Geld verdienen mit wertvollen Informationen

04.04.09

Währung - EZB senkt Leitzins auf 1,25 Prozent

Die Währungshüter kämpfen erbittert gegen Finanzkrise und Rezession, aber nicht so heftig wie erwartet: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins "nur" auf 1,25 Prozent gesenkt.


Eigentlich war vom Markt ein großer Zinsschritt von 0,5 Prozentpunkten auf 1,0 Prozent erwartet worden. Entsprechend heftig fiel die Reaktion am Devisenmarkt aus. Der Euro kletterte zeitweise bis knapp unter 1,35 US-Dollar. An der Börse war die Reaktion nur mäßig, die Schwankungen beim Dax betrugen um die 40 Punkte.


Die EZB folgte auch nicht dem Vorbild anderer Zentralbanken, die über den Ankauf von Wertpapieren zusätzliche Milliarden in die Wirtschaft pumpen. Zumindest voerst nicht. Dafür müsste sie de facto aber die Notenpresse anwerfen – das Inflationsrisiko würde mittelfristig steigen. Das widerspricht aber dem Auftrag der EZB, dem Erhalt eines stabilen Preisniveaus besonderes Gewicht beizumessen. Für die Notenbanker ist nur eine leichte Zunahme der Teuerung erwünscht – also eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent.

Die Notenbank hatte ihren Leitzins zuletzt im März um 50 Basispunkte auf 1,50 Prozent gesenkt. Angesichts der weiter schrumpfenden Wirtschaftsleistung in der Eurozone hatte Trichet damals weitere Zinsschritte nicht ausgeschlossen. Bei fallenden Leitzinsen sinkt die Verzinsung von Sparguthaben. Dagegen werden Darlehen und Kredite für Verbraucher günstiger.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen