Kurz vor dem Weltfinanzgipfel fordern Russland und China eine neue Weltwährung mit Golddeckung. Den Goldpreis würde dies deutlich stärken. Rohstoffexperte Jim Rogers und der Finanzvorstand des Edelmetallproduzenten Agnico-Eagle David Garofalo nennen bereits Kursziele jenseits von 2.000 Dollar.
Im Vorfeld des Weltfinanzgipfels am 2. April in London werden Forderungen laut, den Goldstandard wieder einzuführen. Seit der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers im vergangenen Jahr haben sämtliche Währungen gegenüber Gold deutlich an Wert eingebüßt. So hat beispielsweise der Euro fast ein Viertel verloren, der Simbabwe-Dollar ist als Papiergeld praktisch wertlos geworden. Einige Marktteilnehmer befürchten ähnliche Verhältnisse in Anbetracht des wahllosen Geldruckens einiger Notenbanken bald auch weltweit. Vor allem Russland und China fordern deswegen, eine neue Weltwährung mit Goldkomponente zu schaffen. Dass Russland die Einbindung von Gold begrüßen würde, liegt auf der Hand. Der Kreml hat die Russische Notenbank angewiesen, den Goldanteil an den Reserven auf zehn Prozent aufzustocken.
Goldpreistreiber Inflation
Optimistisch zum Goldpreis hat sich zuletzt David Garofalo, Finanzvorstand des kanadischen Goldproduzenten Agnico-Eagle Mines, geäußert. In Anbetracht der sich abzeichnenden Inflationsgefahr wisse er nicht, was Gold daran hindern sollte, mittelfristig die 2.000-Dollar-Marke zu überspringen. Erst vor Kurzem wurde David Garofalo für seine umsichtige und vorausschauende Art, die Finanzen von Agnico-Eagle zu führen, von einem renommierten Komitee zum kanadischen Finanzvorstand des Jahres gekürt.
2.000 Dollar in Sicht
Ähnlich zuversichtlich präsentiert sich auch Jim Rogers. In einem Interview mit dem AKTIONÄR in Ausgabe 15/09 sagte der Rohstoffexperte: „Ich besitze Gold und bin sicher, dass der Preis in den nächsten 10 bis 20 Jahren auf 2.000 oder 3.000 Dollar steigen wird. Das alte Hoch – auf die aktuelle Inflation angepasst – wäre 2.000 Dollar. Ich glaube, dass wir innerhalb der nächsten zehn Jahre auf dieses Niveau kommen werden. Vielleicht sogar eher.“
Aufwärtstrend intakt
Charttechnisch befindet sich der Goldpreis nach wie vor im mittelfristigen Aufwärtstrendkanal. Dass der Goldpreis kurzfristig das Allzeithoch bei 1.032,70 Dollar überwinden kann, ist jedoch unwahrscheinlich, da die Impulse derzeit fehlen. Die momentane Seitwärtsbewegung ist jedoch der ideale Zeitpunkt, um seine Goldinvestments nach und nach aufzustocken.
03.04.09
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