Unsere Staatsschulden liegen bei mehr als 1 600 000 000 000 Euro! Durch Konjunkturpakete und andere Aktionen werden es immer mehr.
29.03.09
Finanzkrise und der totale Kollaps
Marc Faber und Max Otte sprechen in Plusminus über die wahren Hintergründe der Finanz- und Wirtschaftskrise. Und sie sagen den totalen und endgültigen Kollaps unseres Finanz- und Geldsystems voraus.
Denn durch die erneute Geldschöpfung entsteht eine viel größere Blase als je zuvor, deshalb wird auch noch eine viel größere Krise folgen. Einziger Ausweg: Ein komplett neues System!
Denn durch die erneute Geldschöpfung entsteht eine viel größere Blase als je zuvor, deshalb wird auch noch eine viel größere Krise folgen. Einziger Ausweg: Ein komplett neues System!
Labels:
System Videos
28.03.09
Warum Silber kaufen ?
Warum Silber kaufen?
Welche Gründe fallen Ihnen ein, warum Sie Silber kaufen sollten?
Als Laie werden Ihnen hierzu sicherlich nur wenige Gründe einfallen, aber genau genommen spricht vieles dafür, weshalb Sie sich Silber kaufen sollten. Mit den wichtigsten Argumenten, die für Silber sprechen, möchte ich Sie in diesem Artikel vertraut machen.
Zunächst aber die Frage, welche Gründe sind für Sie wichtig? Ganz einfach, alle bei denen es um Ihre finanzielle Zukunft geht. Bevor ich einen Blick in das Jahr 2010 werfe lassen Sie mich doch zunächst mit etwas Grundsätzlichem beginnen, um Ihnen dann aktuelle Gründe zu nennen.
Grundsätzliche Gründe
* Silber ist kein Papier
* Silber ist kein Versprechen
* Silber ist knapp
* 3 Speichen Theorie
* Silber wurde noch nie verboten
* Silber ist frei von Abgeltungssteuer
* Silber ist anonym
* Silber lügt nicht
Silber ist kein Papier
Bisher ist jede Papierwährung, die je von Menschen geschaffen wurde, untergegangen.
Der Nationalökonom David Ricardo schrieb bereits im 19. Jahrhundert:
“Die Erfahrung lehrt uns, dass kein Staat und keine Bank jemals die unbeschränkte Möglichkeit der Papiergeldausgabe besaß, ohne sie zu mißbrauchen“.
Diese Aussage ist heute noch hochaktuell. 5 Beispiele aus der Vergangenheit:
1. Chinesisches Geld, welches wurde zwischen 1260 und 1360 ausgegeben wurde, endete in Hyperinflation.
2. Das „Mississippi System“ von John Law aus dem Jahre 1716 endete bereits 1720 mit dem Total-Zusammenbruch. Restwert: Null.
3. Die „Continental Noten“ aus der Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges, ausgegeben 1775 besaßen im Jahre 1780 nur noch 1/40 ihres ursprünglichen Wertes.
4. Das Papiergeld aus der Zeit der französischen Revolution, ausgegeben von 1790 bis 1796 besaß im Jahre 1797 nur noch 1/600 seines ursprünglichen Wertes.
5. Die Mark aus der Weimarer Republik wurde ausgegeben von 1919 bis 1924. Am Ende hatte sie noch 1 Trillionstel (!) ihres ursprünglichen Wertes
Silber ist kein Versprechen
Eine Unze Silber ist eine Unze und wird immer eine Unze Silber bleiben.
Es gibt kein „Counterpart“ - Risiko. Bei Papierwerten haben Sie immer ein Gegenüber, der Ihnen ein Versprechen abgegeben hat. Dieses Versprechen kann gebrochen werden. Oder derjenige, der Ihnen was versprochen hat kann Pleite gehen (Emittentenrisiko). Die Banken müssen Geld verdienen, am liebsten mit Papierprodukten, wie Aktien, Anleihen. Krediten oder Derivaten. Also auch mit Papiersilber (Hebelprodukte, Optionsscheine, Indexfonds etc.). Papiersilber ist jedoch gefährlich. Denn es stellt ein Versprechen dar, das gebrochen werden kann.
Silber ist knapp
Nach Meinung vieler Experten, ist Silber sogar knapper als Gold. Seriöse Schätzungen gehen davon aus, das der oberirdische Bestand bei 1 Milliarden Silberunzen liegt (während der Goldbestand bei 5 Milliarden Unzen liegt).
Wichitg hierzu: Silber wird verbraucht, Gold wird überwiegend gehortet!
Die industrielle Nachfrage steigt (Stichworte: supraleitfähig, antibakteriell etc.) Ein Chinese verbraucht erst 1 /70 soviel Silber wie ein Nordamerikaner. Dies wird sich ändern.
Die monetäre Nachfrage wächst (ETF, Silberbarren, Münzen etc.)
Schon seit Jahrhunderten gilt: Silber ist das „Gold des armen Mannes“, deshalb wird in der aktuellen Finanzkrise die Nachfrage nach Silbermünzen weiter ansteigen.
Die Reserven u. Ressourcen vieler Silberminen haben nach Schätzungen eine Rest - Lebensdauer von ca. 15 – 20 Jahren. Da Silber zu 71 Prozent als Nebenprodukt bei der Gewinnung von Kupfer, Blei, Zink oder Gold anfällt, kann die Förderung selbst bei anziehenden Preisen nicht sofort gesteigert werden.
Seine langfristige Relation zu Gold liegt bei ca. 1: 31. Bei weiter ausdehnenden Nahrungs- und Finanzkrisen sehen Experten einem möglichen Goldpreis von ca. 5000 $ je Feinunze Gold (auf dem Höhepunkt des Rohstoffzyklus). Aus dieser Perspektive, ergäbe sich daher auch ein mögliches Kursziel für Silber von ca. 100 - 160 $ je Feinunze.
Dieser historische Silberpreis-Chart zeigt, wie sich Silber im aktuellen Rohstoffzyklus bisher entwickelt hat.
Silberpreis von 1970 bis Heute
3 Speichen Regel
Stellen Sie sich ein Rad mit 3 Speichen vor und schon haben Sie das älteste und erfolgreichste Investitionskonzept vor Augen. Eine Speiche steht für Aktien, die zweite für Immobilien und die dritte für Edelmetalle. Bis 2000 war die Aktienspeiche oben, dann fielen die Aktien und die Edelmetall- Speiche stieg nach oben. In der Vergangenheit galt für das Profitziel von unten nach oben der Faktor 30. Im Jahre 2000 stand Silber bei ca. 5 $ je Unze x 30 = 150 $ je Unze, nach der 3 Speichen – Regel liegt das Ziel für Silber also auch im Bereich von 150 $ je Unze.
Silber wurde noch nie verboten
Der Goldbesitz war schon oft illegal. In den USA war es den Bürgern von 1933 –1974 unter Androhung von schwerer Strafe (Enteignung, Gefängnis) verboten, Gold zu besitzen oder damit zu handeln. Der Besitz von Silber war noch nie illegal und da Silber in erster Linie ein industrieller Rohstoff ist, wäre ein solches Verbot auch kaum vorstellbar bzw. umzusetzen.
Silber ist frei von der Abgeltungssteuer
In keiner Einkommenssteuererklärung der Welt, gibt es eine Spalte für Silber. Nach derzeitigem Recht, sind Kurszuwächse die Sie mit Silber erzielen nach eineme Jahr steuerfrei.
