steagall Acts« von 1933; dieses Gesetz verfügte eine strikte Trennung von den Depositenbanken, d.h. den normalen Geschäftsbanken einerseits und den Investmentbanken und Versicherungen andererseits. Die Citigroup machte sich das als erste zunutze und wuchs durch Zusammenschlüsse zu einem Koloss mit einem Geschäftsvolumen von 2,2 Billionen Dollar an – »zu groß, um daran zu rütteln«.
1999 unterschrieb Clinton die Verordnung zur Rücknahme des »Glass Steagall Acts«, was dem weltweiten Finanzcasino Tür und Tor öffnete.
Außerdem setzte Greenspan durch, dass der US-Kongress keine Regulierungsmaßnahmen für den Handel mit den neuen Finanzderivaten wie den gefährlichen Credit Default Swaps (CDS) erlassen durfte. Diese Geschäfte mit den Credit Default Swaps sind heute der wesentliche Grund für die möglichen dreistelligen Milliardenverluste europäischer und New Yorker Banken.
Als Ergebnis des Laissez-faire von Greenspan und dem Trio Bill Clinton–Larry Summers –Robert Rubin entwickelte sich ein völlig unregulierter Interbanken-Markt mit einem Umfang von ca. 62 Billionen Dollar – der CDS-Markt. Heute ist Clintons ehemaliger Finanzminister Larry Summers als Berater von Präsident Obama tätig und Robert Rubin, vor Summers ebenfalls US-Finanzminister unter Clinton, ist soeben als Vizepräsident der Citigroup ausgeschieden. Welche Seilschaften da bestanden bzw. immer noch bestehen, können Sie sich selbst ausmalen.
Die derzeitige Wahnsinns-Politik
Am 15. September 2008 weitete sich eine schwere Bankenkrise in den USA schlagartig zu einer globalen systemischen Finanzkrise aus. Dafür gab es zwei Gründe. Zum einen entschieden an diesem Tag der damalige Fed-Chef Bernanke sowie der Präsident der New Yorker Fed (heute Obamas Finanzminister) Geithner und – der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Goldman Sachs und damalige US-Finanzminister – Henry Paulson, die viertgrößte Investmentbank der Welt, Lehman Brothers, bankrott gehen zu lassen. An den Finanzmärkten von Tokio über London bis Frankfurt brach Panik aus, denn plötzlich wurde deutlich, dass es keine klaren Richtlinien mehr gab, welches US-Finanzinstitut nun »zu groß war, um bankrott zu gehen«. Die kleinere Investmentbank Bear Stearns war wenige Wochen zuvor mit Geldern der Fed gerettet worden, das viel wichtigere Investmenthaus Lehman Brothers aber nicht.
US-Behörden verlieren die Kontrolle
Dazu kam der zweite systemische Auslöser. Am 23. September 2008 gab US-Finanzminister Paulson die Gründung eines Bankenrettungsfonds namens Troubled Asset Relief Program (TARP) bekannt. Paulson und Bernanke informierten den Kongress lediglich darüber, dass TARP ein Volumen von 799 Milliarden Dollar haben werde. Sie legten einen zweieinhalb Seiten langen Gesetzentwurf vor, in dem allerdings nichts über eine mögliche Aufsicht oder Einschränkungen beim Gebrauch der Gelder zu finden war. In diesem Moment war offensichtlich, dass die amerikanischen Behörden die Kontrolle verloren hatte. In einem derart konfusen Klima traute keine Bank einer anderen internationalen Bank mehr.
Danach nahm der Wahnsinn geradezu groteske Züge an. Die Herren von TARP gingen davon aus, den Banken mangele es an »Liquidität« und übergaben mehrere hundert Milliarden Dollar an Steuergeldern an die Großbanken Citigroup, J.P. Morgan Chase und Goldman Sachs. Wie der ehemalige hohe Beamte des US-Finanzministeriums John Taylor in einer vor Kurzem veröffentlichten Studie schreibt, lag aber das Problem ab September 2008 nicht in einer Illiquidität im Interbankengeschäft. Vielmehr herrschte bei allen Großbanken die Sorge vor, ihre Partnerbanken könnten insolvent sein. Niemand wusste, so Taylor, »wer die Herzkönigin in der Hand hielt«. Hunderte Milliarden Steuerdollars in ausgewählte Banken zu pumpen, das war und ist die falsche Medizin für die falsche Krankheit.
Citigroup: technisch bankrott
Den Empfängerbanken gefiel das Programm natürlich, allen voran der Citibank, denn es lief nach dem folgenden Schema ab: Die Steuerzahler nehmen die Kosten der uneingeschränkten Casino-Wetten der Banken auf sich. Wenn wir verrückt genug sind, das widerspruchslos hinzunehmen, dann verdienen wir es nicht besser – so scheinen sie zumindest zu denken. Vor Kurzem erklärte Vikram Pandit, der Chef der Citigroup, vor Analysten: »Wir sind für das Unternehmen voll verantwortlich. Wir führen die Citigroup im Interesse der Aktionäre.«
Obwohl technisch bankrott, macht Citigroup mit Steuergeldern weiter »Business as usual«.
Heute liegt der Preis für eine Citigroup-Aktie bei unter einem Dollar. Citigroup-Aktien sind zu Kleinaktien geworden. Die amerikanischen Steuerzahler haben 45 Milliarden Dollar (ca. 36 Milliarden Euro) aufgewendet, um sogenannte »Vorzugsaktien« – d.h. also keine Stammaktien mit Stimmrecht – zu kaufen. Der gegenwärtige Wert der normalen Citigroup-Aktie beträgt kaum zehn Prozent der Investitionen der Steuerzahler in die Citigroup.
In Wahrheit sagt Pandit, dass die Kapitalinjektion der US-Regierung weder die Strategie, noch die Geschäftspraktiken, noch die Führungsstrukturen der Citigroup verändern wird. »Business as usual, Jungs.« Dagegen sollte es aber das vorrangige Ziel des Managements der Citigroup sein, die Bank wieder in die Lage zu versetzen, ohne öffentliche Hilfe arbeiten zu können. Das zweite Ziel sollte sein, die Geschäfte in einer Weise neu zu ordnen, dass sich ein solches Desaster niemals mehr wiederholen kann. Das Aktionärsinteresse darf erst an letzter Stelle stehen. Das ist die strikte Risiko-Logik in einem wirklich kapitalistischen System. Das heutige System ist quasi ein »Sozialismus«, allerdings ein »Bankersozialismus« und beileibe keine Rückkehr zum Kommunismus. Selbst Stalin würde diesen Unterschied verstehen.
»Hirntote« Banken
Worum es bei der ganzen Sache geht, ist eigentlich klar, aber die Banken haben es bisher erfolgreich geschafft, die Tatsachen zu verschleiern, und die Politiker von Washington bis Berlin haben sich auf diesen »Bankersozialismus« eingelassen. Der Steuerzahler stützt die Banken und belässt die inkompetenten Manager auf ihrem Posten. Gute Steuergelder dem schlechten Geld der Banken hinterherzuwerfen, ist schlicht und einfach verrückt. In der konservativen Financial Times aus London war vor Kurzem zu lesen: »Die Regierungen haben versucht, den ersten Schritt der Verstaatlichung (Besitznahme) ohne den zweiten (wirkliche Kontrolle und Verantwortlichkeit) zu verhängen. Aber eine solche Trennung ist weder wünschenswert, noch wird sie langfristig funktionieren.«
So lange wie der Staat versucht, den privaten Banken, die technisch »hirntot« sind, sich jeglicher Kontrolle widersetzen und das alte Management sowie die alten Methoden beibehalten, gute Steuergelder hinterherzuwerfen, haben die Bankenchefs nichts zu verlieren, wenn sie sich auf riskante Geschäfte einlassen. Für alle Verluste der Banken kommt jetzt der Steuerzahler auf.
Die Politiker schimpfen stundenlang über irrelevante und triviale Fragen wie Bonuszahlungen für Banker, und verkennen die wirklich entscheidende Frage, wer jetzt über die Kreditvergabe der jetzt öffentlich unterstützten (aber immer noch in Privatbesitz befindlichen) Banken entscheiden muss. Es geht nicht um Sozialismus. Es geht um ein ordentliches Konkursverfahren für gescheiterte Geldinstitute zugunsten der gesamten Marktwirtschaft.
Nach amerikanischem Recht ist die Regierung verpflichtet, notleidende Banken schon lange vor ihrer Insolvenz einem ordentlichen Konkursverfahren zu unterziehen und kompetente Bankmanager einzusetzen. Das Gesetz sieht nicht vor, dass der Steuerzahler notleidenden Banken aus der Patsche hilft. Bisher gehen die Regierungen der USA und der G7-Länder stillschweigend davon aus, dass der Steuerzahler dazu da ist, den Banken zu helfen und nicht umgekehrt. Wir sollten uns da klar ausdrücken.
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G 20 - Steueroasen austrocknen - aber nicht die eigenen
In einem Punkt werden sich die Regierungschefs der G-20-Gruppe in London einig sein: die Finanzkrise ist so teuer und die Staatsschulden wachsen so schnell, dass auf Jahre höhere Steuern einzutreiben sind. Dies erklärt den einhelligen Vorstoß der Regierungschefs, gegen sogenannte Steueroasen vorgehen zu wollen. Die deutsche und die französische Regierung behaupteten gar, Finanzgeschäfte auf Steueroasen hätten eine Rolle bei den Finanzmarktübertreibungen gespielt, die mit zur Krise beigetragen hätten. Damit spielen sie auf die Hedge-Fonds an, die fast alle auf den Cayman Inseln sitzen, sowie auf die strukturierten Kreditprodukte, die über Offshore-Zentren wie die britischen Kanalinseln aufgelegt werden.
Doch eine beherzte Vorgehensweise entpuppt sich auch bei diesem Thema für die Regierungschefs als schwierig. Dazu gibt es zu viele Einzelinteressen der verschiedenen Länder, völkerrechtliche Probleme und zu unterschiedliche Themen wie Steuerhinterziehung, Geldwäsche oder mangelnde Regulierung.
Finanzplätze hängen von Offshore-Zentren ab
Sicherlich möchten alle Regierungen Steuerhinterziehung minimieren. Nach Berechnungen der OECD sind in den sogenannten Steueroasen und Offshore-Zentren 5 bis 7 Billionen Dollar angelegt, woraus die Gewinne nicht versteuert würden. Die Finanzplätze einiger Staaten, wie die Londoner City, hängen in Teilbereichen aber mit ihrem erfolgreichen Geschäft von Offshore-Zentren unter britischer Hoheit wie den Kanalinseln oder den Cayman Inseln ab.
Die britische Regierung hat daher zwar Interesse an verstärkter Steuereintreibung, nicht aber ein Interesse an einem veränderten Status ihrer eigenen Steueroasen.
Listen für drei verschiedene Bereiche
Obwohl einige Regierungen darauf gedrungen haben, wird es nach Angaben aus Regierungskreisen daher nach Ende des G-20-Treffens in London keine Liste von Steueroasen geben, die öffentlich als "nicht kooperative Jurisdiktionen" abgestempelt werden. Vielmehr wird zwischen den Themen Geldwäschebekämpfung, Steuerhinterziehung und Regulierungsarbitrage unterschieden.
Für diese drei Bereiche sind unterschiedliche Gremien verantwortlich, und zwar für das Thema Geldwäsche die Financial Action Task Force (FATF) der OECD zur Bekämpfung der Geldwäsche, für Steuerfragen die OECD selbst und für Regulierung das Financial Stability Forum (FSF). Die Gruppe der G 20 wird diesen Gremien einen Auftrag erteilen, für ihren jeweiligen Themenbereich eine Liste der nicht kooperierenden Gebiete aufzustellen.
Bundesregierung: Listen sollen veröffentlicht werden
Vereinbart werden muss dann später, was konkret zu geschehen hat. Nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen setzt sich die Bundesregierung dafür ein, dass diese Listen veröffentlicht werden, um den internationalen Druck zu besserem Verhalten zu erhöhen. Man könne auch eine eigene Aufsicht für nicht kooperierende Gebiete schaffen, die dann zum Beispiel Banken, die in diesen Gebieten Geschäfte betrieben, besondere Sorgfaltspflichten auferlege. Im Extremfall könne man sogar den Zahlungsverkehr mit diesen Gebieten erschweren. Darüber bestehe unter den kontinentaleuropäischen Regierungen weitgehend Konsens.
Seit sich die Gruppe der G 20 darauf geeinigt hat, gegen Steueroasen oder Länder vorzugehen, über die Privatpersonen oder Unternehmen offenbar Steuern hinterziehen, hat sich einiges getan: Singapur, Hongkong, Andorra, Monaco und Macao haben bekannt gegeben, dass sie Standards einführen und ihre Gesetze so ändern werden, dass ein Informationsaustausch über Steuerangelegenheiten nach OECD-Standard möglich wird. Dieser soll in bilateralen Vereinbarungen mit den OECD-Staaten umgesetzt werden. Die Kanalinseln Jersey und Guernsey, die Isle of Man und die Cayman Inseln haben entsprechende Verträge zum Informationsaustausch zum Teil auch mit Deutschland schon abgeschlossen. Die Schweiz, Österreich, Luxemburg, Liechtenstein und Andorra sind auf dem Weg, ihr Bankgeheimnis so zu lockern, dass es nach OECD-Standard ebenfalls Amtshilfe bei begründetem Verdacht auf Steuerhinterziehung geben wird. Auch kommen diese Länder und die Kanalinseln der EU entgegen, indem sie Amtshilfe zum Zinsbesteuerungsabkommen leisten.
10.000 Hedge-Fonds in den Cayman Inseln registriert
Viele Länder würden daher ohnehin nicht auf einer Liste unkooperativer Steueroasen stehen. Als Anhang zu den bilateralen Verträgen wurde von der deutschen Regierung gegenüber Guernsey oder Jersey zum Beispiel bestätigt, dass die Offshore-Zentren "gute Nachbarn", also kooperativ, seien. Selbst Vertreter schweizerischer Großbanken gehen jetzt nicht mehr davon aus, dass die Schweiz von den G 20 als "nicht kooperativ" eingestuft werden könnte.
Länder wie Großbritannien werden gegensteuern, wenn es darum geht, am aufsichtsrechtlichen Status der Offshore-Zentren zu rütteln. Die Kanalinseln und die Cayman Inseln sind zudem nicht Teil der Europäischen Union und des Binnenmarktes. Die EU-Richtlinien finden keine Anwendung auf sie, es sei denn, die Offshore-Zentren unterzeichnen entsprechende Einzelverträge mit EU-Ländern. Die britische Aufsichtsbehörde FSA ist daher nicht für diese Offshore-Zentren zuständig. In groben Zügen erfüllen einige dieser Finanzplätze allerdings internationale Standards der OECD und IOSCO.
Schwarze Listen haben zudem schon Druck auf Offshore-Zentren ausgeübt, wenigstens die schlimmsten Missstände auszuräumen. So wurden die Cayman Inseln von der FATF schon im Jahr 2000 auf die Schwarze Liste zur Geldwäsche gesetzt. Anschließend holten die Inseln mit Reformen auf. Dennoch erheben die Inseln keine Einkommen-, Kapitalertrag- oder Körperschaftsteuer und verfügen über eine relativ lockere Aufsicht. Das Geschäft blüht: Im Juli 2008 waren 10.000 Hedge-Fonds in den Cayman Inseln registriert.
Doch eine beherzte Vorgehensweise entpuppt sich auch bei diesem Thema für die Regierungschefs als schwierig. Dazu gibt es zu viele Einzelinteressen der verschiedenen Länder, völkerrechtliche Probleme und zu unterschiedliche Themen wie Steuerhinterziehung, Geldwäsche oder mangelnde Regulierung.
Finanzplätze hängen von Offshore-Zentren ab
Sicherlich möchten alle Regierungen Steuerhinterziehung minimieren. Nach Berechnungen der OECD sind in den sogenannten Steueroasen und Offshore-Zentren 5 bis 7 Billionen Dollar angelegt, woraus die Gewinne nicht versteuert würden. Die Finanzplätze einiger Staaten, wie die Londoner City, hängen in Teilbereichen aber mit ihrem erfolgreichen Geschäft von Offshore-Zentren unter britischer Hoheit wie den Kanalinseln oder den Cayman Inseln ab.
Die britische Regierung hat daher zwar Interesse an verstärkter Steuereintreibung, nicht aber ein Interesse an einem veränderten Status ihrer eigenen Steueroasen.
Listen für drei verschiedene Bereiche
Obwohl einige Regierungen darauf gedrungen haben, wird es nach Angaben aus Regierungskreisen daher nach Ende des G-20-Treffens in London keine Liste von Steueroasen geben, die öffentlich als "nicht kooperative Jurisdiktionen" abgestempelt werden. Vielmehr wird zwischen den Themen Geldwäschebekämpfung, Steuerhinterziehung und Regulierungsarbitrage unterschieden.