Silber ist anonym
Viele Staaten und auch Deutschland sind hochverschuldet. Wenn die vorhandenen Steuerschrauben alle aufgedreht sind, dann wird die Kreativität des Finanzministers sicherlich neue Früchte tragen. Warum kein Lastenausgleich zwischen arm und reich. Neben der Grundsteuer ist also eine Steuer auch auf Edelmetalle wie Gold und Silber durchaus denkbar. Heute betreibt derjenige Steuerhinterziehung, der sein Geld einer Lichtensteiner Stiftung schenkt und dabei vergisst, Schenkungssteuer zu zahlen. Vielleicht wird in Zukunft derjenige zum Steuerhinterzieher, der mit versteuertem Geld Sachwerte wie Silber kauft, vergräbt und vergisst, es bei der Erfassung zu seiner Einkommensteuer anzugeben. Wie gesagt, vielleicht kommt es so in Zukunft, im Moment können Sie noch Edelmetalle kaufen und damit tun und lassen was Sie wollen. Ob Sie dies dann in einem Safe oder in Ihrem Gartenteich für schlechte Zeiten aufbewahren, bleibt Ihnen und Ihrer Kreativität überlassen.
Silber lügt nicht
Ich würde mir zwar nie erlauben zu behaupten, dass verantwortliche in unserem System nicht immer die Wahrheit sagen, aber ich empfehle Ihnen dringend:
* Vertrauen Sie keiner Statistik, die von der Politik erstellt wird
* Glauben Sie bitte nicht, dass Banken in Finanzangelegenheiten nur an Ihren Vorteil denken
* Glauben Sie auch nicht, dass Notenbanken wirklich unabhängig sind
Beispiel: Inflationsstatistik
Quelle www.shadowstats.com
Die offizielle Inflation liegt in den USA derzeit bei 4 % und in Europa bei 3 %. Wer diesen Zahlen glaubt, der glaubt auch dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.
Es gibt eine ganz einfache Formel zur Ermittlung der realistischen Inflation:
Inflation = Geldmengenwachstum (M3) - BIP (Wirtschaftwachstum)
In den USA liegt das Geldmengenwachstum derzeit über 16 % (siehe Bild blaue Linie) und in Europa über 12 %. Das Wirtschaftswachstum liegt bei max. 4 % bzw. 3 %. Wir haben also z.Z. eine realistische Inflation in den USA von ca. 12 % und in Europa von ca. 9 % ! Dies können die Politiker jedoch nicht zugeben, denn dann müssten Löhne, Renten, Hartz IV etc. erheblich steigen und das können sie nicht leisten. Tatsache ist, dass die Realeinkommen der Arbeitnehmer seit Jahren zurückgehen, während viele Unternehmensgewinne großer Konzerne steigen.
In den USA musste 1990 eine Familie rund 50.000 $ Jahreseinkommen erzielen, um den Lebensstandard zu halten. Im Jahr 2008 steigt diese Zahl auf ca. 90.000 $. Seit der Aufgabe des Goldstandards im Jahre 1971 haben wir eine ungedeckte Papierwährung und deshalb hat sich der Inflationsindex auch um 560 % erhöht.
Warum ist die Bank nicht Ihr Partner? Ganz einfach, eine Bank ist ein profitorientiertes Unternehmen. Ihr Geld soll also bei der Bank Geld verdienen. Aber für wen? Für Sie oder für die Bank? Für die Bank natürlich, aber nur bei Gewinnen ; Verluste werden dem Staat, also uns Steuerzahlern aufs Auge gedrückt. Aktuelles Beispiel: Die deutschen Landesbanken. Denken Sie darüber nach ob Sie Ihre Finanzen nicht besser selbst in die Hand nehmen sollten? Ein Bundesbürger hat durchschnittlich über 5000 EUR auf seinem Sparbuch liegen. Sagen wir mal es bringt vor Steuern eine Rendite von 3 % und nach Steuern von 2 % und die Inflation liegt wie oben erläutert bei 9 %. Dann hat der fleissige Sparer nach 10 Jahren 2/3 seinen Vermögens verloren. Die Inflation hat ihn also auch ohne Währungsreform enteignet.
Merksatz: Inflation ist Enteignung. Mit Gold und Silber können Sie voraussichtlich nicht nur Ihre Kaufkraft erhalten, sondern diese sogar bei weiter anhaltenden Trends noch steigern.
Sind Notenbanken unabhängig?
In unserer Welt ist der Dollar die Leitwährung und darauf basiert auch die Macht der USA. Dies beweisen auch die folgenden Zahlen:
Land Anteil am Weltsozialprodukt in %
Quelle: Dipl. Kaufmann Claus Vogt, quirin Bank
Die sogenannten BRIC Staaten kommen also insgesamt nur auf 10 % bzw. liegen zusammen unter einem Drittel der USA. Bekanntlich wackelt der Hund mit dem Schwanz. Vorstehende Zahlen sagen klar aus, wer der Hund ist: die USA und dieser Hund wackelt derzeit erheblich.
Die Abkopplungstheorie ist Unsinn. Wir haben wahrscheinlich auch erst ein Bruchteil der Finanzkrise gesehen und evtl. das Schlimmste noch vor uns. Der Hund wird auch maßgeblich die Richtung bestimmen, wenn es um die Finanzkrise geht.
Und hier wiederum ist die amerikanische Notenbank, die FED, maßgebend. Sie ist nicht, wie die meisten Menschen glauben, staatlich, sondern privat und hat natürlich die Interessen ihrer Eigentümer, der Hochfinanz zu berücksichtigen. Glauben Sie, die Hochfinanz hat ein Interesse, dass Sie Ihr Geld in physisches Silber investieren? Mit Sicherheit nicht, denn Silber ist knapp und es daher auch nicht für alle Anleger / Bürger verfügbar.
Der Silber Markt ist sehr eng und die gesamte Marktkapitalizierung von Silber liegt in der Größenordnung eines DAX Unternehmens wie der Linde AG, nämlich nur bei ca. 18 Milliarden Dollar. Die Hochfinanz und die Industrie wollen also gar nicht, dass die breite Masse in Silber geht. Dies würde den Preis explodieren lassen und hätte negative Folgen für das Finanzsystem.
Im Gegenteil, viele Experten glauben, dass die Notenbanken unter anderem auch bei den Preisen für Edelmetalle intervenieren (in die Preisbildung eingreifen). Dazu dienen z.B. die lauten Ankündigungen von Goldverkäufen. In Wirklichkeit wird das Gold nur von Notenbank zu Notenbank geschoben. Man könnte also genauso Goldkäufe verkünden. Im Ergebnis ist es ein Nullsummenspiel und dieses Gold kommt auch gar nicht als Angebot an die Börse (Comex).
Derzeit haben die Notenbanken den Auftrag das Finanzsystem zu retten. Das funktioniert nur über eine Ausweitung der Geldmenge: Sprich Inflation, sprich Enteignung der breiten Masse. Das Paradoxe an der derzeitigen Situation: Die FED hat zwar den offiziellen Auftrag Inflation zu bekämpfen, muss jedoch, um den Allerwertesten ihrer Eigentümer zu retten diese sogar verstärken. Auch die EZB wird daher, trotz gegenteiliger Propaganda, keine Chance haben die Zinsen zu erhöhen. Denn auch die EZB ist abhängig von den Interessen der Politik.
Aktuelle Gründe, warum sie Silber kaufen sollten
* Finanzkrise
* Aktien und Immobilien sind teuer
* Der 30 jährige Rohstoffzyklus
Finanzkrise
Allmählich lichtet sich der Nebel über der internationalen Finanzkrise. Es besteht ein Klumpenrisiko, denn 55 % aller gesamten Kredite sind Immobilienkredite. Es wird auch deutlich, dass es sich um mehr als nur eine US Immobilienkrise handelt. Die Amerikaner sind mit 340 % ihres Bruttoinlandproduktes (BIP) verschuldet. Die Kluft zwischen Finanzvermögen und zwischen realen Vermögen wird immer größer.