Für diese drei Bereiche sind unterschiedliche Gremien verantwortlich, und zwar für das Thema Geldwäsche die Financial Action Task Force (FATF) der OECD zur Bekämpfung der Geldwäsche, für Steuerfragen die OECD selbst und für Regulierung das Financial Stability Forum (FSF). Die Gruppe der G 20 wird diesen Gremien einen Auftrag erteilen, für ihren jeweiligen Themenbereich eine Liste der nicht kooperierenden Gebiete aufzustellen.
Bundesregierung: Listen sollen veröffentlicht werden
Vereinbart werden muss dann später, was konkret zu geschehen hat. Nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen setzt sich die Bundesregierung dafür ein, dass diese Listen veröffentlicht werden, um den internationalen Druck zu besserem Verhalten zu erhöhen. Man könne auch eine eigene Aufsicht für nicht kooperierende Gebiete schaffen, die dann zum Beispiel Banken, die in diesen Gebieten Geschäfte betrieben, besondere Sorgfaltspflichten auferlege. Im Extremfall könne man sogar den Zahlungsverkehr mit diesen Gebieten erschweren. Darüber bestehe unter den kontinentaleuropäischen Regierungen weitgehend Konsens.
Seit sich die Gruppe der G 20 darauf geeinigt hat, gegen Steueroasen oder Länder vorzugehen, über die Privatpersonen oder Unternehmen offenbar Steuern hinterziehen, hat sich einiges getan: Singapur, Hongkong, Andorra, Monaco und Macao haben bekannt gegeben, dass sie Standards einführen und ihre Gesetze so ändern werden, dass ein Informationsaustausch über Steuerangelegenheiten nach OECD-Standard möglich wird. Dieser soll in bilateralen Vereinbarungen mit den OECD-Staaten umgesetzt werden. Die Kanalinseln Jersey und Guernsey, die Isle of Man und die Cayman Inseln haben entsprechende Verträge zum Informationsaustausch zum Teil auch mit Deutschland schon abgeschlossen. Die Schweiz, Österreich, Luxemburg, Liechtenstein und Andorra sind auf dem Weg, ihr Bankgeheimnis so zu lockern, dass es nach OECD-Standard ebenfalls Amtshilfe bei begründetem Verdacht auf Steuerhinterziehung geben wird. Auch kommen diese Länder und die Kanalinseln der EU entgegen, indem sie Amtshilfe zum Zinsbesteuerungsabkommen leisten.
10.000 Hedge-Fonds in den Cayman Inseln registriert
Viele Länder würden daher ohnehin nicht auf einer Liste unkooperativer Steueroasen stehen. Als Anhang zu den bilateralen Verträgen wurde von der deutschen Regierung gegenüber Guernsey oder Jersey zum Beispiel bestätigt, dass die Offshore-Zentren "gute Nachbarn", also kooperativ, seien. Selbst Vertreter schweizerischer Großbanken gehen jetzt nicht mehr davon aus, dass die Schweiz von den G 20 als "nicht kooperativ" eingestuft werden könnte.
Länder wie Großbritannien werden gegensteuern, wenn es darum geht, am aufsichtsrechtlichen Status der Offshore-Zentren zu rütteln. Die Kanalinseln und die Cayman Inseln sind zudem nicht Teil der Europäischen Union und des Binnenmarktes. Die EU-Richtlinien finden keine Anwendung auf sie, es sei denn, die Offshore-Zentren unterzeichnen entsprechende Einzelverträge mit EU-Ländern. Die britische Aufsichtsbehörde FSA ist daher nicht für diese Offshore-Zentren zuständig. In groben Zügen erfüllen einige dieser Finanzplätze allerdings internationale Standards der OECD und IOSCO.
Schwarze Listen haben zudem schon Druck auf Offshore-Zentren ausgeübt, wenigstens die schlimmsten Missstände auszuräumen. So wurden die Cayman Inseln von der FATF schon im Jahr 2000 auf die Schwarze Liste zur Geldwäsche gesetzt. Anschließend holten die Inseln mit Reformen auf. Dennoch erheben die Inseln keine Einkommen-, Kapitalertrag- oder Körperschaftsteuer und verfügen über eine relativ lockere Aufsicht. Das Geschäft blüht: Im Juli 2008 waren 10.000 Hedge-Fonds in den Cayman Inseln registriert.
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Wirtschaft - US-Automarkt implodiert
Auch der März bescherte den deutschen Autobauern zweistellige Absatzeinbrüche auf dem wichtigen amerikanischen Markt. Verglichen mit ihren US-Konkurrenten kamen sie aber noch relativ gut weg.
Dass sich dabei der Trend zu Kleinwagen fortsetzte, belegen eindrucksvoll die Absatzzahlen von Daimler. Mit insgesamt 17.348 verkauften Autos brach der US-Absatz der Stuttgarter gegenüber dem März 2008 um 23 Prozent ein. Die Marke Mercedes-Benz verzeichnete dabei ein Minus von 25 Prozent auf 15.602 Wagen. Der Absatz des Smart legte dagegen mit 1.746 Stück sogar um ein Prozent zu.
Mit einem Einbruch von 22,9 Prozent auf 21.125 Fahrzeuge stand BMW fast genauso schlecht da wie sein Stuttgarter Premium-Rivale. Beim Mini ging der Absatz mit minus 15,9 Prozent erwartungsgemäß geringer zurück als bei den anderen Modellen. Im Februar hatte BMW mit einem Absturz von 34,7 Prozent übrigens noch schlechter da gestanden.
Porsche sieht Hoffnungszeichen
Bei Porsche fiel der Einbruch im März von 27 Prozent auf 1.921 Fahrzeuge (in den USA und Kanada) noch deutlicher als. Allerdings betonte der Sportwagenbauer, dass es erste Anzeichen für eine Stabilisierung der Lage auf dem nordamerikanischen Markt gebe. Denn die Auslieferungen im März hätten 15 Prozent über den Februar-Werten gelegen.
Wieder einmal konnte sich die Porsche-Tochter Volkswagen besser als die deutsche Konkurrenz halten. Mit 15.720 Fahrzeugen verkauften die Wolfsburger 19,7 Prozent weniger Autos als ein Jahr zuvor.
GM und Ford mal wieder Schlusslichter
Wie schon seit Monaten gewohnt, warteten die Platzhirsche General Motors und Ford mit den drastischsten Absatzverlusten auf. GM, der einstmals größte Autobauer der Welt, über dessen baldige Insolvenz spekuliert wird, verkaufte 156.380 Fahrzeuge auf seinem Heimatmarkt, ein Minus von 45 Prozent gegenüber März 2008.
Bei Ford brach der US-Absatz um 41 Prozent auf 131.500 Fahrzeuge ein. Anders als General Motors und Chrysler hat der Traditionskonzern keine Staatshilfen beantragt – jedenfalls noch nicht.
Dass sich dabei der Trend zu Kleinwagen fortsetzte, belegen eindrucksvoll die Absatzzahlen von Daimler. Mit insgesamt 17.348 verkauften Autos brach der US-Absatz der Stuttgarter gegenüber dem März 2008 um 23 Prozent ein. Die Marke Mercedes-Benz verzeichnete dabei ein Minus von 25 Prozent auf 15.602 Wagen. Der Absatz des Smart legte dagegen mit 1.746 Stück sogar um ein Prozent zu.
Mit einem Einbruch von 22,9 Prozent auf 21.125 Fahrzeuge stand BMW fast genauso schlecht da wie sein Stuttgarter Premium-Rivale. Beim Mini ging der Absatz mit minus 15,9 Prozent erwartungsgemäß geringer zurück als bei den anderen Modellen. Im Februar hatte BMW mit einem Absturz von 34,7 Prozent übrigens noch schlechter da gestanden.
Porsche sieht Hoffnungszeichen
Bei Porsche fiel der Einbruch im März von 27 Prozent auf 1.921 Fahrzeuge (in den USA und Kanada) noch deutlicher als. Allerdings betonte der Sportwagenbauer, dass es erste Anzeichen für eine Stabilisierung der Lage auf dem nordamerikanischen Markt gebe. Denn die Auslieferungen im März hätten 15 Prozent über den Februar-Werten gelegen.
Wieder einmal konnte sich die Porsche-Tochter Volkswagen besser als die deutsche Konkurrenz halten. Mit 15.720 Fahrzeugen verkauften die Wolfsburger 19,7 Prozent weniger Autos als ein Jahr zuvor.
GM und Ford mal wieder Schlusslichter
Wie schon seit Monaten gewohnt, warteten die Platzhirsche General Motors und Ford mit den drastischsten Absatzverlusten auf. GM, der einstmals größte Autobauer der Welt, über dessen baldige Insolvenz spekuliert wird, verkaufte 156.380 Fahrzeuge auf seinem Heimatmarkt, ein Minus von 45 Prozent gegenüber März 2008.
Bei Ford brach der US-Absatz um 41 Prozent auf 131.500 Fahrzeuge ein. Anders als General Motors und Chrysler hat der Traditionskonzern keine Staatshilfen beantragt – jedenfalls noch nicht.
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Minensektor einig: Goldpreis wird erheblich steigen
Erst vor kurzem hat David Garofalo, CFO des Goldproduzenten Agnico-Eagle Mines, erklärt, er rechne mit einem Anstieg des Goldpreises auf 2.200 US-Dollar pro Unze - und nun schließt sich auch der kanadische Minengigant Barrick Gold der Meinung an, dass Gold in Zukunft deutlich teurer sein wird.
Der Rückgang der Goldproduktion, die globale Finanz- und Wirtschaftskrise und ein womöglich drohendes Inflationsszenario - all das sind für den Goldminenriesen Barrick Gold (ISIN CA0679011084) gute Gründe dafür, dass der Goldpreis nicht mehr lange auf dem aktuellen Niveau von rund 920 - 930 USD je Unze verharren wird.
Gold sei mittlerweile zu einer äußerst attraktiven Anlageklasse geworden, so Offizielle des Unternehmens auf einer Konferenz in Santiago, Chile. Ein genaues Preisziel wollte man nicht ausgeben, doch habe die Finanz- und Wirtschaftskrise dazu geführt, dass viele Anleger Gold wieder in seiner Rolle des berühmten "sicheren Hafens" sähen - und damit als eine gute Möglichkeit ihr Kapital zu schützen. Zudem würden die vielen Milliarden, die in die Konjunkturprogramme rund um die Welt gepumpt werden, die Märkte geradezu überfluten und damit die Voraussetzung für einen starken Anstieg der Inflation schaffen, was in der Regel dazu führe, dass viele Anleger sich in Goldinvestments flüchten.
Und das geschehe zu einem Zeitpunkt, da es an neuen Entdeckungen mangele und das Umfeld für die Errichtung von Minen äußerst schwierig sei. Was bedeute, dass das Angebot an Gold zurückgehen werde und schon geht. Denn ganz eindeutig würde es der Branche nicht gelingen, den Rückgang der Produktion zu verhindern. Laut Barrick ist die globale Goldproduktion von noch 83 Millionen Unzen 2001 bis 2009 auf 72 bis 73 Millionen Unzen gefallen. Und bis 2011 erwartet man nur noch eine Fördermenge von rund 71 Millionen Unzen.
Zudem seien große, neue Entdeckungen selten und die Entwicklung bestehender Vorkommen durch in der Vergangenheit stark gestiegene Kosten und Genehmigungsprozesse, die sich über Jahre hinziehen könnten, behindert worden.
Da die Kosten für den Minenbetrieb aber mittlerweile wieder zurückgekommen seien, werde Barrick versuchen von der erwarteten Steigerung der Goldpreis zu profitieren, indem man in den nächsten Jahren mehrere große Minen eröffnen wird, die dann günstiger arbeiten werden, als die jetzt schon produzierenden.
Der Rückgang der Goldproduktion, die globale Finanz- und Wirtschaftskrise und ein womöglich drohendes Inflationsszenario - all das sind für den Goldminenriesen Barrick Gold (ISIN CA0679011084) gute Gründe dafür, dass der Goldpreis nicht mehr lange auf dem aktuellen Niveau von rund 920 - 930 USD je Unze verharren wird.
Gold sei mittlerweile zu einer äußerst attraktiven Anlageklasse geworden, so Offizielle des Unternehmens auf einer Konferenz in Santiago, Chile. Ein genaues Preisziel wollte man nicht ausgeben, doch habe die Finanz- und Wirtschaftskrise dazu geführt, dass viele Anleger Gold wieder in seiner Rolle des berühmten "sicheren Hafens" sähen - und damit als eine gute Möglichkeit ihr Kapital zu schützen. Zudem würden die vielen Milliarden, die in die Konjunkturprogramme rund um die Welt gepumpt werden, die Märkte geradezu überfluten und damit die Voraussetzung für einen starken Anstieg der Inflation schaffen, was in der Regel dazu führe, dass viele Anleger sich in Goldinvestments flüchten.
Und das geschehe zu einem Zeitpunkt, da es an neuen Entdeckungen mangele und das Umfeld für die Errichtung von Minen äußerst schwierig sei. Was bedeute, dass das Angebot an Gold zurückgehen werde und schon geht. Denn ganz eindeutig würde es der Branche nicht gelingen, den Rückgang der Produktion zu verhindern. Laut Barrick ist die globale Goldproduktion von noch 83 Millionen Unzen 2001 bis 2009 auf 72 bis 73 Millionen Unzen gefallen. Und bis 2011 erwartet man nur noch eine Fördermenge von rund 71 Millionen Unzen.
Zudem seien große, neue Entdeckungen selten und die Entwicklung bestehender Vorkommen durch in der Vergangenheit stark gestiegene Kosten und Genehmigungsprozesse, die sich über Jahre hinziehen könnten, behindert worden.
Da die Kosten für den Minenbetrieb aber mittlerweile wieder zurückgekommen seien, werde Barrick versuchen von der erwarteten Steigerung der Goldpreis zu profitieren, indem man in den nächsten Jahren mehrere große Minen eröffnen wird, die dann günstiger arbeiten werden, als die jetzt schon produzierenden.
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Rohstoffe : EZB hat 35,5 Tonnen Gold verkauft
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Rahmen des internationalen Goldabkommens am 31. März den Verkauf von 35,5 Tonnen Gold abgeschossen. Dies teilte die EZB am Mittwoch in Frankfurt mit. Die Verkäufe stünden in vollem Einklang mit dem Abkommen der Zentralbanken vom 27. September 2004. Die Goldbestände sind Teil der Währungsreserven.
Die EZB, die nationalen Notenbanken der Eurozone sowie der Schweiz und von Schweden hatten 2004 in einem Goldabkommen festgelegt, über einen Zeitraum von fünf Jahren jedes Jahr zusammen nur maximal 500 Tonnen Gold zu verkaufen. Bis Ende September 2009 dürfen demnach insgesamt 2.500 Tonnen Gold verkauft werden.
Das erste Goldabkommen wurde 1999 geschlossen und sah Verkäufe von maximal 2000 Tonnen vor. Hintergrund waren damals unkoordinierte Goldverkäufe einiger Notenbanken und die daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf den Goldpreis. Das zweite Goldabkommen folgte dann 2004.
Die EZB, die nationalen Notenbanken der Eurozone sowie der Schweiz und von Schweden hatten 2004 in einem Goldabkommen festgelegt, über einen Zeitraum von fünf Jahren jedes Jahr zusammen nur maximal 500 Tonnen Gold zu verkaufen. Bis Ende September 2009 dürfen demnach insgesamt 2.500 Tonnen Gold verkauft werden.
Das erste Goldabkommen wurde 1999 geschlossen und sah Verkäufe von maximal 2000 Tonnen vor. Hintergrund waren damals unkoordinierte Goldverkäufe einiger Notenbanken und die daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf den Goldpreis. Das zweite Goldabkommen folgte dann 2004.
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Finanzmärkte - Vor der Rückkehr zum Gold-Standard?
Nicht nur die neuerlichen Einbrüche an den Aktienbörsen zeigen: Das internationale Finanzsystem gerät immer mehr in den Treibsand des Misstrauens. Entsprechend groß sind die Erwartungen aller Akteure an das Treffen der 20 wichtigsten Industriestaaten.
Neben vielen anderen Problemen geht es darum, das Vertrauen in die Währungen der Welt wiederherzustellen. Denn auf den Devisenmärkten ist der Teufel los. Und das gilt nicht nur für die Währungen junger Industrienationen wie etwa dem polnischen Zloty, dessen Wert sich binnen weniger Monate halbiert hat. Auch bei den großen drei Weltdevisen Dollar, Yen und Euro sind schwere Verwerfungen zu beobachten. In der einen Woche stürzt der Wert des Greenbacks gegenüber dem Euro im historischen Ausmaß, in der nächsten kommt es zu gewaltigen Gegenbewegungen.