Die Finanzderivate (Wetten auf irgendwas) sind laut der BIZ (Die Zentralbank der Zentralbanken) auf ca. 600 Billionen Dollar rapide angestiegen und stellen derzeitz wohl noch das größte denkbare Risiko dar. Von Januar bis April 2008 ist die M3 Geldmenge in den USA um 20 % und in Europa um 15 % gestiegen. Die Inflation galoppiert und der Dollar wird nicht mehr ewig zu halten sein. Vorbereitungen für eine neue Währung sollen im Geheimen schon laufen.
Die derzeitige Krise ist aber wohl bei der breiten Bevölkerung noch nicht angekommen. Sie frisst sich im Moment von unten nach oben durch und wir haben wohl bisher erst einen Bruchteil davon gesehen. Auf jeden Fall haben wir es mit einer Verschuldungsblase der USA (und auch anderen Staaten) zu tun. Diese Blase der Weltwirtschaftsmacht Nr. 1 ist eine Grundlage für die zukünftige Entwicklung. Die USA befindet sich auf dem Weg in die Rezession und wird den Rest der Welt mitziehen.
Aktien und Immobilien sind teuer
Die Fundamentalanalyse zeigt, dass evlt. auch mit Aktien in den nächsten Jahren kein Geld zu verdienen ist. Aufgehelt wird die Lage wohl erst, wenn wir über die alten Hochs im Dax von ca. 8.130 Punkten gehen. Kurzfristig ist ein Anstieg aufgrund der überschüssigen Liquidität (Geldmengen), welche durch die Notenbanken derzeit üppig verteilt werden, natürlich möglich. Langfristig sollte hier aber ein großer Widerstand beim Das liegen. Schauen sie sich den DAX seit 1959 im Schaubild an. Geld verdienen konnten Sie mit Aktien von 1990 bis 2000. Von 1960 bis 1980 trat er auf der Stelle.
Bild 3: DAX Verlauf seit 1959 Quelle: www.marktdaten.de
Und was ist mit Immobilien? Im Gegensatz zu den USA, England oder Spanien gibt es in Deutschland keine Immobilienblase. Die Investoren im Osten haben sich bereits eine blutige Nase geholt und die Preise sind im Keller. Mit deutschen Immobilienaktien lässt sich im Moment kein Geld verdienen, dazu brauchen Sie einen sehr langen Atem. Und wenn Sie versuchen sollten Ihr Eigenheim zu versilbern, werden Sie feststellten, dass sich der Markt einen ganz anderen Preis vorstellt, als Sie das tun. Kredite und Kaufkraft werden knapper und das schlägt genauso auf die Preise durch wie das wachsende Angebot an gebrauchten Wohnhäusern. Denn bei eigengenutzten Immobilien geht der Trend derzeit aus Kostengründen weg vom Eigenheim, hin zu der 4 Zimmer Wohnung.
Der 30 jährige Rohstoffzyklus
Schauen Sie sich einmal die Entwicklung der Rohstoffe an und sie werden einen 30 Jahres Zyklus entdecken. Dieser folgt mit einer Zeitverzögerung dem Anstieg der Geldmenge.
Nach dem 2. Weltkrieg sind folgende Rohstoffhöchststände festzustellen:
1950... 1980... und wahrscheinlich 2010
Seit der Aufgabe des Goldstandards in 1971 steigt - mit einer Verzögerungsphase von etwa 10 Jahren - die Inflation ab 1980 an und diesem Anstieg folgen die Rohstoffpreise. Der nächste Höhepunkt ist also in diesem 30 jährigen Zeitraum das Jahr 2010.
Wenn Sie sich andere Metalle wie Kupfer oder Blei oder das Öl anschauen, dann haben diese Rohstoffe schon den größten Teil des Anstiegs hinter sich. Auch das ist typisch. Gold und Silber kommen erst am Schluss dran. Dies hängt damit zusammen, das die Edelmetallpreise gedrückt werden, damit der Durchschnittsbürger nicht in Gold und Silber geht und damit das System normal weiter funktionieren kann.
Im letzten Anstieg von 1966 bis 1980 stieg Silber um das 40 fache von 1,25 $ auf 50 $ (siehe Bild 2). In der Goldhausse von 1985 – 1987 ist Gold in 150 Wochen nur 25 Wochen gestiegen. Auf steile Anstiege erfolgen lange Durststrecken. Das Spiel heisst: Verunsicherung. Otto Normalverbraucher soll aus diesem Markt ferngehalten werden.
Schauen Sie sich die typische Entwicklung von Silber in 2008 an. (Bild 4)
Von Jan bis März stieg Silber (von 15 $ auf 21 $), dann wurde es mit der Keule auf ca. 16,5 Dollar hinuntergeprügelt und seitdem pendelt es in einer klassischen Dreiecksformation hin und her. Nach dem steilen Anstieg folgte die „Keule“. Mit dieser treibt man vor allem die Kunden mit „Knock out“-Zertifikaten aus dem Markt, dann folgt die „Streckbank“, mit dieser Folter quält man die Optionsscheininhaber. Fragen Sie mal Herrn Nef vom Tell Gold und Silber Fonds. Er ist mit ca. 50 % in Silberoptionen investiert und weiss wovon ich rede. Oder schauen Sie sich die Silberkurse seit 2000 an, dann werden sie dieses Muster immer wieder finden.
Herr Nef weiss aber auch, dass wir in der Schlussphase des Inflationsjahrzehnts sind und das uns in den nächsten 2 Jahren die höchsten Silberpreisanstiege seit Jahrzehnten bevorstehen.
Deswegen lässt er sich auf das Emittentenrisiko und die Streckbankfolter ein. No risk no fun.
Bild 4: Silberfuture May 2008, Chart vom Jan – April 2008. Quelle: cmc markets.
Ausblick auf 2010
Ich hoffe es ist mit diesem Artikel verständlicher geworden, dass Silber neben Gold über ein erhebliches Potenzial verfügt hat und das die bekannte Empfehlung, mindestens 10% in Edelmetalle zu investieren mehr als zutreffend ist. Warum nur 10 % bei diesen Chancen oder eventuell auch mehr? Das müssen Sie selbst entscheiden.
Aber bitte zunächst in physisches Silber, also in Münzen und Barren. In Finanzderivaten wie Optionsscheine sollten Sie nur das Geld tun, welches sie notfalls auch entbehren können. Und auch Minenaktien sind nichts für schwache Nerven, da deren Volatilität hoch ist.
Allerdings können Sie unterirdisches Silber hier mehrwertsteuerfrei einkaufen. Obwohl viele Minenaktien Nachholbedarf haben sind es Aktien. Viele sogenannten Experten schreiben voneinander ab oder haben Sonderinteressen. Es ist deshalb nur dann sinnvoll, dort zu investieren, wenn Sie sich die Zeit nehmen, sich diese Aktien selbst anzuschauen und sich eine eigene Meinung bilden. Beachten sollten sie das Länderrisiko und die Marktkapitalisierung. Je kleiner desto mehr Risiko, aber auch mehr Chancen. Auf jeden Fall sollten Sie nicht alle Eier in einen Korb legen, dann ist Ihr Risiko begrenzt und ihre Chancen sind zahlreicher.