Neben vielen anderen Problemen geht es darum, das Vertrauen in die Währungen der Welt wiederherzustellen. Denn auf den Devisenmärkten ist der Teufel los. Und das gilt nicht nur für die Währungen junger Industrienationen wie etwa dem polnischen Zloty, dessen Wert sich binnen weniger Monate halbiert hat. Auch bei den großen drei Weltdevisen Dollar, Yen und Euro sind schwere Verwerfungen zu beobachten. In der einen Woche stürzt der Wert des Greenbacks gegenüber dem Euro im historischen Ausmaß, in der nächsten kommt es zu gewaltigen Gegenbewegungen.
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03.04.09
Fabian - Warum überall Geld fehlt - Gib mir die Welt + 5%
Warum überall Geld fehlt "Gib mir die Welt plus 5 Prozent". Die Geschichte vom Goldschmied Fabian 50 aufschlussreiche Minuten über den grundlegenden Fehler in unserem Geldsystem und das grundlegende Geheimnis des Banken- und Geldwesens. Wir möchten den Inhalt des Films insgesamt einer Million Menschen im deutschsprachigen Raum zugänglich machen und mit dieser Aktion eine positive Wende im Geldwesen einleiten. Wir danken Ihnen, wenn Sie dieses wichtige Projekt unterstützen - entweder durch eine Spende in freiwilliger Höhe oder durch die Verteilung der DVD an Freunde und Bekannte. Inhalt:
* Was ist Geld?
* Wie entstanden Banknoten, Schecks usw.
* Der grundlegende Fehler im System
* Warum überall Geld fehlt
* Warum die Bürokratie immer weiter ausufert
* Warum die Belastungen für die Bürger laufend anwachsen
* Warum es zu Kriegen kommt
* Warum das Bargeld schrittweise abgeschafft wird
* Die Ursache der Globalisierung
* Das unentdeckte Geheimnis des Banken- und Geldwesens«
* Was ist Geld?
* Wie entstanden Banknoten, Schecks usw.
* Der grundlegende Fehler im System
* Warum überall Geld fehlt
* Warum die Bürokratie immer weiter ausufert
* Warum die Belastungen für die Bürger laufend anwachsen
* Warum es zu Kriegen kommt
* Warum das Bargeld schrittweise abgeschafft wird
* Die Ursache der Globalisierung
* Das unentdeckte Geheimnis des Banken- und Geldwesens«
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Geldinformationen - Das Zentralbanken-System
Die Menschen werden so sehr im Ungewissen gehalten, dass sie gar nicht ueberblicken und sich bewusst werden, wo die Ursache fuer ihr Unbehagen liegt und wodurch das Gefuehl der inneren Leere entsteht. Alle Menschen könnten halbtags arbeiten und in Wohlstand leben, wenn sie nicht von Wenigen so sehr ausgebeutet werden würden.
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Geldsystem - Finanzsystem - Die FED
Im Jahre 1913 erteilte die damalige Regierung der USA einer Gruppe von Notenbanken, die wohlgemerkt bis heute einer Gruppe von privaten Bankiers gehört, das alleinige Recht Banknoten auf billigem Papier zu drucken. Diese Banknoten erhielten die Bezeichnung "Dollar". Die USA leihen also bis heute die Dollar-Noten von dieser Bank um damit ihre laufenden Kosten für Regierung, Militär und sonstigen Staatsausgaben zu begleichen. Sie bezahlt quasi für eine Währung die nicht ihr gehört und zwar mit erheblichen Zinsen. Die Idee dazu stammte übrigens zum Teil von dem Hamburger Bankier und "Zögling" der Rothschild Gruppe Paul Moritz Warburg. Es wird behauptet das auch die Rothschilds es waren die Warburg nach Amerika "entsandten" um dort endlich eine private Zentralbank zu erschaffen. 1910 erhielt Warburg als deutscher Jude die amerikanische Staatsbürgerschaft und es wurde ihm später auch der oberste Vorsitz der FED angeboten. Außerdem wurde er Mitglied des Council on Foreign Relations (CFR), bis heute eine illustre Ansammlung von Persönlichkeiten aus den allerhöchsten Kreisen von Wirtschaft und Politik. Selbst G.W. Bush war dort 1977 Direktor.
Schließlich und endlich hat hier eine Regierung, oder wer auch immer einen ganzen Staat, ein ganzes Volk bewußt einer Gruppe von privaten Bankiers ausgeliefert, eine ganze Nation praktisch unter ihre finanzielle Kontrolle gestellt. Jetzt mal zur Frage wer die FED-Mitglieder überhaupt sind. Aktionäre der FED waren und sind unter anderem die Rothschild Banken aus London und Paris, die Lazard Brothers Bank aus Paris, die Israel Moses Seif Bank aus Italien, die Warburg Bank aus Amsterdam und Hamburg, die Lehmann Bank New York, die Khun Loeb Bank New York, die Rockefellers Chase Manhattan Bank New York, sowie die Goldman Sachs Bank New York. Man nennt diese spezielle Ansammlung von Geld und Macht bezeichnender Weise auch heute noch "die unsichtbare Regierung". Sie gliedert sich in zwölf, über die gesamten USA verstreute sogenannte Federal Reserve Banken.
Man kann eigentlich nur mutmaßen was die damals verantwortlichen Kongreßmitglieder der USA und den damaligen Präsident Woodrow Wilson dazu gebracht haben mag diesem Irrsinn zuzustimmen. Aber dazu sollte man sich die Enstehungsgeschichte der FED vielleicht mal etwas genauer ansehen.
Tatsächlich ist es wohl so das mit Menschen wie Paul M.Warburg, Jacob Schiff, dem späteren Direktor der "Khun Loeb & Co. Bank" und J.Piermont Morgan, einem in Deutschland und England ausgebildeten Amerikaner und außerdem bevorzugten Geschäftspartner der Familie Rothschild, Männer am Werke waren die es hervorragend verstanden im Vorfeld Panik auf dem Finanz-und Devisenmarkt der USA zu verbreiten. Man könnte es durchaus auch als versteckte Drohung sehen als Jacob Schiff 1907 vor der Handelskammer von New York sagte "Wenn wir keine Zentralbank mit einer ausreichenden Kontrolle über die Kreditbeschaffung bekommen, dann wird dieses Land die schärfste und tiefgreifendste Geldpanik seiner Geschichte erleben."
Das es kurz darauf zu einer Währungskrise mit dem daraus resultierenden Ruin von tausenden Kleinanlegern kam könnte man durchaus als "Demonstration der Macht" gewisser, international operierender Bankiers bezeichnen.
Zumindest hatte diese Krise ihre Wirkung nicht verfehlt. Denn was dann folgte ist offiziell auch als die "Aldrich-Gesetzesvorlage" bekannt und brachte den USA am Ende das Federal Reserve System (FED). Da stellt sich zunächst mal die Frage wie ist diese Vorlage entstanden? Senator Nelson Aldrich, bekannt als Regierungsagent J.P. Morgans (die JPMorgan Chase & Co. ist bis heute die zweitgrößte Bank der USA und die neuntgrößte der Welt) war ein tatkräftiger "Helfer" Paul Moritz Warburgs und wurde nach der oben erwähnten Währungskrise vom, verständlicherweise etwas panisch gewordenen US-Senat zum Leiter der Währungskommission ernannt. Aldrich's Tochter Abby übrigens war, aber das nur am Rande bemerkt, mit John D. Rockefeller jr. verheiratet.
Senator Aldrich selbst soll diese Gesetzesvorlage nun aber gar nicht verfaßt haben (was auch schwer vorstellbar wäre), sondern nur als offizieller Namensgeber gedient haben. Klingt ja eigentlich auch glaubwürdiger und seriöser wenn ein Senator des eigenen Landes sowas publik macht. Noch dazu wo er ja direkt vom Senat dazu beauftragt wurde. Die wahren "Helden" dieses Gesetzes sind aber ganz andere. Bereits kurz vor Ende 1910 traf sich eine "ehrwürdige" und sehr
mächtige Gruppe von Männern auf einer Insel mit dem Namen "Jekyll Island" im Bundesstaat Georgia. Man traf sich dort im Haus von J.P.Morgan und die Teilnehmerliste liest sich wie das Ultimative Who is Who der Finanzwelt.
Schließlich und endlich hat hier eine Regierung, oder wer auch immer einen ganzen Staat, ein ganzes Volk bewußt einer Gruppe von privaten Bankiers ausgeliefert, eine ganze Nation praktisch unter ihre finanzielle Kontrolle gestellt. Jetzt mal zur Frage wer die FED-Mitglieder überhaupt sind. Aktionäre der FED waren und sind unter anderem die Rothschild Banken aus London und Paris, die Lazard Brothers Bank aus Paris, die Israel Moses Seif Bank aus Italien, die Warburg Bank aus Amsterdam und Hamburg, die Lehmann Bank New York, die Khun Loeb Bank New York, die Rockefellers Chase Manhattan Bank New York, sowie die Goldman Sachs Bank New York. Man nennt diese spezielle Ansammlung von Geld und Macht bezeichnender Weise auch heute noch "die unsichtbare Regierung". Sie gliedert sich in zwölf, über die gesamten USA verstreute sogenannte Federal Reserve Banken.
Man kann eigentlich nur mutmaßen was die damals verantwortlichen Kongreßmitglieder der USA und den damaligen Präsident Woodrow Wilson dazu gebracht haben mag diesem Irrsinn zuzustimmen. Aber dazu sollte man sich die Enstehungsgeschichte der FED vielleicht mal etwas genauer ansehen.
Tatsächlich ist es wohl so das mit Menschen wie Paul M.Warburg, Jacob Schiff, dem späteren Direktor der "Khun Loeb & Co. Bank" und J.Piermont Morgan, einem in Deutschland und England ausgebildeten Amerikaner und außerdem bevorzugten Geschäftspartner der Familie Rothschild, Männer am Werke waren die es hervorragend verstanden im Vorfeld Panik auf dem Finanz-und Devisenmarkt der USA zu verbreiten. Man könnte es durchaus auch als versteckte Drohung sehen als Jacob Schiff 1907 vor der Handelskammer von New York sagte "Wenn wir keine Zentralbank mit einer ausreichenden Kontrolle über die Kreditbeschaffung bekommen, dann wird dieses Land die schärfste und tiefgreifendste Geldpanik seiner Geschichte erleben."
Das es kurz darauf zu einer Währungskrise mit dem daraus resultierenden Ruin von tausenden Kleinanlegern kam könnte man durchaus als "Demonstration der Macht" gewisser, international operierender Bankiers bezeichnen.
Zumindest hatte diese Krise ihre Wirkung nicht verfehlt. Denn was dann folgte ist offiziell auch als die "Aldrich-Gesetzesvorlage" bekannt und brachte den USA am Ende das Federal Reserve System (FED). Da stellt sich zunächst mal die Frage wie ist diese Vorlage entstanden? Senator Nelson Aldrich, bekannt als Regierungsagent J.P. Morgans (die JPMorgan Chase & Co. ist bis heute die zweitgrößte Bank der USA und die neuntgrößte der Welt) war ein tatkräftiger "Helfer" Paul Moritz Warburgs und wurde nach der oben erwähnten Währungskrise vom, verständlicherweise etwas panisch gewordenen US-Senat zum Leiter der Währungskommission ernannt. Aldrich's Tochter Abby übrigens war, aber das nur am Rande bemerkt, mit John D. Rockefeller jr. verheiratet.
Senator Aldrich selbst soll diese Gesetzesvorlage nun aber gar nicht verfaßt haben (was auch schwer vorstellbar wäre), sondern nur als offizieller Namensgeber gedient haben. Klingt ja eigentlich auch glaubwürdiger und seriöser wenn ein Senator des eigenen Landes sowas publik macht. Noch dazu wo er ja direkt vom Senat dazu beauftragt wurde. Die wahren "Helden" dieses Gesetzes sind aber ganz andere. Bereits kurz vor Ende 1910 traf sich eine "ehrwürdige" und sehr
mächtige Gruppe von Männern auf einer Insel mit dem Namen "Jekyll Island" im Bundesstaat Georgia. Man traf sich dort im Haus von J.P.Morgan und die Teilnehmerliste liest sich wie das Ultimative Who is Who der Finanzwelt.
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Die wahren Ursachen der Finanzkrise die verschwiegen werden
Heiner Flassbeck, Chefökonom der UNCTAD, hatte die Krise vorhergesagt. Die Ursachen werden von den meisten Politikern und Unternehmensverbänden ignoriert. PLUSMINUS (ARD) stellt die volkswirtschaftlichen Ursachen der Finanzkrise anschaulich und leicht verständlich dar. Letztendlich werden wieder die Normal- und Geringverdiener die Krise bezahlen müssen.
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Geld, Gier und Grössenwahn - Die Schweiz im Sog der Finanzkrise
Geld, Gier und Groessenwahn - Die Schweiz im Sog der Finanzkrise
Mit dem Platzen der Immobilienblase in den USA beginnt die weltweite Finanzkrise: Am 15. September 2008 erstickt in New York die renommierte Investmentbank Lehman Brothers an ihren faulen Hypotheken - ein Donnerschlag für die Banker. Aus Angst davor, wen es als Nächsten trifft, leihen die Banken einander kein Geld mehr. Von den USA bis nach Island und Deutschland bleibt den Regierungen nichts anderes übrig, als Milliarden in ihre Banken zu pumpen, um die Wirtschaft vor dem Kollaps zu retten.
Mit dem Untergang von Lehman Brothers erreicht die Krise auch die Schweizer Kleinanleger. Der 83-jährige Johann Thomann verliert sein Erspartes für das Altersheim: 80.000 Franken hat er auf Empfehlung seines Bankberaters in angeblich todsichere strukturierte Produkte von Lehman investiert. In der Krise zeigt sich, dass Kleinanleger die immer komplexeren Finanzprodukte nicht verstehen, ihre Kundenberater sie aber aggressiv verkaufen, weil sie gut daran verdienen. Anfang Oktober 2008, als die Nachbarstaaten ihre Banken retten, preist sich die Schweizer Großbank UBS als sicher, und auch der Schweizer Bundespräsident sieht keinen Grund zu pumpen, wenn es nicht nötig ist.
Die Nachricht des 68 Milliarden schweren Rettungspakets, das die Schweizerische Nationalbank und der Bund der bankrotten UBS schnüren, trifft das Land darum völlig unerwartet. Während im Börsenraum der Bank Vontobel die Händler den Tag nur überleben wollen, protestieren Bürger auf der Straße gegen die Lohnexzesse. Was ist aus dieser Krise zu lernen? Das Fazit von Oswald Grübel, der 35 Jahre lang im Finanzgeschäft tätig war, ist vernichtend: Es gibt jedes Mal eine neue Generation, die etwas tut, das sie vielleicht nicht tun sollte. Karin Bauer zeichnet im Gespräch mit Investmentbankern, Politikern und Kleinanlegern die Chronik des Absturzes nach.
Mit dem Platzen der Immobilienblase in den USA beginnt die weltweite Finanzkrise: Am 15. September 2008 erstickt in New York die renommierte Investmentbank Lehman Brothers an ihren faulen Hypotheken - ein Donnerschlag für die Banker. Aus Angst davor, wen es als Nächsten trifft, leihen die Banken einander kein Geld mehr. Von den USA bis nach Island und Deutschland bleibt den Regierungen nichts anderes übrig, als Milliarden in ihre Banken zu pumpen, um die Wirtschaft vor dem Kollaps zu retten.
Mit dem Untergang von Lehman Brothers erreicht die Krise auch die Schweizer Kleinanleger. Der 83-jährige Johann Thomann verliert sein Erspartes für das Altersheim: 80.000 Franken hat er auf Empfehlung seines Bankberaters in angeblich todsichere strukturierte Produkte von Lehman investiert. In der Krise zeigt sich, dass Kleinanleger die immer komplexeren Finanzprodukte nicht verstehen, ihre Kundenberater sie aber aggressiv verkaufen, weil sie gut daran verdienen. Anfang Oktober 2008, als die Nachbarstaaten ihre Banken retten, preist sich die Schweizer Großbank UBS als sicher, und auch der Schweizer Bundespräsident sieht keinen Grund zu pumpen, wenn es nicht nötig ist.
Die Nachricht des 68 Milliarden schweren Rettungspakets, das die Schweizerische Nationalbank und der Bund der bankrotten UBS schnüren, trifft das Land darum völlig unerwartet. Während im Börsenraum der Bank Vontobel die Händler den Tag nur überleben wollen, protestieren Bürger auf der Straße gegen die Lohnexzesse. Was ist aus dieser Krise zu lernen? Das Fazit von Oswald Grübel, der 35 Jahre lang im Finanzgeschäft tätig war, ist vernichtend: Es gibt jedes Mal eine neue Generation, die etwas tut, das sie vielleicht nicht tun sollte. Karin Bauer zeichnet im Gespräch mit Investmentbankern, Politikern und Kleinanlegern die Chronik des Absturzes nach.
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Earl Pitts Finanzseminar - Umgang mit Geld
Schuldenfrei, reich und glücklich - wer wäre das nicht gerne? In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit und einer schlechten Wirtschaftslage erscheint der Weg zur finanziellen und der damit verbundenen persönlichen Freiheit lang und mühsam. Fast jeder stößt dabei an seine Grenzen, doch das geht auch anders. Der 7-teilige Kleingruppenkurs "Schritte in die persönliche Freiheit" bietet Hilfen.
Wohlstand, Reichtum und Geld
Der Einfluss des Geldes
Gottes Königsreich contra Weltsystem
Leben im Überfluss
Berufen für das Reich Gottes
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Der Einfluss des Geldes
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Goldvorräte der ETFs bleiben auf Rekordniveau
Obwohl die Käufe nicht mehr so stark ausfallen wie Anfang des Jahres und Ende 2008: Die Goldvorräte der ETFs (Exchange Traded Fund) dieser Welt bleiben auf Rekordniveau. Während der Goldpreis zwischen den Marken von 900 und 950 Dollar pro Unze pendelt.
Was diese Entwicklung zeigt, ist, dass viele Anleger Gold immer noch als Schutz vor der Schwäche der papiernen Anlageklassen sehen. Was wiederum bedeuten könnte: Solange die Goldvorräte der ETFs auf diesem hohen Niveau verweilen, sind die Abwärtsrisiken des Goldpreises wohl eher begrenzt.
So lagen beispielsweise die Goldvorräte des weltweit größten Gold-ETF, des SPDR Gold Trust, in den vergangenen zwei Tagen auf Rekordlevel bei knapp über 1.127 Tonnen. Und da die Aktienmärkte weltweit immer noch stark unter Druck stehen und teilweise heftigst schwanken, könnte es gut sein, dass auch die kommenden Tage und Wochen weitere Rekordmeldungen von Seiten der ETFs bringen.
Zumal es nicht so aussieht, als würde die Weltwirtschaft in naher Zukunft wieder in ruhigeres Fahrwasser zurückkommen.
Was diese Entwicklung zeigt, ist, dass viele Anleger Gold immer noch als Schutz vor der Schwäche der papiernen Anlageklassen sehen. Was wiederum bedeuten könnte: Solange die Goldvorräte der ETFs auf diesem hohen Niveau verweilen, sind die Abwärtsrisiken des Goldpreises wohl eher begrenzt.
So lagen beispielsweise die Goldvorräte des weltweit größten Gold-ETF, des SPDR Gold Trust, in den vergangenen zwei Tagen auf Rekordlevel bei knapp über 1.127 Tonnen. Und da die Aktienmärkte weltweit immer noch stark unter Druck stehen und teilweise heftigst schwanken, könnte es gut sein, dass auch die kommenden Tage und Wochen weitere Rekordmeldungen von Seiten der ETFs bringen.
Zumal es nicht so aussieht, als würde die Weltwirtschaft in naher Zukunft wieder in ruhigeres Fahrwasser zurückkommen.
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G20-Gipfel: Streit um Dollar als Leitwährung
Nach China stellt auch Russland den US-Dollar als globale Leitwährung vor dem Weltwirtschaftsgipfel (G20) in Frage. Nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag in Berlin forderte der russische Präsident Dmitri Medwedew (Bild) angesichts der schwer angeschlagenen Wirtschaftsmacht USA eine Generalüberholung des globalen Währungssystems.
Vor dem Gipfel nutzt US-Präsident Barrack Obama, der am in London erwartet wurde, auf seiner ersten Europareise die Gelegenheit, Medwedew zu treffen und das zuletzt eisige Verhältnis zwischen Washington und Moskau zu entspannen. Obama wird an diesem Mittwoch bei mehreren bilateralen Treffen auch mit dem Präsidenten Chinas, Hu Jintao, sprechen.
Merkel will Überwachung der Finanzbranche
Merkel will auf dem am Mittwochabend beginnenden Gipfel der 20 stärksten Wirtschaftsnationen durchsetzen, dass die Finanzbranche - Auslöser der schweren Weltwirtschaftskrise - konsequent und nachprüfbar überwacht wird. In London droht zudem Streit im Kampf gegen Steuerparadiese. Vor allem die Europäer dringen darauf, Schlupflöcher zu schliessen und das notfalls mit Strafmassnahmen durchzusetzen.
Der russische Präsident verlangte ein anderes System der Reservewährungen. Der G20-Gipfel gebe aber nicht das "endgültige Rezept", sondern sei der Start für eine neue Finanzmarktarchitektur. Auch China, das weltweit die meisten Staatsanleihen der USA hält, hatte vorgeschlagen, die seit dem Zweiten Weltkrieg unangefochtene Position des US-Dollars zu überdenken.
Merkel sagte, dass die Welt in der "dramatischen Krise" an einem "Scheideweg" stehe. "Wir wollen nicht ein paar Sprüche machen, um dann nach Hause zu fahren - und nichts hat sich geändert." Sie geht ungeachtet aller noch bestehenden Streitpunkte optimistisch in die Serie von Gipfeltreffen in dieser Woche: auf den G20- folgt der NATO-Gipfel am Freitag und Samstag in Strassburg sowie Baden-Baden und Kehl. Zum Finale trifft Obama, der von seiner Frau Michelle begleitet wird, die Spitzen der Europäischen Union am Sonntag in Prag.
Gipfel soll Weg aus der Krise weisen
Der zweite G20-Gipfel - nach dem ersten Treffen im November in Washington - will Massnahmen auf den Weg bringen, die künftig die beispiellose Krise des Weltfinanzsystems seit dem Zweiten Weltkrieg verhindern sollen. Ziele sind strengere Aufsichtsregeln für das Finanzsystem, eine Stabilisierung der abgeschmierten Weltwirtschaft und Hilfen für die besonders vom Konjunktureinbruch getroffenen armen Staaten.
Finanzminister Peer Steinbrück(SPD) forderte in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa am Dienstag in Berlin eine umfassende Regulierung auch von Hedgefonds sowie Rating-Agenturen. Streit um neue Konjunkturprogramme erwartet die Bundesregierung nicht mehr. Im Kampf gegen Steueroasen will Steinbrück nicht locker lassen.
Nach Angaben britischer Medien haben sich insgesamt zehn Steueroasen dazu verpflichtet, künftig Informationen über mögliche Steuerflüchtlinge herauszugeben. Demnach wollen die Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg, Monaco, Österreich, Andorra, Hongkong, Macao, Belgien und Singapur künftig auf Nachfrage - aber nicht automatisch - Informationen an andere Länder weitergeben.
Junker greift USA im Streit um Steueroasen an
Luxemburgs Premier- und Finanzminister Jean-Claude Juncker griff die USA im Streit um Steueroasen an. "Falls es eine Liste geben sollte, müsste Amerika einen Platz haben", sagte der Vorsitzende der Euro-Finanzminister.
Scharfe Töne kamen auch aus Paris. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy drohte dem G20-Gipfel mit einem Eklat. "Wenn kein Fortschritt in London erzielt wird, wird es einen leeren Stuhl geben. Dann stehe ich auf und gehe", hatte der Staatschef nach einem Bericht der französischen Zeitung "Le Figaro" (Dienstag) bereits vor zwei Wochen gesagt. Sarkozy will eine neue globale Kontrollinstanz für Finanzinstitute. Dies lehnen andere Länder ab.
Medwedew sieht die Welt vor dem Londoner Weltfinanzgipfel in einem "dramatischen Augenblick". Die anstehenden Entscheidungen müssten sich darauf konzentrieren, "wie wir unsere Wirtschaften aus der prekären Lage führen können, in die sie geraten sind", sagte Medwedew. "Unsere Aufgabe ist, dass eine solche Krise künftig verhindert wird." Merkel und Medwedew warnten eindringlich vor protektionistischen Massnahmen, um die heimische Wirtschaft zu schützen.
Weitere Treffen erwartet
Merkel und Medwedew gingen davon aus, dass es weitere Gipfeltreffen geben werde. Die Kanzlerin sprach von einem "Erfüllungsgipfel", um zu überprüfen, ob die Vereinbarungen eingehalten werden. Medwedew sieht erst nach einer Serie weiterer Treffen eine neue globale Finanzarchitektur entstehen.
Auch aus Sicht des Weissen Hauses hat sich seit dem ersten G20-Gipfel die Lage "deutlich verschlimmert". Der G20-Gipfel müsse deshalb neue Weichen für international abgestimmte Massnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft und neue Regulierungen für die Finanzmärkte stellen, sagte der Wirtschaftsberater Mike Froman in London.
Vor dem Gipfel nutzt US-Präsident Barrack Obama, der am in London erwartet wurde, auf seiner ersten Europareise die Gelegenheit, Medwedew zu treffen und das zuletzt eisige Verhältnis zwischen Washington und Moskau zu entspannen. Obama wird an diesem Mittwoch bei mehreren bilateralen Treffen auch mit dem Präsidenten Chinas, Hu Jintao, sprechen.
Merkel will Überwachung der Finanzbranche
Merkel will auf dem am Mittwochabend beginnenden Gipfel der 20 stärksten Wirtschaftsnationen durchsetzen, dass die Finanzbranche - Auslöser der schweren Weltwirtschaftskrise - konsequent und nachprüfbar überwacht wird. In London droht zudem Streit im Kampf gegen Steuerparadiese. Vor allem die Europäer dringen darauf, Schlupflöcher zu schliessen und das notfalls mit Strafmassnahmen durchzusetzen.
Der russische Präsident verlangte ein anderes System der Reservewährungen. Der G20-Gipfel gebe aber nicht das "endgültige Rezept", sondern sei der Start für eine neue Finanzmarktarchitektur. Auch China, das weltweit die meisten Staatsanleihen der USA hält, hatte vorgeschlagen, die seit dem Zweiten Weltkrieg unangefochtene Position des US-Dollars zu überdenken.
Merkel sagte, dass die Welt in der "dramatischen Krise" an einem "Scheideweg" stehe. "Wir wollen nicht ein paar Sprüche machen, um dann nach Hause zu fahren - und nichts hat sich geändert." Sie geht ungeachtet aller noch bestehenden Streitpunkte optimistisch in die Serie von Gipfeltreffen in dieser Woche: auf den G20- folgt der NATO-Gipfel am Freitag und Samstag in Strassburg sowie Baden-Baden und Kehl. Zum Finale trifft Obama, der von seiner Frau Michelle begleitet wird, die Spitzen der Europäischen Union am Sonntag in Prag.
Gipfel soll Weg aus der Krise weisen
Der zweite G20-Gipfel - nach dem ersten Treffen im November in Washington - will Massnahmen auf den Weg bringen, die künftig die beispiellose Krise des Weltfinanzsystems seit dem Zweiten Weltkrieg verhindern sollen. Ziele sind strengere Aufsichtsregeln für das Finanzsystem, eine Stabilisierung der abgeschmierten Weltwirtschaft und Hilfen für die besonders vom Konjunktureinbruch getroffenen armen Staaten.
Finanzminister Peer Steinbrück(SPD) forderte in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa am Dienstag in Berlin eine umfassende Regulierung auch von Hedgefonds sowie Rating-Agenturen. Streit um neue Konjunkturprogramme erwartet die Bundesregierung nicht mehr. Im Kampf gegen Steueroasen will Steinbrück nicht locker lassen.
Nach Angaben britischer Medien haben sich insgesamt zehn Steueroasen dazu verpflichtet, künftig Informationen über mögliche Steuerflüchtlinge herauszugeben. Demnach wollen die Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg, Monaco, Österreich, Andorra, Hongkong, Macao, Belgien und Singapur künftig auf Nachfrage - aber nicht automatisch - Informationen an andere Länder weitergeben.
Junker greift USA im Streit um Steueroasen an
Luxemburgs Premier- und Finanzminister Jean-Claude Juncker griff die USA im Streit um Steueroasen an. "Falls es eine Liste geben sollte, müsste Amerika einen Platz haben", sagte der Vorsitzende der Euro-Finanzminister.
Scharfe Töne kamen auch aus Paris. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy drohte dem G20-Gipfel mit einem Eklat. "Wenn kein Fortschritt in London erzielt wird, wird es einen leeren Stuhl geben. Dann stehe ich auf und gehe", hatte der Staatschef nach einem Bericht der französischen Zeitung "Le Figaro" (Dienstag) bereits vor zwei Wochen gesagt. Sarkozy will eine neue globale Kontrollinstanz für Finanzinstitute. Dies lehnen andere Länder ab.
Medwedew sieht die Welt vor dem Londoner Weltfinanzgipfel in einem "dramatischen Augenblick". Die anstehenden Entscheidungen müssten sich darauf konzentrieren, "wie wir unsere Wirtschaften aus der prekären Lage führen können, in die sie geraten sind", sagte Medwedew. "Unsere Aufgabe ist, dass eine solche Krise künftig verhindert wird." Merkel und Medwedew warnten eindringlich vor protektionistischen Massnahmen, um die heimische Wirtschaft zu schützen.
Weitere Treffen erwartet
Merkel und Medwedew gingen davon aus, dass es weitere Gipfeltreffen geben werde. Die Kanzlerin sprach von einem "Erfüllungsgipfel", um zu überprüfen, ob die Vereinbarungen eingehalten werden. Medwedew sieht erst nach einer Serie weiterer Treffen eine neue globale Finanzarchitektur entstehen.
Auch aus Sicht des Weissen Hauses hat sich seit dem ersten G20-Gipfel die Lage "deutlich verschlimmert". Der G20-Gipfel müsse deshalb neue Weichen für international abgestimmte Massnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft und neue Regulierungen für die Finanzmärkte stellen, sagte der Wirtschaftsberater Mike Froman in London.
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Öffentliche Haushalte machen Rekordschulden
Auf den kräftigen Überschuss folgt das große Loch: Die öffentlichen Haushalte haben im Jahr 2008 wieder Verluste eingefahren. Hauptverantwortlich dafür ist der Bund - sein Minus stieg um zwei Milliarden Euro.
Wiesbaden - Die öffentlichen Haushalte haben im vergangenen Jahr ein Defizit von 2,7 Milliarden Euro verbucht. Im Jahr zuvor hatte es noch ein Plus von 11,2 Milliarden Euro gegeben. Der Schuldenstand der öffentlichen Hand stieg damit auf den Rekordwert von mehr als 1,5 Billionen Euro, teilte das Bundesamt für Statistik unter Berufung auf vorläufige Zahlen mit.
Der Bund trug am meisten zur Finanzierungslücke des vergangenen Jahres bei. Er verbuchte ein Minus von 17,6 Milliarden Euro, zwei Milliarden Euro mehr als im Jahr 2007. Länder, Kommunen und Sozialversicherung blieben dagegen auch 2008 im Plus, auch wenn sie gegenüber 2007 Einbußen hinnehmen mussten.
Der Finanzüberschuss der Länder verringerte sich um 8,1 Milliarden Euro auf eine Milliarde Euro. Die Gemeinden verbuchten ein Plus von 7,4 Milliarden Euro - 1,2 Milliarden Euro weniger als 2007. Die gesetzliche Sozialversicherung erreichte 2008 einen Überschuss von 6,5 Milliarden Euro. Er lag damit um 2,5 Milliarden unter dem Vorjahresbetrag.
Bund steigert, Länder und Gemeinden tilgen Schulden
Die öffentlichen Einnahmen stiegen im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2007 um 2,4 Prozent auf 1,05 Billionen Euro. Zugleich nahmen aber die Ausgaben von Bund und Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung um 3,7 Prozent auf 1,053 Billionen Euro zu.
Zu den Mehreinnahmen trugen vor allem Steuern bei. Insbesondere die Gemeinden verbuchten hier einen deutlichen Anstieg. Auf der Kostenseite gaben die öffentlichen Haushalte vor allem für Sachinvestitionen und Personalkosten mehr Geld aus als 2007.
Die Nettokreditaufnahme der öffentlichen Haushalte lag im Jahr 2008 mit 10,8 Milliarden Euro insgesamt um 1,9 Milliarden Euro über dem Ergebnis des Vorjahrs. Der Bund steigerte die Nettokreditaufnahme um 5,7 Milliarden Euro auf 19,7 Milliarden Euro, während die Länder und die Gemeinden und Gemeindeverbände erneut mehr Kreditmarktschulden tilgten, als sie neu aufnahmen.
Insgesamt erreichten die zur Finanzierung der Haushalte aufgenommenen Kreditmarktschulden zum 31. Dezember 2008 damit einen Rekordstand von 1,515 Billionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 15,5 Milliarden Euro weniger.
Am Dienstag hatte die OECD einen Sonderbericht zum G-20-Weltfinanzgipfel veröffentlicht, in dem sie Deutschland einen rasanten Anstieg der Staatsverschuldung prognostizierte. Das Staatsdefizit werde in diesem Jahr auf 4,5 Prozent und 2010 auf 6,8 Prozent klettern. Die Organisation empfahl daher, die Konjunkturmaßnahmen zeitlich zu befristen und den Staatshaushalt wieder in Ordnung zu bringen, sobald sich die Wirtschaft gefangen habe.