Wie hat sich Silber in der letzten Hausse verhalten? In der Schlussphase ist es von 6 $ auf 50 $ gestiegen. Diesmal gibt es viele Experten, die den Preis in 2010 bei über 100 $/ Unze sehen. Einigkeit herrscht unter den Experten darüber, dass Silber ein 2 – 3 mal höheres Potenzial als Gold hat. Wenn Gold sein inflationsbereinigtes Allzeithoch von 850 $ wieder erreichen wird, und das ist in der laufenden Goldhausse das Mindestziel, dann muss es inflationsbereinigt auf ca. 3000 $ steigen. Von heute aus betrachtet also um den Faktor 3. Wenn Silber das 2 - 3 fache Potenzial hat, wird es also um den Faktor 6 – 9 steigen.
Von heute aus betrachtet also auf 100 bis 160 $ / Unze am Höhepunkt des Rohstoffzyklus.
Die derzeitige Silberhausse hat 2000 begonnen und dürfte 2010 / 2011 einen Höhepunkt erreichen.
Die Preisentwicklung wird von vielen nicht berechenbaren und unvorhersehbaren Faktoren beeinflußt. Der Kopf hilft also nicht viel weiter. Also sollten Sie Ihren Bauch befragen. Der weiss wahrscheinlich mehr. Auch mein Bauch sagt mir, der Preis wird sich 2010 / 2011 irgendwo zwischen 50 und 150 bewegen, allerdings sagt er mir nicht in welcher Währung.
Meine Oma hat zwei Währungsreformen erlebt, jeweils nach Weltkriegen. Eine dritte Währungsreform kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Beten wir, das sie nicht nach einem dritten Weltkrieg kommt.
Auf jeden Fall ist Silber die bessere Lebens- und Rentenversicherung. Die Probleme der Renten- und Lebensversicherer stehen uns noch bevor. In den USA werden demnächst einige Pensionskassen bankrott gehen. Auch das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Wie dem auch sei, noch ist der Silberzug nicht am Zielbahnhof angekommen. Den steilsten Teil der Wegstrecke hat er noch vor sich. Auf jeden lohnt es sich noch einzusteigen.
Gerhard Nadolny im April 2008
Welche Gründe fallen Ihnen ein, warum Sie Silber kaufen sollten?
Als Laie werden Ihnen hierzu sicherlich nur wenige Gründe einfallen, aber genau genommen spricht vieles dafür, weshalb Sie sich Silber kaufen sollten. Mit den wichtigsten Argumenten, die für Silber sprechen, möchte ich Sie in diesem Artikel vertraut machen.
Zunächst aber die Frage, welche Gründe sind für Sie wichtig? Ganz einfach, alle bei denen es um Ihre finanzielle Zukunft geht. Bevor ich einen Blick in das Jahr 2010 werfe lassen Sie mich doch zunächst mit etwas Grundsätzlichem beginnen, um Ihnen dann aktuelle Gründe zu nennen.
Grundsätzliche Gründe
* Silber ist kein Papier
* Silber ist kein Versprechen
* Silber ist knapp
* 3 Speichen Theorie
* Silber wurde noch nie verboten
* Silber ist frei von Abgeltungssteuer
* Silber ist anonym
* Silber lügt nicht
Silber ist kein Papier
Bisher ist jede Papierwährung, die je von Menschen geschaffen wurde, untergegangen.
Der Nationalökonom David Ricardo schrieb bereits im 19. Jahrhundert:
“Die Erfahrung lehrt uns, dass kein Staat und keine Bank jemals die unbeschränkte Möglichkeit der Papiergeldausgabe besaß, ohne sie zu mißbrauchen“.
Diese Aussage ist heute noch hochaktuell. 5 Beispiele aus der Vergangenheit:
1. Chinesisches Geld, welches wurde zwischen 1260 und 1360 ausgegeben wurde, endete in Hyperinflation.
2. Das „Mississippi System“ von John Law aus dem Jahre 1716 endete bereits 1720 mit dem Total-Zusammenbruch. Restwert: Null.
3. Die „Continental Noten“ aus der Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges, ausgegeben 1775 besaßen im Jahre 1780 nur noch 1/40 ihres ursprünglichen Wertes.
4. Das Papiergeld aus der Zeit der französischen Revolution, ausgegeben von 1790 bis 1796 besaß im Jahre 1797 nur noch 1/600 seines ursprünglichen Wertes.
5. Die Mark aus der Weimarer Republik wurde ausgegeben von 1919 bis 1924. Am Ende hatte sie noch 1 Trillionstel (!) ihres ursprünglichen Wertes
Silber ist kein Versprechen
Eine Unze Silber ist eine Unze und wird immer eine Unze Silber bleiben.
Es gibt kein „Counterpart“ - Risiko. Bei Papierwerten haben Sie immer ein Gegenüber, der Ihnen ein Versprechen abgegeben hat. Dieses Versprechen kann gebrochen werden. Oder derjenige, der Ihnen was versprochen hat kann Pleite gehen (Emittentenrisiko). Die Banken müssen Geld verdienen, am liebsten mit Papierprodukten, wie Aktien, Anleihen. Krediten oder Derivaten. Also auch mit Papiersilber (Hebelprodukte, Optionsscheine, Indexfonds etc.). Papiersilber ist jedoch gefährlich. Denn es stellt ein Versprechen dar, das gebrochen werden kann.
Silber ist knapp
Nach Meinung vieler Experten, ist Silber sogar knapper als Gold. Seriöse Schätzungen gehen davon aus, das der oberirdische Bestand bei 1 Milliarden Silberunzen liegt (während der Goldbestand bei 5 Milliarden Unzen liegt).
Wichitg hierzu: Silber wird verbraucht, Gold wird überwiegend gehortet!
Die industrielle Nachfrage steigt (Stichworte: supraleitfähig, antibakteriell etc.) Ein Chinese verbraucht erst 1 /70 soviel Silber wie ein Nordamerikaner. Dies wird sich ändern.
Die monetäre Nachfrage wächst (ETF, Silberbarren, Münzen etc.)
Schon seit Jahrhunderten gilt: Silber ist das „Gold des armen Mannes“, deshalb wird in der aktuellen Finanzkrise die Nachfrage nach Silbermünzen weiter ansteigen.
Die Reserven u. Ressourcen vieler Silberminen haben nach Schätzungen eine Rest - Lebensdauer von ca. 15 – 20 Jahren. Da Silber zu 71 Prozent als Nebenprodukt bei der Gewinnung von Kupfer, Blei, Zink oder Gold anfällt, kann die Förderung selbst bei anziehenden Preisen nicht sofort gesteigert werden.
Seine langfristige Relation zu Gold liegt bei ca. 1: 31. Bei weiter ausdehnenden Nahrungs- und Finanzkrisen sehen Experten einem möglichen Goldpreis von ca. 5000 $ je Feinunze Gold (auf dem Höhepunkt des Rohstoffzyklus). Aus dieser Perspektive, ergäbe sich daher auch ein mögliches Kursziel für Silber von ca. 100 - 160 $ je Feinunze.
Dieser historische Silberpreis-Chart zeigt, wie sich Silber im aktuellen Rohstoffzyklus bisher entwickelt hat.
Silberpreis von 1970 bis Heute
3 Speichen Regel
Stellen Sie sich ein Rad mit 3 Speichen vor und schon haben Sie das älteste und erfolgreichste Investitionskonzept vor Augen. Eine Speiche steht für Aktien, die zweite für Immobilien und die dritte für Edelmetalle. Bis 2000 war die Aktienspeiche oben, dann fielen die Aktien und die Edelmetall- Speiche stieg nach oben. In der Vergangenheit galt für das Profitziel von unten nach oben der Faktor 30. Im Jahre 2000 stand Silber bei ca. 5 $ je Unze x 30 = 150 $ je Unze, nach der 3 Speichen – Regel liegt das Ziel für Silber also auch im Bereich von 150 $ je Unze.
Silber wurde noch nie verboten
Der Goldbesitz war schon oft illegal. In den USA war es den Bürgern von 1933 –1974 unter Androhung von schwerer Strafe (Enteignung, Gefängnis) verboten, Gold zu besitzen oder damit zu handeln. Der Besitz von Silber war noch nie illegal und da Silber in erster Linie ein industrieller Rohstoff ist, wäre ein solches Verbot auch kaum vorstellbar bzw. umzusetzen.
Silber ist frei von der Abgeltungssteuer
In keiner Einkommenssteuererklärung der Welt, gibt es eine Spalte für Silber. Nach derzeitigem Recht, sind Kurszuwächse die Sie mit Silber erzielen nach eineme Jahr steuerfrei.
Silber ist anonym
Viele Staaten und auch Deutschland sind hochverschuldet. Wenn die vorhandenen Steuerschrauben alle aufgedreht sind, dann wird die Kreativität des Finanzministers sicherlich neue Früchte tragen. Warum kein Lastenausgleich zwischen arm und reich. Neben der Grundsteuer ist also eine Steuer auch auf Edelmetalle wie Gold und Silber durchaus denkbar. Heute betreibt derjenige Steuerhinterziehung, der sein Geld einer Lichtensteiner Stiftung schenkt und dabei vergisst, Schenkungssteuer zu zahlen. Vielleicht wird in Zukunft derjenige zum Steuerhinterzieher, der mit versteuertem Geld Sachwerte wie Silber kauft, vergräbt und vergisst, es bei der Erfassung zu seiner Einkommensteuer anzugeben. Wie gesagt, vielleicht kommt es so in Zukunft, im Moment können Sie noch Edelmetalle kaufen und damit tun und lassen was Sie wollen. Ob Sie dies dann in einem Safe oder in Ihrem Gartenteich für schlechte Zeiten aufbewahren, bleibt Ihnen und Ihrer Kreativität überlassen.
Silber lügt nicht
Ich würde mir zwar nie erlauben zu behaupten, dass verantwortliche in unserem System nicht immer die Wahrheit sagen, aber ich empfehle Ihnen dringend:
* Vertrauen Sie keiner Statistik, die von der Politik erstellt wird
* Glauben Sie bitte nicht, dass Banken in Finanzangelegenheiten nur an Ihren Vorteil denken
* Glauben Sie auch nicht, dass Notenbanken wirklich unabhängig sind
Beispiel: Inflationsstatistik
Quelle www.shadowstats.com
Die offizielle Inflation liegt in den USA derzeit bei 4 % und in Europa bei 3 %. Wer diesen Zahlen glaubt, der glaubt auch dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.
Es gibt eine ganz einfache Formel zur Ermittlung der realistischen Inflation:
Inflation = Geldmengenwachstum (M3) - BIP (Wirtschaftwachstum)
In den USA liegt das Geldmengenwachstum derzeit über 16 % (siehe Bild blaue Linie) und in Europa über 12 %. Das Wirtschaftswachstum liegt bei max. 4 % bzw. 3 %. Wir haben also z.Z. eine realistische Inflation in den USA von ca. 12 % und in Europa von ca. 9 % ! Dies können die Politiker jedoch nicht zugeben, denn dann müssten Löhne, Renten, Hartz IV etc. erheblich steigen und das können sie nicht leisten. Tatsache ist, dass die Realeinkommen der Arbeitnehmer seit Jahren zurückgehen, während viele Unternehmensgewinne großer Konzerne steigen.
In den USA musste 1990 eine Familie rund 50.000 $ Jahreseinkommen erzielen, um den Lebensstandard zu halten. Im Jahr 2008 steigt diese Zahl auf ca. 90.000 $. Seit der Aufgabe des Goldstandards im Jahre 1971 haben wir eine ungedeckte Papierwährung und deshalb hat sich der Inflationsindex auch um 560 % erhöht.
Warum ist die Bank nicht Ihr Partner? Ganz einfach, eine Bank ist ein profitorientiertes Unternehmen. Ihr Geld soll also bei der Bank Geld verdienen. Aber für wen? Für Sie oder für die Bank? Für die Bank natürlich, aber nur bei Gewinnen ; Verluste werden dem Staat, also uns Steuerzahlern aufs Auge gedrückt. Aktuelles Beispiel: Die deutschen Landesbanken. Denken Sie darüber nach ob Sie Ihre Finanzen nicht besser selbst in die Hand nehmen sollten? Ein Bundesbürger hat durchschnittlich über 5000 EUR auf seinem Sparbuch liegen. Sagen wir mal es bringt vor Steuern eine Rendite von 3 % und nach Steuern von 2 % und die Inflation liegt wie oben erläutert bei 9 %. Dann hat der fleissige Sparer nach 10 Jahren 2/3 seinen Vermögens verloren. Die Inflation hat ihn also auch ohne Währungsreform enteignet.
Merksatz: Inflation ist Enteignung. Mit Gold und Silber können Sie voraussichtlich nicht nur Ihre Kaufkraft erhalten, sondern diese sogar bei weiter anhaltenden Trends noch steigern.
Sind Notenbanken unabhängig?
In unserer Welt ist der Dollar die Leitwährung und darauf basiert auch die Macht der USA. Dies beweisen auch die folgenden Zahlen:
Land Anteil am Weltsozialprodukt in %
Quelle: Dipl. Kaufmann Claus Vogt, quirin Bank
Die sogenannten BRIC Staaten kommen also insgesamt nur auf 10 % bzw. liegen zusammen unter einem Drittel der USA. Bekanntlich wackelt der Hund mit dem Schwanz. Vorstehende Zahlen sagen klar aus, wer der Hund ist: die USA und dieser Hund wackelt derzeit erheblich.
Die Abkopplungstheorie ist Unsinn. Wir haben wahrscheinlich auch erst ein Bruchteil der Finanzkrise gesehen und evtl. das Schlimmste noch vor uns. Der Hund wird auch maßgeblich die Richtung bestimmen, wenn es um die Finanzkrise geht.
Und hier wiederum ist die amerikanische Notenbank, die FED, maßgebend. Sie ist nicht, wie die meisten Menschen glauben, staatlich, sondern privat und hat natürlich die Interessen ihrer Eigentümer, der Hochfinanz zu berücksichtigen. Glauben Sie, die Hochfinanz hat ein Interesse, dass Sie Ihr Geld in physisches Silber investieren? Mit Sicherheit nicht, denn Silber ist knapp und es daher auch nicht für alle Anleger / Bürger verfügbar.
Der Silber Markt ist sehr eng und die gesamte Marktkapitalizierung von Silber liegt in der Größenordnung eines DAX Unternehmens wie der Linde AG, nämlich nur bei ca. 18 Milliarden Dollar. Die Hochfinanz und die Industrie wollen also gar nicht, dass die breite Masse in Silber geht. Dies würde den Preis explodieren lassen und hätte negative Folgen für das Finanzsystem.
Im Gegenteil, viele Experten glauben, dass die Notenbanken unter anderem auch bei den Preisen für Edelmetalle intervenieren (in die Preisbildung eingreifen). Dazu dienen z.B. die lauten Ankündigungen von Goldverkäufen. In Wirklichkeit wird das Gold nur von Notenbank zu Notenbank geschoben. Man könnte also genauso Goldkäufe verkünden. Im Ergebnis ist es ein Nullsummenspiel und dieses Gold kommt auch gar nicht als Angebot an die Börse (Comex).