Wiesbaden - Die öffentlichen Haushalte haben im vergangenen Jahr ein Defizit von 2,7 Milliarden Euro verbucht. Im Jahr zuvor hatte es noch ein Plus von 11,2 Milliarden Euro gegeben. Der Schuldenstand der öffentlichen Hand stieg damit auf den Rekordwert von mehr als 1,5 Billionen Euro, teilte das Bundesamt für Statistik unter Berufung auf vorläufige Zahlen mit.
Der Bund trug am meisten zur Finanzierungslücke des vergangenen Jahres bei. Er verbuchte ein Minus von 17,6 Milliarden Euro, zwei Milliarden Euro mehr als im Jahr 2007. Länder, Kommunen und Sozialversicherung blieben dagegen auch 2008 im Plus, auch wenn sie gegenüber 2007 Einbußen hinnehmen mussten.
Der Finanzüberschuss der Länder verringerte sich um 8,1 Milliarden Euro auf eine Milliarde Euro. Die Gemeinden verbuchten ein Plus von 7,4 Milliarden Euro - 1,2 Milliarden Euro weniger als 2007. Die gesetzliche Sozialversicherung erreichte 2008 einen Überschuss von 6,5 Milliarden Euro. Er lag damit um 2,5 Milliarden unter dem Vorjahresbetrag.
Bund steigert, Länder und Gemeinden tilgen Schulden
Die öffentlichen Einnahmen stiegen im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2007 um 2,4 Prozent auf 1,05 Billionen Euro. Zugleich nahmen aber die Ausgaben von Bund und Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung um 3,7 Prozent auf 1,053 Billionen Euro zu.
Zu den Mehreinnahmen trugen vor allem Steuern bei. Insbesondere die Gemeinden verbuchten hier einen deutlichen Anstieg. Auf der Kostenseite gaben die öffentlichen Haushalte vor allem für Sachinvestitionen und Personalkosten mehr Geld aus als 2007.
Die Nettokreditaufnahme der öffentlichen Haushalte lag im Jahr 2008 mit 10,8 Milliarden Euro insgesamt um 1,9 Milliarden Euro über dem Ergebnis des Vorjahrs. Der Bund steigerte die Nettokreditaufnahme um 5,7 Milliarden Euro auf 19,7 Milliarden Euro, während die Länder und die Gemeinden und Gemeindeverbände erneut mehr Kreditmarktschulden tilgten, als sie neu aufnahmen.
Insgesamt erreichten die zur Finanzierung der Haushalte aufgenommenen Kreditmarktschulden zum 31. Dezember 2008 damit einen Rekordstand von 1,515 Billionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 15,5 Milliarden Euro weniger.
Am Dienstag hatte die OECD einen Sonderbericht zum G-20-Weltfinanzgipfel veröffentlicht, in dem sie Deutschland einen rasanten Anstieg der Staatsverschuldung prognostizierte. Das Staatsdefizit werde in diesem Jahr auf 4,5 Prozent und 2010 auf 6,8 Prozent klettern. Die Organisation empfahl daher, die Konjunkturmaßnahmen zeitlich zu befristen und den Staatshaushalt wieder in Ordnung zu bringen, sobald sich die Wirtschaft gefangen habe.
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Wirtschaftsnews
Gold bald über 2.000 Dollar
Kurz vor dem Weltfinanzgipfel fordern Russland und China eine neue Weltwährung mit Golddeckung. Den Goldpreis würde dies deutlich stärken. Rohstoffexperte Jim Rogers und der Finanzvorstand des Edelmetallproduzenten Agnico-Eagle David Garofalo nennen bereits Kursziele jenseits von 2.000 Dollar.
Im Vorfeld des Weltfinanzgipfels am 2. April in London werden Forderungen laut, den Goldstandard wieder einzuführen. Seit der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers im vergangenen Jahr haben sämtliche Währungen gegenüber Gold deutlich an Wert eingebüßt. So hat beispielsweise der Euro fast ein Viertel verloren, der Simbabwe-Dollar ist als Papiergeld praktisch wertlos geworden. Einige Marktteilnehmer befürchten ähnliche Verhältnisse in Anbetracht des wahllosen Geldruckens einiger Notenbanken bald auch weltweit. Vor allem Russland und China fordern deswegen, eine neue Weltwährung mit Goldkomponente zu schaffen. Dass Russland die Einbindung von Gold begrüßen würde, liegt auf der Hand. Der Kreml hat die Russische Notenbank angewiesen, den Goldanteil an den Reserven auf zehn Prozent aufzustocken.
Goldpreistreiber Inflation
Optimistisch zum Goldpreis hat sich zuletzt David Garofalo, Finanzvorstand des kanadischen Goldproduzenten Agnico-Eagle Mines, geäußert. In Anbetracht der sich abzeichnenden Inflationsgefahr wisse er nicht, was Gold daran hindern sollte, mittelfristig die 2.000-Dollar-Marke zu überspringen. Erst vor Kurzem wurde David Garofalo für seine umsichtige und vorausschauende Art, die Finanzen von Agnico-Eagle zu führen, von einem renommierten Komitee zum kanadischen Finanzvorstand des Jahres gekürt.
2.000 Dollar in Sicht
Ähnlich zuversichtlich präsentiert sich auch Jim Rogers. In einem Interview mit dem AKTIONÄR in Ausgabe 15/09 sagte der Rohstoffexperte: „Ich besitze Gold und bin sicher, dass der Preis in den nächsten 10 bis 20 Jahren auf 2.000 oder 3.000 Dollar steigen wird. Das alte Hoch – auf die aktuelle Inflation angepasst – wäre 2.000 Dollar. Ich glaube, dass wir innerhalb der nächsten zehn Jahre auf dieses Niveau kommen werden. Vielleicht sogar eher.“
Aufwärtstrend intakt
Charttechnisch befindet sich der Goldpreis nach wie vor im mittelfristigen Aufwärtstrendkanal. Dass der Goldpreis kurzfristig das Allzeithoch bei 1.032,70 Dollar überwinden kann, ist jedoch unwahrscheinlich, da die Impulse derzeit fehlen. Die momentane Seitwärtsbewegung ist jedoch der ideale Zeitpunkt, um seine Goldinvestments nach und nach aufzustocken.
Im Vorfeld des Weltfinanzgipfels am 2. April in London werden Forderungen laut, den Goldstandard wieder einzuführen. Seit der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers im vergangenen Jahr haben sämtliche Währungen gegenüber Gold deutlich an Wert eingebüßt. So hat beispielsweise der Euro fast ein Viertel verloren, der Simbabwe-Dollar ist als Papiergeld praktisch wertlos geworden. Einige Marktteilnehmer befürchten ähnliche Verhältnisse in Anbetracht des wahllosen Geldruckens einiger Notenbanken bald auch weltweit. Vor allem Russland und China fordern deswegen, eine neue Weltwährung mit Goldkomponente zu schaffen. Dass Russland die Einbindung von Gold begrüßen würde, liegt auf der Hand. Der Kreml hat die Russische Notenbank angewiesen, den Goldanteil an den Reserven auf zehn Prozent aufzustocken.
Goldpreistreiber Inflation
Optimistisch zum Goldpreis hat sich zuletzt David Garofalo, Finanzvorstand des kanadischen Goldproduzenten Agnico-Eagle Mines, geäußert. In Anbetracht der sich abzeichnenden Inflationsgefahr wisse er nicht, was Gold daran hindern sollte, mittelfristig die 2.000-Dollar-Marke zu überspringen. Erst vor Kurzem wurde David Garofalo für seine umsichtige und vorausschauende Art, die Finanzen von Agnico-Eagle zu führen, von einem renommierten Komitee zum kanadischen Finanzvorstand des Jahres gekürt.
2.000 Dollar in Sicht
Ähnlich zuversichtlich präsentiert sich auch Jim Rogers. In einem Interview mit dem AKTIONÄR in Ausgabe 15/09 sagte der Rohstoffexperte: „Ich besitze Gold und bin sicher, dass der Preis in den nächsten 10 bis 20 Jahren auf 2.000 oder 3.000 Dollar steigen wird. Das alte Hoch – auf die aktuelle Inflation angepasst – wäre 2.000 Dollar. Ich glaube, dass wir innerhalb der nächsten zehn Jahre auf dieses Niveau kommen werden. Vielleicht sogar eher.“
Aufwärtstrend intakt
Charttechnisch befindet sich der Goldpreis nach wie vor im mittelfristigen Aufwärtstrendkanal. Dass der Goldpreis kurzfristig das Allzeithoch bei 1.032,70 Dollar überwinden kann, ist jedoch unwahrscheinlich, da die Impulse derzeit fehlen. Die momentane Seitwärtsbewegung ist jedoch der ideale Zeitpunkt, um seine Goldinvestments nach und nach aufzustocken.
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Gold News
OECD warnt vor drastischem Wirtschaftseinbruch in Deutschland
Massiver Rückgang der Exporte, deutlich mehr Arbeitslose: Deutschland steht einer OECD-Studie zufolge vor einer schweren Rezession. Die Organisation hat ihre Konjunkturprognose stark gesenkt - und fordert weitere Wirtschaftsimpulse von der Bundesregierung.
Paris - Die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) erwartet in Deutschland eine tiefe Rezession. Die deutsche Wirtschaftsleistung werde in diesem Jahr um 5,3 Prozent einbrechen, prognostizierte die OECD in einem Sonderbericht zum G-20-Weltfinanzgipfel. Dem folge nur ein Miniwachstum von 0,2 Prozent im kommenden Jahr.
Die exportabhängige deutsche Wirtschaft leide besonders unter dem weltweiten Einbruch der Nachfrage, heißt es in dem Bericht. Die OECD senkte deshalb ihre Konjunkturprognose deutlich. Im November hatte sie lediglich einen Einbruch der Wirtschaftsleistung von 0,9 Prozent vorausgesagt.
Weitere Konjunkturmaßnahmen seien erforderlich, sagte OECD-Chefvolkswirt Klaus Schmidt-Hebbel. Diese sollten vor allem zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit dienen.
OECD erwartet über fünf Millionen Arbeitslose in Deutschland
Zuvor war bekannt geworden, dass die Arbeitslosenquote in Deutschland auch im März leicht angestiegen war - auf 8,6 Prozent. Damit sind 3,6 Millionen Menschen in Deutschland als arbeitslos registriert. BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte, der konjunkturelle Abschwung wirke sich "zunehmend auf den Arbeitsmarkt aus". Die drei wichtigsten Indikatoren des Arbeitsmarktes hätten sich negativ entwickelt. "Die Arbeitslosigkeit stieg, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm ab, und die Arbeitskräftenachfrage ging weiter zurück", sagte Weise.
Die OECD sieht darin einen Trend. "Die Arbeitslosigkeit wird 2009 wahrscheinlich drastisch und 2010 weiter anziehen", heißt es in ihrem Wirtschaftsausblick. "Unserer Prognose zufolge wird die Arbeitslosenquote auf 11,5 Prozent im Jahr 2010 steigen und damit die Marke von fünf Millionen Arbeitslosen übertreffen", sagte Schmidt-Hebbel.
Die deutsche Regierung hat im Kampf gegen den Abschwung bislang gut 80 Milliarden Euro investiert, etwa für Abgabensenkungen und die Abwrackprämie. Davon stehen Schmidt-Hebbel zufolge weniger als zehn Prozent für eine aktive Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung. Deutschland habe hier noch "Spielraum", sagte er. Denkbar sei etwa, die Jobvermittlung zu stärken und Problemgruppen gezielt zu fördern.
Die Staatsverschuldung in Deutschland wird laut OECD rasant steigen. Das Staatsdefizit werde in diesem Jahr auf 4,5 Prozent und 2010 auf 6,8 Prozent klettern. Die Organisation empfiehlt daher, die Konjunkturmaßnahmen zeitlich zu befristen und den Staatshaushalt wieder in Ordnung zu bringen, sobald sich die Wirtschaft gefangen habe.
OECD pessimistischer als Weltbank und IWF
Die weltweite Wirtschaftsleistung wird nach Einschätzung der OECD um 2,75 Prozent zurückgehen. "Die Weltwirtschaft ist mitten in der tiefsten und am stärksten synchronisierten Rezession, die wir je erlebt haben", sagte Schmidt-Hebbel. Damit ist die OECD deutlich pessimistischer als die Weltbank und der Internationale Währungsfonds, die mit einem Schrumpfen um bis zu zwei Prozent rechnen. Laut Weltbank könnte die globale Wirtschaft in diesem Jahr um 1,7 Prozent schrumpfen, der Welthandel um mehr als sechs Prozent einbrechen.
Die Rezession werde sich im Jahresverlauf verschärfen, bevor im kommenden Jahr eine Erholung schrittweise Fuß fasse, die durch die Konjunkturprogramme beflügelt werde, teilte die OECD weiter mit. Für 2010 sagen die OECD-Experten ein mageres Plus für die Weltwirtschaft von 1,25 Prozent voraus.
Die Arbeitslosigkeit werde in den OECD-Mitgliedstaaten in den kommenden Monaten kräftig steigen und ihren Höhepunkt erst 2010 oder Anfang 2011 erreichen. Allein in den sieben größten Industriestaaten (G7) seien Ende kommenden Jahres wohl 36 Millionen Menschen ohne Arbeitsplatz - etwa doppelt so viele wie Mitte 2007. Das unterstreiche, wie wichtig es sei, die Konjunkturprogramme durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zu ergänzen, um soweit wie möglich einen Anstieg der strukturellen Arbeitslosigkeit zu verhindern, sagte Schmidt-Hebbel.
Paris - Die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) erwartet in Deutschland eine tiefe Rezession. Die deutsche Wirtschaftsleistung werde in diesem Jahr um 5,3 Prozent einbrechen, prognostizierte die OECD in einem Sonderbericht zum G-20-Weltfinanzgipfel. Dem folge nur ein Miniwachstum von 0,2 Prozent im kommenden Jahr.
Die exportabhängige deutsche Wirtschaft leide besonders unter dem weltweiten Einbruch der Nachfrage, heißt es in dem Bericht. Die OECD senkte deshalb ihre Konjunkturprognose deutlich. Im November hatte sie lediglich einen Einbruch der Wirtschaftsleistung von 0,9 Prozent vorausgesagt.
Weitere Konjunkturmaßnahmen seien erforderlich, sagte OECD-Chefvolkswirt Klaus Schmidt-Hebbel. Diese sollten vor allem zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit dienen.
OECD erwartet über fünf Millionen Arbeitslose in Deutschland
Zuvor war bekannt geworden, dass die Arbeitslosenquote in Deutschland auch im März leicht angestiegen war - auf 8,6 Prozent. Damit sind 3,6 Millionen Menschen in Deutschland als arbeitslos registriert. BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte, der konjunkturelle Abschwung wirke sich "zunehmend auf den Arbeitsmarkt aus". Die drei wichtigsten Indikatoren des Arbeitsmarktes hätten sich negativ entwickelt. "Die Arbeitslosigkeit stieg, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm ab, und die Arbeitskräftenachfrage ging weiter zurück", sagte Weise.
Die OECD sieht darin einen Trend. "Die Arbeitslosigkeit wird 2009 wahrscheinlich drastisch und 2010 weiter anziehen", heißt es in ihrem Wirtschaftsausblick. "Unserer Prognose zufolge wird die Arbeitslosenquote auf 11,5 Prozent im Jahr 2010 steigen und damit die Marke von fünf Millionen Arbeitslosen übertreffen", sagte Schmidt-Hebbel.
Die deutsche Regierung hat im Kampf gegen den Abschwung bislang gut 80 Milliarden Euro investiert, etwa für Abgabensenkungen und die Abwrackprämie. Davon stehen Schmidt-Hebbel zufolge weniger als zehn Prozent für eine aktive Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung. Deutschland habe hier noch "Spielraum", sagte er. Denkbar sei etwa, die Jobvermittlung zu stärken und Problemgruppen gezielt zu fördern.
Die Staatsverschuldung in Deutschland wird laut OECD rasant steigen. Das Staatsdefizit werde in diesem Jahr auf 4,5 Prozent und 2010 auf 6,8 Prozent klettern. Die Organisation empfiehlt daher, die Konjunkturmaßnahmen zeitlich zu befristen und den Staatshaushalt wieder in Ordnung zu bringen, sobald sich die Wirtschaft gefangen habe.
OECD pessimistischer als Weltbank und IWF
Die weltweite Wirtschaftsleistung wird nach Einschätzung der OECD um 2,75 Prozent zurückgehen. "Die Weltwirtschaft ist mitten in der tiefsten und am stärksten synchronisierten Rezession, die wir je erlebt haben", sagte Schmidt-Hebbel. Damit ist die OECD deutlich pessimistischer als die Weltbank und der Internationale Währungsfonds, die mit einem Schrumpfen um bis zu zwei Prozent rechnen. Laut Weltbank könnte die globale Wirtschaft in diesem Jahr um 1,7 Prozent schrumpfen, der Welthandel um mehr als sechs Prozent einbrechen.