Derzeit haben die Notenbanken den Auftrag das Finanzsystem zu retten. Das funktioniert nur über eine Ausweitung der Geldmenge: Sprich Inflation, sprich Enteignung der breiten Masse. Das Paradoxe an der derzeitigen Situation: Die FED hat zwar den offiziellen Auftrag Inflation zu bekämpfen, muss jedoch, um den Allerwertesten ihrer Eigentümer zu retten diese sogar verstärken. Auch die EZB wird daher, trotz gegenteiliger Propaganda, keine Chance haben die Zinsen zu erhöhen. Denn auch die EZB ist abhängig von den Interessen der Politik.
Aktuelle Gründe, warum sie Silber kaufen sollten
* Finanzkrise
* Aktien und Immobilien sind teuer
* Der 30 jährige Rohstoffzyklus
Finanzkrise
Allmählich lichtet sich der Nebel über der internationalen Finanzkrise. Es besteht ein Klumpenrisiko, denn 55 % aller gesamten Kredite sind Immobilienkredite. Es wird auch deutlich, dass es sich um mehr als nur eine US Immobilienkrise handelt. Die Amerikaner sind mit 340 % ihres Bruttoinlandproduktes (BIP) verschuldet. Die Kluft zwischen Finanzvermögen und zwischen realen Vermögen wird immer größer.
Die Finanzderivate (Wetten auf irgendwas) sind laut der BIZ (Die Zentralbank der Zentralbanken) auf ca. 600 Billionen Dollar rapide angestiegen und stellen derzeitz wohl noch das größte denkbare Risiko dar. Von Januar bis April 2008 ist die M3 Geldmenge in den USA um 20 % und in Europa um 15 % gestiegen. Die Inflation galoppiert und der Dollar wird nicht mehr ewig zu halten sein. Vorbereitungen für eine neue Währung sollen im Geheimen schon laufen.
Die derzeitige Krise ist aber wohl bei der breiten Bevölkerung noch nicht angekommen. Sie frisst sich im Moment von unten nach oben durch und wir haben wohl bisher erst einen Bruchteil davon gesehen. Auf jeden Fall haben wir es mit einer Verschuldungsblase der USA (und auch anderen Staaten) zu tun. Diese Blase der Weltwirtschaftsmacht Nr. 1 ist eine Grundlage für die zukünftige Entwicklung. Die USA befindet sich auf dem Weg in die Rezession und wird den Rest der Welt mitziehen.
Aktien und Immobilien sind teuer
Die Fundamentalanalyse zeigt, dass evlt. auch mit Aktien in den nächsten Jahren kein Geld zu verdienen ist. Aufgehelt wird die Lage wohl erst, wenn wir über die alten Hochs im Dax von ca. 8.130 Punkten gehen. Kurzfristig ist ein Anstieg aufgrund der überschüssigen Liquidität (Geldmengen), welche durch die Notenbanken derzeit üppig verteilt werden, natürlich möglich. Langfristig sollte hier aber ein großer Widerstand beim Das liegen. Schauen sie sich den DAX seit 1959 im Schaubild an. Geld verdienen konnten Sie mit Aktien von 1990 bis 2000. Von 1960 bis 1980 trat er auf der Stelle.
Bild 3: DAX Verlauf seit 1959 Quelle: www.marktdaten.de
Und was ist mit Immobilien? Im Gegensatz zu den USA, England oder Spanien gibt es in Deutschland keine Immobilienblase. Die Investoren im Osten haben sich bereits eine blutige Nase geholt und die Preise sind im Keller. Mit deutschen Immobilienaktien lässt sich im Moment kein Geld verdienen, dazu brauchen Sie einen sehr langen Atem. Und wenn Sie versuchen sollten Ihr Eigenheim zu versilbern, werden Sie feststellten, dass sich der Markt einen ganz anderen Preis vorstellt, als Sie das tun. Kredite und Kaufkraft werden knapper und das schlägt genauso auf die Preise durch wie das wachsende Angebot an gebrauchten Wohnhäusern. Denn bei eigengenutzten Immobilien geht der Trend derzeit aus Kostengründen weg vom Eigenheim, hin zu der 4 Zimmer Wohnung.
Der 30 jährige Rohstoffzyklus
Schauen Sie sich einmal die Entwicklung der Rohstoffe an und sie werden einen 30 Jahres Zyklus entdecken. Dieser folgt mit einer Zeitverzögerung dem Anstieg der Geldmenge.
Nach dem 2. Weltkrieg sind folgende Rohstoffhöchststände festzustellen:
1950... 1980... und wahrscheinlich 2010
Seit der Aufgabe des Goldstandards in 1971 steigt - mit einer Verzögerungsphase von etwa 10 Jahren - die Inflation ab 1980 an und diesem Anstieg folgen die Rohstoffpreise. Der nächste Höhepunkt ist also in diesem 30 jährigen Zeitraum das Jahr 2010.
Wenn Sie sich andere Metalle wie Kupfer oder Blei oder das Öl anschauen, dann haben diese Rohstoffe schon den größten Teil des Anstiegs hinter sich. Auch das ist typisch. Gold und Silber kommen erst am Schluss dran. Dies hängt damit zusammen, das die Edelmetallpreise gedrückt werden, damit der Durchschnittsbürger nicht in Gold und Silber geht und damit das System normal weiter funktionieren kann.
Im letzten Anstieg von 1966 bis 1980 stieg Silber um das 40 fache von 1,25 $ auf 50 $ (siehe Bild 2). In der Goldhausse von 1985 – 1987 ist Gold in 150 Wochen nur 25 Wochen gestiegen. Auf steile Anstiege erfolgen lange Durststrecken. Das Spiel heisst: Verunsicherung. Otto Normalverbraucher soll aus diesem Markt ferngehalten werden.
Schauen Sie sich die typische Entwicklung von Silber in 2008 an. (Bild 4)
Von Jan bis März stieg Silber (von 15 $ auf 21 $), dann wurde es mit der Keule auf ca. 16,5 Dollar hinuntergeprügelt und seitdem pendelt es in einer klassischen Dreiecksformation hin und her. Nach dem steilen Anstieg folgte die „Keule“. Mit dieser treibt man vor allem die Kunden mit „Knock out“-Zertifikaten aus dem Markt, dann folgt die „Streckbank“, mit dieser Folter quält man die Optionsscheininhaber. Fragen Sie mal Herrn Nef vom Tell Gold und Silber Fonds. Er ist mit ca. 50 % in Silberoptionen investiert und weiss wovon ich rede. Oder schauen Sie sich die Silberkurse seit 2000 an, dann werden sie dieses Muster immer wieder finden.
Herr Nef weiss aber auch, dass wir in der Schlussphase des Inflationsjahrzehnts sind und das uns in den nächsten 2 Jahren die höchsten Silberpreisanstiege seit Jahrzehnten bevorstehen.
Deswegen lässt er sich auf das Emittentenrisiko und die Streckbankfolter ein. No risk no fun.
Bild 4: Silberfuture May 2008, Chart vom Jan – April 2008. Quelle: cmc markets.
Ausblick auf 2010
Ich hoffe es ist mit diesem Artikel verständlicher geworden, dass Silber neben Gold über ein erhebliches Potenzial verfügt hat und das die bekannte Empfehlung, mindestens 10% in Edelmetalle zu investieren mehr als zutreffend ist. Warum nur 10 % bei diesen Chancen oder eventuell auch mehr? Das müssen Sie selbst entscheiden.
Aber bitte zunächst in physisches Silber, also in Münzen und Barren. In Finanzderivaten wie Optionsscheine sollten Sie nur das Geld tun, welches sie notfalls auch entbehren können. Und auch Minenaktien sind nichts für schwache Nerven, da deren Volatilität hoch ist.