Die Rezession werde sich im Jahresverlauf verschärfen, bevor im kommenden Jahr eine Erholung schrittweise Fuß fasse, die durch die Konjunkturprogramme beflügelt werde, teilte die OECD weiter mit. Für 2010 sagen die OECD-Experten ein mageres Plus für die Weltwirtschaft von 1,25 Prozent voraus.
Die Arbeitslosigkeit werde in den OECD-Mitgliedstaaten in den kommenden Monaten kräftig steigen und ihren Höhepunkt erst 2010 oder Anfang 2011 erreichen. Allein in den sieben größten Industriestaaten (G7) seien Ende kommenden Jahres wohl 36 Millionen Menschen ohne Arbeitsplatz - etwa doppelt so viele wie Mitte 2007. Das unterstreiche, wie wichtig es sei, die Konjunkturprogramme durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zu ergänzen, um soweit wie möglich einen Anstieg der strukturellen Arbeitslosigkeit zu verhindern, sagte Schmidt-Hebbel.
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System - Fortis fährt 28 Milliarden Verlust ein
Der belgisch-niederländische Finanzkonzern muss den Rückzug aus dem Bankgeschäft teuer bezahlen: 2008 häufte das staatlich gerettete Unternehmen einen Rekordverlust an. Der Chef blickt trotzdem optimistisch in die Zukunft - und stellt wieder Ausschüttungen an die Aktionäre in Aussicht.
Der krisengeschüttelte Fortis-Konzern hat im abgelaufenen Jahr einen Verlust von 28 Mrd. Euro verbucht. Zurückzuführen sei dies auf Belastungen im Zuge der Abspaltung des Bankengeschäfts an den niederländischen und belgischen Staat, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.
Allein 27,4 Mrd. Euro habe das Minus aus nicht fortgesetzten Geschäften betragen - davon 20,8 Mrd. Euro bei der belgischen Bank-Sparte und 8,6 Mrd. Euro bei der niederländischen Bank-Sparte. Fortis hatte diesen Monat bereits mitgeteilt, keine Dividende zahlen zu können.
Der Fortis-Konzern wurde im Zuge der Finanzkrise von der belgischen, der niederländischen und der luxemburgischen Regierung aufgespalten, um ihn vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Der Staat hatte zuvor bereits 11,2 Mrd. Euro bereitgestellt.
Aus der staatlichen Rettung geht Fortis als Versicherungskonzern mit einem Prämienvolumen von 11,6 Mrd. Euro hervor. Noch unter Vorbehalt steht der Verkauf des belgischen Bankgeschäfts und eines 25-Prozent-Anteils der belgischen Versicherungssparte an den französischen Konkurrenten BNP Paribas. Die Aktionäre müssen den beiden Transaktionen auf der Hauptversammlung am 8. April zustimmen.
Sollten die Eigner die Pläne absegnen, würde sich das Aktienkapital auf 7,5 Mrd. Euro und die Barreserven auf 3,6 Mrd. Euro belaufen. Fortis-Vorstandschef Karel de Boeck äußerte sich optimistisch: "Wir werden nun unsere Optionen, wie wir das Kapital einsetzen, genau prüfen. Das kann organisches Wachstum sein, aber auch Akquisitionen beziehungsweise Ausschüttungen an die Aktionäre." An der Börse geht es für Fortis aufwärts: Die Aktie kletterte seit Jahresbeginn um 45 Prozent. Am Dienstag lag das Plus bei knapp fünf Prozent.
Der krisengeschüttelte Fortis-Konzern hat im abgelaufenen Jahr einen Verlust von 28 Mrd. Euro verbucht. Zurückzuführen sei dies auf Belastungen im Zuge der Abspaltung des Bankengeschäfts an den niederländischen und belgischen Staat, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.
Allein 27,4 Mrd. Euro habe das Minus aus nicht fortgesetzten Geschäften betragen - davon 20,8 Mrd. Euro bei der belgischen Bank-Sparte und 8,6 Mrd. Euro bei der niederländischen Bank-Sparte. Fortis hatte diesen Monat bereits mitgeteilt, keine Dividende zahlen zu können.
Der Fortis-Konzern wurde im Zuge der Finanzkrise von der belgischen, der niederländischen und der luxemburgischen Regierung aufgespalten, um ihn vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Der Staat hatte zuvor bereits 11,2 Mrd. Euro bereitgestellt.
Aus der staatlichen Rettung geht Fortis als Versicherungskonzern mit einem Prämienvolumen von 11,6 Mrd. Euro hervor. Noch unter Vorbehalt steht der Verkauf des belgischen Bankgeschäfts und eines 25-Prozent-Anteils der belgischen Versicherungssparte an den französischen Konkurrenten BNP Paribas. Die Aktionäre müssen den beiden Transaktionen auf der Hauptversammlung am 8. April zustimmen.
Sollten die Eigner die Pläne absegnen, würde sich das Aktienkapital auf 7,5 Mrd. Euro und die Barreserven auf 3,6 Mrd. Euro belaufen. Fortis-Vorstandschef Karel de Boeck äußerte sich optimistisch: "Wir werden nun unsere Optionen, wie wir das Kapital einsetzen, genau prüfen. Das kann organisches Wachstum sein, aber auch Akquisitionen beziehungsweise Ausschüttungen an die Aktionäre." An der Börse geht es für Fortis aufwärts: Die Aktie kletterte seit Jahresbeginn um 45 Prozent. Am Dienstag lag das Plus bei knapp fünf Prozent.
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China und Argentinien unterzeichnen Währungsswap in Milliardenhöhe
China und Argentinien haben einen Währungsswap über 70 Milliarden Yuan unterzeichnet. Ihr Ziel ist, die regionale Währung zu stabilisieren und finanzielle Risiken einzudämmen.
China hat am Sonntag einen Vertrag über einen 70 Milliarden Yuan (7,7 Milliarden Euro) hohen Währungsswap mit Argentinien unterzeichnet. Dies ist das größte Finanzgeschäft zwischen China und einem lateinamerikanischen Land und auch die sechste Vereinbarung über Währungsswaps zwischen China und anderen Ländern und Gebieten, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.
Das Geschäft wurde gemeinsam vom Präsidenten der Chinesischen Zentralbank, Zhou Xiaochuan, und dem Präsidenten der Argentinischen Zentralbank, Martin Redrado, im Rahmen der 50. Jahreskonferenz der Interamerikanischen Entwicklungsbank getätigt, die das Ziel hat, die regionale Währung zu stabilisieren, finanzielle Risiken einzudämmen und gegen den negativen Einfluss der Finanzkrise anzugehen.
In diesem Rahmen könnten Importeure in Argentinien Renminbi anstelle von US-Dollar nutzen, um Geschäfte mit chinesischen Exporteuren abzuschließen, heißt es weiter im Bericht von Xinhua. Chinas Zentralbank hat schon mit Hong Kong, Südkorea, Malaysia, Indonesien und Weißrussland einen solchen Währungsswap unterzeichnet. Diese Vereinbarungen betreffen eine Geldsumme von 650 Milliarden Yuan und vergrößert den Umlauf der chinesischen Währung Reminbi in diesen Gebieten. Damit wird die Internationalisierung des Renminbi vorangetrieben.
Analysten meinen, durch das Geschäft vermehrt Argentinien seine Währungsreserven und kann der Finanzkrise besser begegnen. Für China kann es die Handelskonflikte verringern und den bilateralen Handel fördern. China ist der zweitgrößte Handelspartner von Argentinien. Drei Viertel der Sojabohnen in dem Land werden nach China exportiert.
Professor Ding Zhijie an der Universität für Außenhandel und –wirtschaft meint, China werde im Rahmen der internationalen Finanzinstitute wie IWF und Weltbank weniger Geld zur Verfügung stellen, als viele Länder hoffen. Das Land möchte zuerst durch bilaterale Vereinbarungen die Kooperation fördern.
China hat am Sonntag einen Vertrag über einen 70 Milliarden Yuan (7,7 Milliarden Euro) hohen Währungsswap mit Argentinien unterzeichnet. Dies ist das größte Finanzgeschäft zwischen China und einem lateinamerikanischen Land und auch die sechste Vereinbarung über Währungsswaps zwischen China und anderen Ländern und Gebieten, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.
Das Geschäft wurde gemeinsam vom Präsidenten der Chinesischen Zentralbank, Zhou Xiaochuan, und dem Präsidenten der Argentinischen Zentralbank, Martin Redrado, im Rahmen der 50. Jahreskonferenz der Interamerikanischen Entwicklungsbank getätigt, die das Ziel hat, die regionale Währung zu stabilisieren, finanzielle Risiken einzudämmen und gegen den negativen Einfluss der Finanzkrise anzugehen.
In diesem Rahmen könnten Importeure in Argentinien Renminbi anstelle von US-Dollar nutzen, um Geschäfte mit chinesischen Exporteuren abzuschließen, heißt es weiter im Bericht von Xinhua. Chinas Zentralbank hat schon mit Hong Kong, Südkorea, Malaysia, Indonesien und Weißrussland einen solchen Währungsswap unterzeichnet. Diese Vereinbarungen betreffen eine Geldsumme von 650 Milliarden Yuan und vergrößert den Umlauf der chinesischen Währung Reminbi in diesen Gebieten. Damit wird die Internationalisierung des Renminbi vorangetrieben.
Analysten meinen, durch das Geschäft vermehrt Argentinien seine Währungsreserven und kann der Finanzkrise besser begegnen. Für China kann es die Handelskonflikte verringern und den bilateralen Handel fördern. China ist der zweitgrößte Handelspartner von Argentinien. Drei Viertel der Sojabohnen in dem Land werden nach China exportiert.
Professor Ding Zhijie an der Universität für Außenhandel und –wirtschaft meint, China werde im Rahmen der internationalen Finanzinstitute wie IWF und Weltbank weniger Geld zur Verfügung stellen, als viele Länder hoffen. Das Land möchte zuerst durch bilaterale Vereinbarungen die Kooperation fördern.
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Ökonomen bringen neuen Gold-Standard ins Spiel
Bei den großen Weltdevisen Dollar und Euro sind in den letzten Wochen schwere Verwerfungen zu beobachten. Verbraucher fürchten um die Kaufkraft ihres Geldes und den Verlust ihrer Ersparnisse. Um eine Inflation wie in Simbabwe zu vermeiden, schlagen Ökonomen eine Bindung der Währungen an Gold vor.
Das internationale Finanzsystem ist in den Treibsand des Misstrauens geraten. Verbraucher sorgen sich um die Kaufkraft ihres hart verdienten Geldes.
Zu Wochenanfang erschütterte ein neues Beben die globalen Börsen. Der Deutsche Aktienindex Dax verlor zu Wochenbeginn 5,1 Prozent und fiel die mühsam errungene und psychologisch wichtige 4000-Punkte-Marke.
Entsprechend groß sind die Erwartungen aller Akteure an das Treffen der 20 wichtigsten Industriestaaten diese Woche in London. Neben vielen anderen Problemen geht es darum, das Vertrauen in die Währungen der Welt wieder herzustellen. Seit der Zuspitzung der Finanzkrise ist nicht nur auf den Aktien- und Anleihemärkten, sondern auch auf den Devisenmärkten der Teufel los. Und das gilt nicht nur für die Währungen junger Industrienationen wie etwa dem polnischen Zloty, dessen Wert sich binnen weniger Monate halbiert hat. Auch bei den großen drei Weltdevisen Dollar, Yen und Euro sind schwere Verwerfungen zu beobachten. In der einen Woche stürzt der Wert des Dollars gegenüber dem Euro im historischen Ausmaß, in der nächsten kommt es zu gewaltigen Gegenbewegungen.
„Die Probleme können nur gelöst werden, wenn der derzeit herrschende Dollar-Kapitalismus überwunden wird“, sagt Takashi Nishizawa, Ökonom bei der japanischen Großbank Nomura. Das bisherige System habe nur funktioniert, solange die Wirtschaftssupermacht USA Stärke ausgestrahlt habe. Nun reiche es nicht mehr aus, sich auf den Greenback zu stützen, auch andere Nationen müssten ihren Beitrag leisten. Dabei denkt er vor allem an das dynamische Reich der Mitte, das nunmehr zur drittgrößten Ökonomie aufgestiegen ist. „Die chinesische Volkswirtschaft zeichnet sich durch hohe Währungsreserven, eine hohe Sparrate der Bevölkerung und ein hohes Wachstumspotenzial aus“, sagt Nishizawa. Der Renminbi werde als Reservewährung auf jeden Fall eine größere Rolle spielen müssen.
Wie groß das Misstrauen gegenüber den Währungen geworden ist, lässt sich an der Goldpreis-Entwicklung ablesen. Seit der Pleite der paradigmatischen Investmentbank Lehman Brothers Mitte September vergangenen Jahres haben sämtliche Währungen des Globus gegenüber dem Edelmetall an Wert eingebüßt. Am besten abgeschnitten hat seither noch der japanische Yen, der lediglich sieben Prozent abgerutscht ist. Schlimmer steht es gemessen am Golde um den Euro, der 23 Prozent niedriger steht als vor einem halben Jahr. Noch düsterer sieht es bei den osteuropäischen Währungen aus, bei denen der Verlust zwischen einem Drittel und 51 Prozent liegt. Schlimmer erging es nur noch dem Simbabwe-Dollar, der als Papiergeld praktisch wertlos geworden ist.
Pessimisten sehen auch simbabwische Verhältnisse bald weltweit um sich greifen, da immer mehr Notenbanken dazu übergehen, ungezügelt Geld zu drucken, um der Krise Herr zu werden. Als Gegenmodell wird zunehmend ein traditionelles Konzept ins Spiel gebracht: der Goldstandard. Die Idee: Um das Vertrauen in die Währungen wieder herzustellen, sollten diese mit Edelmetall unterlegt werden. Anders als im jetzigen System könnte dann nicht beliebig Geld geschöpft und in Umlauf gebracht werden. Vielmehr wäre die Geldmenge, deren zu starke Ausweitung Inflation provozieren kann, an die Goldbestände gekoppelt. „Im jetzigen Paradigma ist die Versuchung zu groß, sich der politischen wie wirtschaftlichen Probleme durch die Notenpresse zu entledigen“, sagt Finanzexperte Roland Leuschel. Um diese monetäre Libertinage zu verhindern, plädiert er dafür, Währungen mit Gold zu unterlegen. Bereits Mitte der Zwanzigerjahre trug die Wiedereinführung des Edelmetall-Standards dazu bei, die Inflation niederzuringen.
Auch Thorsten Polleit, Chefökonom Deutschland bei Barclays Capital, schlägt eine grundlegende Reform der globalen Währungspolitik vor. „Papiergeld, wie wir es momentan haben, ist in der Geschichte ein relativ junges Experiment, und wie die derzeitige Entwicklung zeigt, kein besonders gelungenes.“ Als Lösung schlägt er vor, ein System zu schaffen, in dem neues Geld nur dann ausgegeben werden könne, wenn dies mit einem Korb von Rohstoffen, darunter Gold, unterlegt ist. Ein wichtiger Aspekt wäre dann, dass die Wechselkurse untereinander fest wären.
Das internationale Finanzsystem ist in den Treibsand des Misstrauens geraten. Verbraucher sorgen sich um die Kaufkraft ihres hart verdienten Geldes.
Zu Wochenanfang erschütterte ein neues Beben die globalen Börsen. Der Deutsche Aktienindex Dax verlor zu Wochenbeginn 5,1 Prozent und fiel die mühsam errungene und psychologisch wichtige 4000-Punkte-Marke.
Entsprechend groß sind die Erwartungen aller Akteure an das Treffen der 20 wichtigsten Industriestaaten diese Woche in London. Neben vielen anderen Problemen geht es darum, das Vertrauen in die Währungen der Welt wieder herzustellen. Seit der Zuspitzung der Finanzkrise ist nicht nur auf den Aktien- und Anleihemärkten, sondern auch auf den Devisenmärkten der Teufel los. Und das gilt nicht nur für die Währungen junger Industrienationen wie etwa dem polnischen Zloty, dessen Wert sich binnen weniger Monate halbiert hat. Auch bei den großen drei Weltdevisen Dollar, Yen und Euro sind schwere Verwerfungen zu beobachten. In der einen Woche stürzt der Wert des Dollars gegenüber dem Euro im historischen Ausmaß, in der nächsten kommt es zu gewaltigen Gegenbewegungen.