Allerdings können Sie unterirdisches Silber hier mehrwertsteuerfrei einkaufen. Obwohl viele Minenaktien Nachholbedarf haben sind es Aktien. Viele sogenannten Experten schreiben voneinander ab oder haben Sonderinteressen. Es ist deshalb nur dann sinnvoll, dort zu investieren, wenn Sie sich die Zeit nehmen, sich diese Aktien selbst anzuschauen und sich eine eigene Meinung bilden. Beachten sollten sie das Länderrisiko und die Marktkapitalisierung. Je kleiner desto mehr Risiko, aber auch mehr Chancen. Auf jeden Fall sollten Sie nicht alle Eier in einen Korb legen, dann ist Ihr Risiko begrenzt und ihre Chancen sind zahlreicher.
Wie hat sich Silber in der letzten Hausse verhalten? In der Schlussphase ist es von 6 $ auf 50 $ gestiegen. Diesmal gibt es viele Experten, die den Preis in 2010 bei über 100 $/ Unze sehen. Einigkeit herrscht unter den Experten darüber, dass Silber ein 2 – 3 mal höheres Potenzial als Gold hat. Wenn Gold sein inflationsbereinigtes Allzeithoch von 850 $ wieder erreichen wird, und das ist in der laufenden Goldhausse das Mindestziel, dann muss es inflationsbereinigt auf ca. 3000 $ steigen. Von heute aus betrachtet also um den Faktor 3. Wenn Silber das 2 - 3 fache Potenzial hat, wird es also um den Faktor 6 – 9 steigen.
Von heute aus betrachtet also auf 100 bis 160 $ / Unze am Höhepunkt des Rohstoffzyklus.
Die derzeitige Silberhausse hat 2000 begonnen und dürfte 2010 / 2011 einen Höhepunkt erreichen.
Die Preisentwicklung wird von vielen nicht berechenbaren und unvorhersehbaren Faktoren beeinflußt. Der Kopf hilft also nicht viel weiter. Also sollten Sie Ihren Bauch befragen. Der weiss wahrscheinlich mehr. Auch mein Bauch sagt mir, der Preis wird sich 2010 / 2011 irgendwo zwischen 50 und 150 bewegen, allerdings sagt er mir nicht in welcher Währung.
Meine Oma hat zwei Währungsreformen erlebt, jeweils nach Weltkriegen. Eine dritte Währungsreform kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Beten wir, das sie nicht nach einem dritten Weltkrieg kommt.
Auf jeden Fall ist Silber die bessere Lebens- und Rentenversicherung. Die Probleme der Renten- und Lebensversicherer stehen uns noch bevor. In den USA werden demnächst einige Pensionskassen bankrott gehen. Auch das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Wie dem auch sei, noch ist der Silberzug nicht am Zielbahnhof angekommen. Den steilsten Teil der Wegstrecke hat er noch vor sich. Auf jeden lohnt es sich noch einzusteigen.
Gerhard Nadolny im April 2008
Labels:
Silber
Wirtschaftkrise : Regierungen haben Angst vor bürgerkriegsähnlichen Zuständen
Wirtschaftskrise: Regierungen haben Angst vor bürgerkriegsähnlichen Zuständen
Michael Grandt
Rund um den Globus nehmen Ausschreitungen und Demonstrationen zu. Geheimdienste warnen und Regierungen bekommen es plötzlich mit der Angst vor ihrem eigenen Volk zu tun.
Die politische und soziale Lage wird aufgrund der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise immer dramatischer. Niemand hätte das vor einem Jahr für möglich gehalten, aber die Angst der Regierenden vor Aufständen, Ausschreitungen und Demonstrationen nimmt drastisch zu – und das nicht zu unrecht. Nachfolgend eine aktuelle Bestandsaufnahme.
Island: Lynchwütiger Mob macht Jagd auf den Premier
Das kleine Inselreich ist bankrott und nur mit Mühe konnte die Bereitschaftspolizei vor ein paar Wochen ihren Premier Geir Haarde vor einem lynchwütigen Mob schützen. Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes war die Regierung gezwungen, Neuwahlen wegen politischen und sozialen Unruhen anzukündigen. Diese gehen trotzdem Woche für Woche weiter: So entzünden erboste Demonstranten immer wieder Feuer im Eingang zum Amtssitz des Premiers, der bei den Neuwahlen im Mai nicht mehr antreten will und sich so der Verantwortung entzieht.
Lettland: Sturm auf das Parlament
Mitte Januar 2009 gab es das erste Mal seit 1991 wieder Straßenschlachten in der lettischen Hauptstadt Riga: Autos wurden angezündet, Geschäfte geplündert, die Polizei setzte Tränengas ein und griff hart durch. Etwa 1.000 wütende Letten versuchten sogar in das Parlament zu kommen, gelangten dabei bis zum Haupttor und warfen die Scheiben des Regierungssitzes ein, bevor die Polizei die Lage wieder unter Kontrolle bringen konnte.
Großbritannien: Schlimmste Rezession seit 100 Jahren
Großbritannien befindet sich in der schlimmsten Rezession seit 100 Jahren. Die lange Zeit erfolgreichste Volkswirtschaft Europas ist brutal abgestürzt und befindet sich am Boden, denn der Boom war (wie in den USA) auf Schulden aufgebaut. Die einstigen Träume platzen nun wie Seifenblasen. Auf erschreckend ansteigende Arbeitslosenzahlen folgen Wohnungs- und Hausräumungen, weil viele sich immer mehr verschuldet haben und nun die Raten nicht mehr zurückzahlen können. Nach Angaben des Spiegel (9/2009) verliert alle sieben Minuten jemand auf der Insel sein Haus. Auch die Altersvorsorge scheint nicht mehr so sicher wie sie mal war. Der Hass des Volkes auf die Banker wächst von Tag zu Tag. Schon warnt die britische Polizei vor schweren Unruhen im Land. Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass in naher Zukunft immer mehr Menschen an gewalttätigen Demonstrationen teilnehmen und randalierend durch britische Städte ziehen werden.
Irland: Die Angst geht um
Auch Irland steht am Abgrund: Durch das Wirtschaftswachstum der letzten Jahre verwöhnt, schlägt die Wucht der Finanzkrise umso härter zu: Das Platzen der Immobilienblase und der Einbruch des Welthandels sind für die irische Wirtschaft ein Doppelschlag, von dem sich das Land nicht so schnell erholen dürfte. Die Steuereinnahmen sind so niedrig, dass die Regierung gezwungen ist – trotz Rezession! – die Steuern zu erhöhen und die Ausgaben zu senken, um überhaupt noch irgendwie über die Runden zu kommen. Das ist der ideale Nährboden für gewaltsame Demonstrationen unzufriedener Bürger. Bei den Verantwortlichen geht die Angst um.
EU: Beobachtungsstelle für innere Unruhen
Führende Vertreter der Europäischen Union prognostizieren für das Jahr 2009 überall in der EU schwere soziale Unruhen, so schwer wie seit mehr als 100 Jahren nicht mehr! Ihre Sorge ist wohlbegründet, denn wie wütend das Volk über untätige Politiker und verantwortungslose Banker werden kann, haben die Vorfälle in Island und Lettland gezeigt. Nun bekommen es auch die EU-Regierungen langsam mit der Angst zu tun: Brüssel hat nun extra eine »Beobachtungsstelle« für innere Unruhen eingerichtet, in der Erkenntnisse der nationalen Geheimdienste über die Unzufriedenheit der Bevölkerung zusammengeführt werden sollen.
Die Angst vor den eigenen Völkern wächst.