„Die Probleme können nur gelöst werden, wenn der derzeit herrschende Dollar-Kapitalismus überwunden wird“, sagt Takashi Nishizawa, Ökonom bei der japanischen Großbank Nomura. Das bisherige System habe nur funktioniert, solange die Wirtschaftssupermacht USA Stärke ausgestrahlt habe. Nun reiche es nicht mehr aus, sich auf den Greenback zu stützen, auch andere Nationen müssten ihren Beitrag leisten. Dabei denkt er vor allem an das dynamische Reich der Mitte, das nunmehr zur drittgrößten Ökonomie aufgestiegen ist. „Die chinesische Volkswirtschaft zeichnet sich durch hohe Währungsreserven, eine hohe Sparrate der Bevölkerung und ein hohes Wachstumspotenzial aus“, sagt Nishizawa. Der Renminbi werde als Reservewährung auf jeden Fall eine größere Rolle spielen müssen.
Wie groß das Misstrauen gegenüber den Währungen geworden ist, lässt sich an der Goldpreis-Entwicklung ablesen. Seit der Pleite der paradigmatischen Investmentbank Lehman Brothers Mitte September vergangenen Jahres haben sämtliche Währungen des Globus gegenüber dem Edelmetall an Wert eingebüßt. Am besten abgeschnitten hat seither noch der japanische Yen, der lediglich sieben Prozent abgerutscht ist. Schlimmer steht es gemessen am Golde um den Euro, der 23 Prozent niedriger steht als vor einem halben Jahr. Noch düsterer sieht es bei den osteuropäischen Währungen aus, bei denen der Verlust zwischen einem Drittel und 51 Prozent liegt. Schlimmer erging es nur noch dem Simbabwe-Dollar, der als Papiergeld praktisch wertlos geworden ist.
Pessimisten sehen auch simbabwische Verhältnisse bald weltweit um sich greifen, da immer mehr Notenbanken dazu übergehen, ungezügelt Geld zu drucken, um der Krise Herr zu werden. Als Gegenmodell wird zunehmend ein traditionelles Konzept ins Spiel gebracht: der Goldstandard. Die Idee: Um das Vertrauen in die Währungen wieder herzustellen, sollten diese mit Edelmetall unterlegt werden. Anders als im jetzigen System könnte dann nicht beliebig Geld geschöpft und in Umlauf gebracht werden. Vielmehr wäre die Geldmenge, deren zu starke Ausweitung Inflation provozieren kann, an die Goldbestände gekoppelt. „Im jetzigen Paradigma ist die Versuchung zu groß, sich der politischen wie wirtschaftlichen Probleme durch die Notenpresse zu entledigen“, sagt Finanzexperte Roland Leuschel. Um diese monetäre Libertinage zu verhindern, plädiert er dafür, Währungen mit Gold zu unterlegen. Bereits Mitte der Zwanzigerjahre trug die Wiedereinführung des Edelmetall-Standards dazu bei, die Inflation niederzuringen.
Auch Thorsten Polleit, Chefökonom Deutschland bei Barclays Capital, schlägt eine grundlegende Reform der globalen Währungspolitik vor. „Papiergeld, wie wir es momentan haben, ist in der Geschichte ein relativ junges Experiment, und wie die derzeitige Entwicklung zeigt, kein besonders gelungenes.“ Als Lösung schlägt er vor, ein System zu schaffen, in dem neues Geld nur dann ausgegeben werden könne, wenn dies mit einem Korb von Rohstoffen, darunter Gold, unterlegt ist. Ein wichtiger Aspekt wäre dann, dass die Wechselkurse untereinander fest wären.
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Gold News
Wer gibt als erstes den Staatsbankrott zu?
Wegen der Weltfinanzkrise stürzt in Europas kleineren Staaten eine Regierung nach der anderen.
Der erste Staat, dessen Nationalwährung im Januar zusammenbrach, war Island. Im Februar trat Lettlands Premier zurück. Gegenwärtig ist die tschechische Regierung zurückgetreten. Der Rücktritt der ungarischen und der bulgarischen Regierung scheint nicht ausgeschlossen. In der Ukraine fordert die Partei der Regionen, die größte Oppositionspartei des Landes, den Rücktritt von Präsident und Regierung.
Der wichtigste Grund für den Zusammenbruch der Regierungen in den kleineren Staaten ist die zu erwartende Zahlungsunfähigkeit, die einige von ihnen schon demnächst bekannt geben könnten.
Einer der weiteren Gründe für den Finanzcrash sind die äußerst harten Bedingungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) für finanzielle Hilfe. Der IWF greift finanziell angeschlagenen Staaten nur zur Stützung der Nationalwährung, die an den Dollar oder den Euro gebunden ist, und zur Stopfung der Haushaltslöcher unter die Arme.
Den Nationalbanken dieser Staaten wurde kategorisch verboten, die Notenpresse einzuschalten, um die Inlandsnachfrage zu beleben. Gemäß der IWF-Strategie könnten diese Schritte lediglich die Inflation antreiben und die finanzielle Stabilität des Landes noch weiter gefährden.
Das ist eine Politik der Doppelstandards. US-Präsident Barack Obama und der Chef des Federal Reserve System, Ben Bernanke, können ungestört zusätzlich bis zu 800 Milliarden Dollar drucken, um die US-Produktion zu stimulieren. Dabei werden diese Schritte nicht nur zu einer Inflation in den USA führen, sondern auch die in Dollar gekauften Auslandsaktiva entwerten, darunter die Reserven anderer ausländischer Zentralbanken.
Vor diesem Hintergrund wird in letzter Zeit immer öfter die Notwendigkeit einer IWF-Reform gefordert. In der vergangenen Woche hatte der IWF übrigens seine Anforderungen für die Vergabe eines Kredits deutlich gesenkt. Als die wichtigste Neuerung gilt die Einführung eines neuen Kreditmechanismus, der „flexible Kreditlinie" heißt.
Wie der IWF erklärt, sieht die „flexible Kreditlinie“ keine Vorbedingungen nach Erhalt einer Anleihe vor, begrenzt nicht die Höhe des Darlehens, ermöglicht jederzeit den Staaten, die Kreditlinie als einen "Vorbeugungsmechanismus" zu nutzen.
Doch prompt kam ein Vorbehalt: Die Kreditlinie sei nur für Staaten mit einer gut lenkbaren Wirtschaft, starken fundamentalen Kennzahlen und einer Wirtschaftsstrategie bestimmt. Kurzum nicht für jene, die drauf und dran sind, sich für bankrott zu erklären.
Doch jetzt setzen sich für eine Reform des IWF, der vor allem die Interessen der USA widerspiegelt, die stärksten Entwicklungswirtschaften - die BRIC-Länder Brasilien, Russland, China und Indien - ein. Die BRIC-Länder schlagen vor, die Rolle des IWF neu zu definieren, damit er der neuen Weltfinanzarchitektur entspreche.
BRIC fordert dazu auf, das System der Stimmenverteilung im IWF zu verändern, und zwar zugunsten der sich am dynamischsten entwickelnden Länder, die in der Weltwirtschaft ein großes Gewicht erlangt haben. Dann wird es möglich sein, den Fonds zu vergrößern und den Mechanismus der Gewährung von IWF-Krediten an die bedürftigen Länder zu erleichtern.
Neben den BRIC-Ländern sprechen sich Großbritannien, Deutschland, Indonesien, Saudi-Arabien, Kanada und Mexiko für eine IWF-Reform aus.
Immer mehr Anhänger findet die Idee, den US-Dollar als Weltreservewährung durch eine neue supranationale Währung zu ersetzen, die ein IWF nach seiner Reform kontrollieren soll. Einen solchen Vorschlag haben bereits Russland, China und Kasachstan zur Debatte gebracht.
Doch bis sich die führenden Länder der Welt über eine Reform des globalen Finanzsystems geeinigt haben werden, könnte für viele "Randstaaten" die Bekanntmachung der Insolvenz der schnellste Ausweg aus der Sackgasse werden.
Der erste Staat, dessen Nationalwährung im Januar zusammenbrach, war Island. Im Februar trat Lettlands Premier zurück. Gegenwärtig ist die tschechische Regierung zurückgetreten. Der Rücktritt der ungarischen und der bulgarischen Regierung scheint nicht ausgeschlossen. In der Ukraine fordert die Partei der Regionen, die größte Oppositionspartei des Landes, den Rücktritt von Präsident und Regierung.
Der wichtigste Grund für den Zusammenbruch der Regierungen in den kleineren Staaten ist die zu erwartende Zahlungsunfähigkeit, die einige von ihnen schon demnächst bekannt geben könnten.
Einer der weiteren Gründe für den Finanzcrash sind die äußerst harten Bedingungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) für finanzielle Hilfe. Der IWF greift finanziell angeschlagenen Staaten nur zur Stützung der Nationalwährung, die an den Dollar oder den Euro gebunden ist, und zur Stopfung der Haushaltslöcher unter die Arme.
Den Nationalbanken dieser Staaten wurde kategorisch verboten, die Notenpresse einzuschalten, um die Inlandsnachfrage zu beleben. Gemäß der IWF-Strategie könnten diese Schritte lediglich die Inflation antreiben und die finanzielle Stabilität des Landes noch weiter gefährden.
Das ist eine Politik der Doppelstandards. US-Präsident Barack Obama und der Chef des Federal Reserve System, Ben Bernanke, können ungestört zusätzlich bis zu 800 Milliarden Dollar drucken, um die US-Produktion zu stimulieren. Dabei werden diese Schritte nicht nur zu einer Inflation in den USA führen, sondern auch die in Dollar gekauften Auslandsaktiva entwerten, darunter die Reserven anderer ausländischer Zentralbanken.
Vor diesem Hintergrund wird in letzter Zeit immer öfter die Notwendigkeit einer IWF-Reform gefordert. In der vergangenen Woche hatte der IWF übrigens seine Anforderungen für die Vergabe eines Kredits deutlich gesenkt. Als die wichtigste Neuerung gilt die Einführung eines neuen Kreditmechanismus, der „flexible Kreditlinie" heißt.
Wie der IWF erklärt, sieht die „flexible Kreditlinie“ keine Vorbedingungen nach Erhalt einer Anleihe vor, begrenzt nicht die Höhe des Darlehens, ermöglicht jederzeit den Staaten, die Kreditlinie als einen "Vorbeugungsmechanismus" zu nutzen.
Doch prompt kam ein Vorbehalt: Die Kreditlinie sei nur für Staaten mit einer gut lenkbaren Wirtschaft, starken fundamentalen Kennzahlen und einer Wirtschaftsstrategie bestimmt. Kurzum nicht für jene, die drauf und dran sind, sich für bankrott zu erklären.
Doch jetzt setzen sich für eine Reform des IWF, der vor allem die Interessen der USA widerspiegelt, die stärksten Entwicklungswirtschaften - die BRIC-Länder Brasilien, Russland, China und Indien - ein. Die BRIC-Länder schlagen vor, die Rolle des IWF neu zu definieren, damit er der neuen Weltfinanzarchitektur entspreche.
BRIC fordert dazu auf, das System der Stimmenverteilung im IWF zu verändern, und zwar zugunsten der sich am dynamischsten entwickelnden Länder, die in der Weltwirtschaft ein großes Gewicht erlangt haben. Dann wird es möglich sein, den Fonds zu vergrößern und den Mechanismus der Gewährung von IWF-Krediten an die bedürftigen Länder zu erleichtern.
Neben den BRIC-Ländern sprechen sich Großbritannien, Deutschland, Indonesien, Saudi-Arabien, Kanada und Mexiko für eine IWF-Reform aus.
Immer mehr Anhänger findet die Idee, den US-Dollar als Weltreservewährung durch eine neue supranationale Währung zu ersetzen, die ein IWF nach seiner Reform kontrollieren soll. Einen solchen Vorschlag haben bereits Russland, China und Kasachstan zur Debatte gebracht.
Doch bis sich die führenden Länder der Welt über eine Reform des globalen Finanzsystems geeinigt haben werden, könnte für viele "Randstaaten" die Bekanntmachung der Insolvenz der schnellste Ausweg aus der Sackgasse werden.
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Neue Währung mit Golddeckung nach Weltfinanzgipfel?
Der Telegraph meldet soeben dass nun auch Russland und China im Vorfeld des Weltfinanzgipfels am 2. April 2009 eine Weltwährung fordern. Diese sollte aber mit einem Teil Gold gedeckt sein, um dem hemmungslosen Drucken von Geld Einhalt zu gebieten. Arkady Dvorkevich, Chefberater des Kremls sagte heute, dass Russland die Einbindung von Gold in einem gewichteten Korb einer neuen Weltwährung, der über die Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds läuft, in jedem Fall gewährleistet sein soll.
China und Russland planen offenbar die Debatte darüber auf dem G-20 Gipfel zu eröffnen und über die Sonderziehungsrechte eine neue Reservewährung zu schaffen. Das läutet wohl den endgültigen Niedergang des US-Dollars ein. Der Goldstandard war der Anker des Weltfinanzsystems im 19. Jahrhundert und fand nach dem ersten Weltkrieg und der Großen Depression 1930 ein Ende, als man wie heute auf Teufel komm raus Geld druckte. Erst Präsident Nixon schloss dann 1971 endgültig das letzte Goldfenster und begründete dies mit dem Vietnamkrieg und dessen Finanzierung sowie der Idee der "Great Society". Die Weltpapierwährungen haben seither immer verzweifelt einen solchen externen Anker gesucht. Wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Exzesse der letzten 25 Jahre in Punkto Schulden und Finanzbewertungen nicht so irrsinnig verlaufen wären, wenn man noch eine Golddeckung gehabt hätte. Natürlich wäre Russland ein großer Profiteur eines steigenden Goldpreises. Der Kreml hat aber auch die Russische Notenbank angewiesen den Goldanteil an den Reserven auf 10% hochzufahren!
China und Russland planen offenbar die Debatte darüber auf dem G-20 Gipfel zu eröffnen und über die Sonderziehungsrechte eine neue Reservewährung zu schaffen. Das läutet wohl den endgültigen Niedergang des US-Dollars ein. Der Goldstandard war der Anker des Weltfinanzsystems im 19. Jahrhundert und fand nach dem ersten Weltkrieg und der Großen Depression 1930 ein Ende, als man wie heute auf Teufel komm raus Geld druckte. Erst Präsident Nixon schloss dann 1971 endgültig das letzte Goldfenster und begründete dies mit dem Vietnamkrieg und dessen Finanzierung sowie der Idee der "Great Society". Die Weltpapierwährungen haben seither immer verzweifelt einen solchen externen Anker gesucht. Wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Exzesse der letzten 25 Jahre in Punkto Schulden und Finanzbewertungen nicht so irrsinnig verlaufen wären, wenn man noch eine Golddeckung gehabt hätte. Natürlich wäre Russland ein großer Profiteur eines steigenden Goldpreises. Der Kreml hat aber auch die Russische Notenbank angewiesen den Goldanteil an den Reserven auf 10% hochzufahren!
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Gold News
Seit Anfang des Jahres 21. US-Bank pleite
Erneut ist eine Regionalbank in den USA pleite gegangen. Betroffen ist diesmal die in Atlanta im Bundesstaat Georgia ansässige Omni National Bank, wie der US-Einlagensicherungsfonds FDIC mitteilte. Es ist das 21. Geldhaus, das seit Jahresbeginn in den Vereinigten Staaten bankrott ging und bereits das vierte in Georgia.
Für den Einlagensicherungsfonds ist es mit einem Volumen von 290 Millionen Dollar (218 Millionen Euro) zugleich die bislang teuerste Pleite des Jahres. Die Omni-Einlagen sollen vorläufig von dem ebenfalls in Georgia ansässigen Geldinstitut Sun Trust Banks übernommen werden, bis die Anleger sich eine neue Bank gesucht haben.
Für den Einlagensicherungsfonds ist es mit einem Volumen von 290 Millionen Dollar (218 Millionen Euro) zugleich die bislang teuerste Pleite des Jahres. Die Omni-Einlagen sollen vorläufig von dem ebenfalls in Georgia ansässigen Geldinstitut Sun Trust Banks übernommen werden, bis die Anleger sich eine neue Bank gesucht haben.
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Wirtschaftsnews
Gerüchte um Manipulation des Goldpreises
Ein Interview mit Dimitri Speck, Staedel Hanseatic
Themen des Gesprächs:
Mögliche Goldpreismanipulationen
Gründe für die Manipulationen
Korrelation zwischen Gold und Dollar
Aktuelle und zukünftige Nachfrage nach dem Edelmetall.
Hier findet ihr das Video. Viel Spaß.
http://www2.anleger-fernsehen.de/daf_vod_aktie.html?id=40118874&name=Exklusiv%3A+Ger%C3%BCchte+um+Manipulation+des+Goldpreises
Themen des Gesprächs:
Mögliche Goldpreismanipulationen
Gründe für die Manipulationen
Korrelation zwischen Gold und Dollar
Aktuelle und zukünftige Nachfrage nach dem Edelmetall.
Hier findet ihr das Video. Viel Spaß.
http://www2.anleger-fernsehen.de/daf_vod_aktie.html?id=40118874&name=Exklusiv%3A+Ger%C3%BCchte+um+Manipulation+des+Goldpreises
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Studie zeigt stark steigendes Interesse an Gold als Anlageklasse
Der Rekordgewinn des Goldpreises nach der Ankündigung der neuesten Bankenrettungspläne in den USA in der vergangenen Woche hat Gold als Anlageklasse stark in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Dass dies kein Strohfeuer war, zeigt eine neue Studie der Experten von CPM.
Gold scheint eine Wiederauferstehung in seiner Rolle als Finanzanlage zu erfahren. Vor allem, da Investoren in diesen unsicheren Zeiten nach einem sicheren Hafen für ihr Kapital suchen. Zu diesem Schluss kommt zumindest eine Untersuchung von CPM, eine Edelmetall- und Rohstoff-Researchfirma aus New York.
Die Experten stellen darin fest, dass das Edelmetall in eine "neue Ära" eintritt. Denn seit der Großen Depression und dem Zweiten Weltkrieg sei die Stimmung der Investoren in Bezug auf den Zustand der Finanzindustrie und der Weltwirtschaft nicht mehr so pessimistisch gewesen.
Es scheine Marktkonsens zu sein, so CPM weiter, dass der Goldpreis zumindest im ersten Quartal dieses Jahres auf hohem Niveau verweilen werde. Schließlich würden alle Faktoren, die Investoren zum Goldkauf getrieben hätten auch weiterhin vorhanden sein. So sei in den Augen vieler Anleger eine Investition in "Papier"-Anlagen wesentlich unsicherer als eine Anlage in Gold. Weshalb CPM davon ausgeht, dass Finanzinvestoren 2009 bis zu 52,3 Millionen Unzen Gold erwerben und damit ein Rekordniveau erreichen.
In einem solchen Umfeld sehen die Experten folglich deutliche Preissteigerungen voraus. Das Rekordhoch aus dem März 2008 von knapp 1.034 Dollar pro Unze werde mit großer Wahrscheinlichkeit übertroffen, so ihre Schlussfolgerung.
Die Analysten gehen davon aus, dass der enorme Anstieg der Goldkäufe durch Investoren den Beginn einer großen Wiederherstellung des Goldes als Anlageklasse darstellt und eine aufwärtsgerichtete Neubewertung des Goldpreises nach sich ziehen wird.
Gold scheint eine Wiederauferstehung in seiner Rolle als Finanzanlage zu erfahren. Vor allem, da Investoren in diesen unsicheren Zeiten nach einem sicheren Hafen für ihr Kapital suchen. Zu diesem Schluss kommt zumindest eine Untersuchung von CPM, eine Edelmetall- und Rohstoff-Researchfirma aus New York.
Die Experten stellen darin fest, dass das Edelmetall in eine "neue Ära" eintritt. Denn seit der Großen Depression und dem Zweiten Weltkrieg sei die Stimmung der Investoren in Bezug auf den Zustand der Finanzindustrie und der Weltwirtschaft nicht mehr so pessimistisch gewesen.
Es scheine Marktkonsens zu sein, so CPM weiter, dass der Goldpreis zumindest im ersten Quartal dieses Jahres auf hohem Niveau verweilen werde. Schließlich würden alle Faktoren, die Investoren zum Goldkauf getrieben hätten auch weiterhin vorhanden sein. So sei in den Augen vieler Anleger eine Investition in "Papier"-Anlagen wesentlich unsicherer als eine Anlage in Gold. Weshalb CPM davon ausgeht, dass Finanzinvestoren 2009 bis zu 52,3 Millionen Unzen Gold erwerben und damit ein Rekordniveau erreichen.
In einem solchen Umfeld sehen die Experten folglich deutliche Preissteigerungen voraus. Das Rekordhoch aus dem März 2008 von knapp 1.034 Dollar pro Unze werde mit großer Wahrscheinlichkeit übertroffen, so ihre Schlussfolgerung.
Die Analysten gehen davon aus, dass der enorme Anstieg der Goldkäufe durch Investoren den Beginn einer großen Wiederherstellung des Goldes als Anlageklasse darstellt und eine aufwärtsgerichtete Neubewertung des Goldpreises nach sich ziehen wird.
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Gold News
Rohstoff Experte Weinberg im Interview - "Gold ist eine gute Versicherung"
Eugen Weinberg, Leiter des Rohstoffresearchs bei der Commerzbank in Frankfurt, rechnet mit wieder steigenden Rohstoffpreisen und prophezeit einen Abwertungswettlauf unter den Papierwährungen.
WirtschaftsWoche: Herr Weinberg, die Internationale Energieagentur (IEA) warnt schon vor der nächsten Weltwirtschaftskrise – einer, die von 2013 an durch Ölknappheit ausgelöst werden könnte. Ist das realistisch?
Weinberg: Die Argumente der IEA sind zumindest schlüssig. Aktuell ist Öl zwar reichlich vorhanden, aber wenn jetzt zu wenig in Förderkapazitäten und die Erschließung neuer Vorkommen investiert wird, fehlt das Öl in ein paar Jahren, wenn die Nachfrage wieder anzieht. Wie Sie wissen, stehen die Banken heute nicht unbedingt Schlange bei den Ölproduzenten, um neue Projekte zu finanzieren.
Die großen integrierten Ölmultis haben ihre Investitionsbudgets kaum gekürzt.
Richtig, auf sie entfällt aber nur ein geringer Teil des weltweiten Angebots. Zudem ist Big Oil weniger auf Fremdkapital angewiesen. Die Konzerne arbeiten auch bei aktuellen Ölpreisen profitabel. Dass sie ihre Investitionen hochhalten, bestätigt eher das IEA-Szenario. Denn Investitionen etwa in unkonventionelle Vorkommen wie die Ölsande in Kanada, Tiefseefelder vor der Küste Brasiliens oder in der Arktis, rechnen sich erst bei deutlich höheren Ölpreisen. Damit kalkulieren die Konzerne auf lange Sicht.
Die Opec, allen voran Saudi-Arabien, könnte den Ölhahn wieder aufdrehen. Zuletzt hat das Kartell die Förderquoten nicht mehr gesenkt.
Die bisher beschlossene Kürzung ist ja auch noch nicht komplett umgesetzt. Die Opec wartet zunächst ab, wie der Preis reagiert. Das ist klug. Insgesamt wird sich das Kartell zurückhalten, die Menge auszuweiten. Ehe das passiert, wird man alles daransetzen, den Preis nachhaltig nach oben zu bringen, in Richtung 80 Dollar pro Fass. In der aktuellen Marktlage können die Förderländer mehr Einnahmen über einen höheren Preis erzielen als über eine höhere Menge. Darüber herrscht Konsens innerhalb der Opec. Außerdem gibt es nur ein Saudi-Arabien auf dieser Welt mit hohen ungenutzten Produktionsreserven.
Sollten Regierungen die Steuergelder dann nicht besser in Energieprojekte stecken, statt gigantische Überkapazitäten in überschuldeten und unproduktiven Branchen zu alimentieren, etwa im Bankensektor?
Es gibt ja Regierungen, die das machen. China etwa nutzt die tiefen Preise und investiert – nicht nur im Energiebereich, sondern in nahezu allen Rohstoffsektoren. Peking kauft Lagerbestände, beteiligt sich an Rohstoffunternehmen und an einzelnen Projekten. Das ergibt Sinn. Der Boden bei den meisten Rohstoffpreisen ist inzwischen erreicht, weil das Angebot noch schneller gefallen ist als die Nachfrage. Über kurz oder lang müssen die Preise deshalb wieder steigen. Erholt sich die Nachfrage, kann es sogar wieder steil nach oben gehen, weil das Angebot dann der Nachfrage hinterherhinkt. Zu den Banken: Die muss man leider auch retten.
Wer rettet die Bürger vor Regierungen, die Staaten in den Bankrott steuern oder damit beginnen, ihre Schulden mithilfe der Notenpresse zu begleichen?
Der Besitz von Gold bietet einen gewissen Schutz, sollten diese Worst-Case-Szenarien tatsächlich eintreten.
Auch Großinvestoren schließen diese nicht mehr aus und kaufen Gold. So auch große Hedgefonds, die nach den Banken jetzt gegen die Zentralbanken antreten, weil sie mit einer Abwertung von Papierwährungen zum Gold rechnen. Sind das die neuen Warren Buffetts?
Das wird sich zeigen. Am Ende einer Krise wie der aktuellen wird es unter dem Strich nur wenige geben, die nichts verloren haben. In den Dreißigerjahren hat es auch das ganz große Kapital erwischt. Einen Teil des Vermögens in Gold anzulegen, halte ich trotzdem für sinnvoll – aber weniger zur Spekulation, sondern als Versicherung gegen einen Finanzunfall.
Wird die Investorennachfrage anhalten?
Eine gute Frage. Für den jüngsten Goldpreisanstieg sorgte nahezu ausschließlich die Investmentnachfrage, abzulesen an den hohen Zuflüssen in die mit physischen Goldbeständen besicherten ETFs. Die Zuflüsse lagen an manchen Tagen sogar über der Tagesproduktion der Goldminen. Dagegen schrumpft der Bedarf der Industrie und der Juweliere in der Rezession, während das Altgoldangebot stark steigt. Sollte die Investorennachfrage nachlassen, könnte der Goldpreis stärker korrigieren. Andererseits ist der Goldanteil in den Depots der Investoren immer noch sehr gering. Die ETFs halten zusammen aktuell 1600 Tonnen, was etwa 50 Milliarden Dollar entspricht. Die weltweite Aktienmarktkapitalisierung dagegen liegt bei gut 30.000 Milliarden Dollar, in Rentenpapieren stecken rund 90.000 Milliarden Dollar. So gesehen besteht beim Gold noch reichlich Luft nach oben.
China ist besorgt um die Sicherheit seiner in US-Staatsanleihen gebunkerten Dollar-Reserven, das Ausland verkaufte zuletzt per saldo langlaufende US-Staatstitel. Wer finanziert die USA, wenn das Ausland ausfällt?
Das übernimmt dann die US-Notenbank Fed. Notenbankchef Ben Bernanke hatte dies oft genug in Aussicht gestellt, seit vergangenen Mittwoch ist es offiziell.
Also Staatsfinanzierung über die Notenpresse?
So kann man das bezeichnen.
Droht ein Abwertungswettlauf unter den Papierwährungen?
Ich denke, dieser hat längst begonnen. Schauen Sie auf die Schweizer Nationalbank, die gegen den Franken interveniert. Andere Notenbanken werden folgen.
Wird Gold im Fall einer neuen Weltwährungsordnung eine bedeutende Rolle zukommen?
Davon gehe ich aus. Allerdings glaube ich nicht, dass eine Rückkehr zu einem Währungssystem, das in irgendeiner Form an Gold gekoppelt ist, unmittelbar bevorsteht.
WirtschaftsWoche: Herr Weinberg, die Internationale Energieagentur (IEA) warnt schon vor der nächsten Weltwirtschaftskrise – einer, die von 2013 an durch Ölknappheit ausgelöst werden könnte. Ist das realistisch?
Weinberg: Die Argumente der IEA sind zumindest schlüssig. Aktuell ist Öl zwar reichlich vorhanden, aber wenn jetzt zu wenig in Förderkapazitäten und die Erschließung neuer Vorkommen investiert wird, fehlt das Öl in ein paar Jahren, wenn die Nachfrage wieder anzieht. Wie Sie wissen, stehen die Banken heute nicht unbedingt Schlange bei den Ölproduzenten, um neue Projekte zu finanzieren.
Die großen integrierten Ölmultis haben ihre Investitionsbudgets kaum gekürzt.
Richtig, auf sie entfällt aber nur ein geringer Teil des weltweiten Angebots. Zudem ist Big Oil weniger auf Fremdkapital angewiesen. Die Konzerne arbeiten auch bei aktuellen Ölpreisen profitabel. Dass sie ihre Investitionen hochhalten, bestätigt eher das IEA-Szenario. Denn Investitionen etwa in unkonventionelle Vorkommen wie die Ölsande in Kanada, Tiefseefelder vor der Küste Brasiliens oder in der Arktis, rechnen sich erst bei deutlich höheren Ölpreisen. Damit kalkulieren die Konzerne auf lange Sicht.
Die Opec, allen voran Saudi-Arabien, könnte den Ölhahn wieder aufdrehen. Zuletzt hat das Kartell die Förderquoten nicht mehr gesenkt.
Die bisher beschlossene Kürzung ist ja auch noch nicht komplett umgesetzt. Die Opec wartet zunächst ab, wie der Preis reagiert. Das ist klug. Insgesamt wird sich das Kartell zurückhalten, die Menge auszuweiten. Ehe das passiert, wird man alles daransetzen, den Preis nachhaltig nach oben zu bringen, in Richtung 80 Dollar pro Fass. In der aktuellen Marktlage können die Förderländer mehr Einnahmen über einen höheren Preis erzielen als über eine höhere Menge. Darüber herrscht Konsens innerhalb der Opec. Außerdem gibt es nur ein Saudi-Arabien auf dieser Welt mit hohen ungenutzten Produktionsreserven.
Sollten Regierungen die Steuergelder dann nicht besser in Energieprojekte stecken, statt gigantische Überkapazitäten in überschuldeten und unproduktiven Branchen zu alimentieren, etwa im Bankensektor?
Es gibt ja Regierungen, die das machen. China etwa nutzt die tiefen Preise und investiert – nicht nur im Energiebereich, sondern in nahezu allen Rohstoffsektoren. Peking kauft Lagerbestände, beteiligt sich an Rohstoffunternehmen und an einzelnen Projekten. Das ergibt Sinn. Der Boden bei den meisten Rohstoffpreisen ist inzwischen erreicht, weil das Angebot noch schneller gefallen ist als die Nachfrage. Über kurz oder lang müssen die Preise deshalb wieder steigen. Erholt sich die Nachfrage, kann es sogar wieder steil nach oben gehen, weil das Angebot dann der Nachfrage hinterherhinkt. Zu den Banken: Die muss man leider auch retten.
Wer rettet die Bürger vor Regierungen, die Staaten in den Bankrott steuern oder damit beginnen, ihre Schulden mithilfe der Notenpresse zu begleichen?
Der Besitz von Gold bietet einen gewissen Schutz, sollten diese Worst-Case-Szenarien tatsächlich eintreten.
Auch Großinvestoren schließen diese nicht mehr aus und kaufen Gold. So auch große Hedgefonds, die nach den Banken jetzt gegen die Zentralbanken antreten, weil sie mit einer Abwertung von Papierwährungen zum Gold rechnen. Sind das die neuen Warren Buffetts?
Das wird sich zeigen. Am Ende einer Krise wie der aktuellen wird es unter dem Strich nur wenige geben, die nichts verloren haben. In den Dreißigerjahren hat es auch das ganz große Kapital erwischt. Einen Teil des Vermögens in Gold anzulegen, halte ich trotzdem für sinnvoll – aber weniger zur Spekulation, sondern als Versicherung gegen einen Finanzunfall.
Wird die Investorennachfrage anhalten?
Eine gute Frage. Für den jüngsten Goldpreisanstieg sorgte nahezu ausschließlich die Investmentnachfrage, abzulesen an den hohen Zuflüssen in die mit physischen Goldbeständen besicherten ETFs. Die Zuflüsse lagen an manchen Tagen sogar über der Tagesproduktion der Goldminen. Dagegen schrumpft der Bedarf der Industrie und der Juweliere in der Rezession, während das Altgoldangebot stark steigt. Sollte die Investorennachfrage nachlassen, könnte der Goldpreis stärker korrigieren. Andererseits ist der Goldanteil in den Depots der Investoren immer noch sehr gering. Die ETFs halten zusammen aktuell 1600 Tonnen, was etwa 50 Milliarden Dollar entspricht. Die weltweite Aktienmarktkapitalisierung dagegen liegt bei gut 30.000 Milliarden Dollar, in Rentenpapieren stecken rund 90.000 Milliarden Dollar. So gesehen besteht beim Gold noch reichlich Luft nach oben.
China ist besorgt um die Sicherheit seiner in US-Staatsanleihen gebunkerten Dollar-Reserven, das Ausland verkaufte zuletzt per saldo langlaufende US-Staatstitel. Wer finanziert die USA, wenn das Ausland ausfällt?
Das übernimmt dann die US-Notenbank Fed. Notenbankchef Ben Bernanke hatte dies oft genug in Aussicht gestellt, seit vergangenen Mittwoch ist es offiziell.
Also Staatsfinanzierung über die Notenpresse?
So kann man das bezeichnen.
Droht ein Abwertungswettlauf unter den Papierwährungen?
Ich denke, dieser hat längst begonnen. Schauen Sie auf die Schweizer Nationalbank, die gegen den Franken interveniert. Andere Notenbanken werden folgen.
Wird Gold im Fall einer neuen Weltwährungsordnung eine bedeutende Rolle zukommen?
Davon gehe ich aus. Allerdings glaube ich nicht, dass eine Rückkehr zu einem Währungssystem, das in irgendeiner Form an Gold gekoppelt ist, unmittelbar bevorsteht.
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