USA: Warnung vor bürgerkriegsähnlichen Zuständen
Mit der Wirtschaft geht es immer schneller bergab, denn sie lebt zu 70 Prozent von der Binnennachfrage: Kaufen die Amerikaner also nichts mehr, wird die Krise immer schlimmer werden. Die Unsicherheit ist größer denn je. Auch die Massenarbeitslosigkeit nimmt dramatische Züge an: Seit Beginn der Krise gingen über 3,6 Millionen Jobs verloren und in einigen Bundesstaaten geht der Arbeitslosenversicherung bereits das Geld aus. Experten schätzen, dass bis Mitte des Jahres insgesamt 15 Bundesstaaten kein Arbeitslosengeld mehr auszahlen können. Die sozialen Folgen könnten dramatische Züge annehmen, die Zahl der Obdachlosen und die Unmut der Bevölkerung weiter wachsen, besonders in sozialen Brennpunkten. Auch in den USA wird die Angst vor Massenprotesten und Ausschreitungen immer größer. Das Institut für strategische Studien (Strategic Institute) des US Army War College hat bereits im November 2008 in einer Studie vor flächendeckenden bürgerkriegsähnlichen Zuständen in den Vereinigten Staaten gewarnt.
Russland: Tendenz zur Eskalation steigt
Nach einer vertraulichen Analyse des Moskauers Katastrophenschutzministeriums steigt die »Tendenz« zur Eskalation durch die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise an. Örtliche Funktionäre sind demnach »ernsthaft beunruhigt über die wachsende Unzufriedenheit des Volkes«. Der Duma-Abgeordnete Gennadi Gudkow erklärte gegenüber der Zeitung Nesawissimaja gaseta: »Sie warten ab, wie sich die Krise entwickelt. Die Menschen verlieren ihre Arbeit. Es könnten unvorhersehbare Dinge passieren.« In vielen Orten sind die Polizeikräfte zwischenzeitlich verstärkt und »schnelle Reaktionszentren« für die Bekämpfung von Revolten gebildet worden.
China: Das Regime fürchtet um sein politisches Überleben
Die chinesische Regierung soll aus Angst vor politischen Unruhen sogar die Wirtschaftswachstumsbilanzen gefälscht haben, um die Bevölkerung zu beruhigen. Die Wirtschaftskrise trifft das Land besonders hart, etwa 200 Millionen Chinesen sind schon arbeitslos. Das Regime fürchtet um sein politisches Überleben, sollte sich die Krise weiter verschlimmern.
Fazit: Nur ein Vorgeschmack
Das, was derzeit passiert, könnte aber nur ein kleiner Vorgeschmack auf das sein, was noch kommen kann. Spätestens wenn die Regierungen ihren Bürgern einräumen müssen, dass es aufgrund leerer Staatskassen ihre bis dahin gewohnten Renten- und Krankenversicherungszahlungen, kein Arbeitslosengeld, keine Hochschul- oder Ausbildungsangebote mehr geben wird, dürfte das Chaos ausbrechen.
Michael Grandt
Rund um den Globus nehmen Ausschreitungen und Demonstrationen zu. Geheimdienste warnen und Regierungen bekommen es plötzlich mit der Angst vor ihrem eigenen Volk zu tun.
Die politische und soziale Lage wird aufgrund der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise immer dramatischer. Niemand hätte das vor einem Jahr für möglich gehalten, aber die Angst der Regierenden vor Aufständen, Ausschreitungen und Demonstrationen nimmt drastisch zu – und das nicht zu unrecht. Nachfolgend eine aktuelle Bestandsaufnahme.
Island: Lynchwütiger Mob macht Jagd auf den Premier
Das kleine Inselreich ist bankrott und nur mit Mühe konnte die Bereitschaftspolizei vor ein paar Wochen ihren Premier Geir Haarde vor einem lynchwütigen Mob schützen. Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes war die Regierung gezwungen, Neuwahlen wegen politischen und sozialen Unruhen anzukündigen. Diese gehen trotzdem Woche für Woche weiter: So entzünden erboste Demonstranten immer wieder Feuer im Eingang zum Amtssitz des Premiers, der bei den Neuwahlen im Mai nicht mehr antreten will und sich so der Verantwortung entzieht.
Lettland: Sturm auf das Parlament
Mitte Januar 2009 gab es das erste Mal seit 1991 wieder Straßenschlachten in der lettischen Hauptstadt Riga: Autos wurden angezündet, Geschäfte geplündert, die Polizei setzte Tränengas ein und griff hart durch. Etwa 1.000 wütende Letten versuchten sogar in das Parlament zu kommen, gelangten dabei bis zum Haupttor und warfen die Scheiben des Regierungssitzes ein, bevor die Polizei die Lage wieder unter Kontrolle bringen konnte.
Großbritannien: Schlimmste Rezession seit 100 Jahren
Großbritannien befindet sich in der schlimmsten Rezession seit 100 Jahren. Die lange Zeit erfolgreichste Volkswirtschaft Europas ist brutal abgestürzt und befindet sich am Boden, denn der Boom war (wie in den USA) auf Schulden aufgebaut. Die einstigen Träume platzen nun wie Seifenblasen. Auf erschreckend ansteigende Arbeitslosenzahlen folgen Wohnungs- und Hausräumungen, weil viele sich immer mehr verschuldet haben und nun die Raten nicht mehr zurückzahlen können. Nach Angaben des Spiegel (9/2009) verliert alle sieben Minuten jemand auf der Insel sein Haus. Auch die Altersvorsorge scheint nicht mehr so sicher wie sie mal war. Der Hass des Volkes auf die Banker wächst von Tag zu Tag. Schon warnt die britische Polizei vor schweren Unruhen im Land. Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass in naher Zukunft immer mehr Menschen an gewalttätigen Demonstrationen teilnehmen und randalierend durch britische Städte ziehen werden.
Irland: Die Angst geht um
Auch Irland steht am Abgrund: Durch das Wirtschaftswachstum der letzten Jahre verwöhnt, schlägt die Wucht der Finanzkrise umso härter zu: Das Platzen der Immobilienblase und der Einbruch des Welthandels sind für die irische Wirtschaft ein Doppelschlag, von dem sich das Land nicht so schnell erholen dürfte. Die Steuereinnahmen sind so niedrig, dass die Regierung gezwungen ist – trotz Rezession! – die Steuern zu erhöhen und die Ausgaben zu senken, um überhaupt noch irgendwie über die Runden zu kommen. Das ist der ideale Nährboden für gewaltsame Demonstrationen unzufriedener Bürger. Bei den Verantwortlichen geht die Angst um.
EU: Beobachtungsstelle für innere Unruhen
Führende Vertreter der Europäischen Union prognostizieren für das Jahr 2009 überall in der EU schwere soziale Unruhen, so schwer wie seit mehr als 100 Jahren nicht mehr! Ihre Sorge ist wohlbegründet, denn wie wütend das Volk über untätige Politiker und verantwortungslose Banker werden kann, haben die Vorfälle in Island und Lettland gezeigt. Nun bekommen es auch die EU-Regierungen langsam mit der Angst zu tun: Brüssel hat nun extra eine »Beobachtungsstelle« für innere Unruhen eingerichtet, in der Erkenntnisse der nationalen Geheimdienste über die Unzufriedenheit der Bevölkerung zusammengeführt werden sollen.
Die Angst vor den eigenen Völkern wächst.
USA: Warnung vor bürgerkriegsähnlichen Zuständen
Mit der Wirtschaft geht es immer schneller bergab, denn sie lebt zu 70 Prozent von der Binnennachfrage: Kaufen die Amerikaner also nichts mehr, wird die Krise immer schlimmer werden. Die Unsicherheit ist größer denn je. Auch die Massenarbeitslosigkeit nimmt dramatische Züge an: Seit Beginn der Krise gingen über 3,6 Millionen Jobs verloren und in einigen Bundesstaaten geht der Arbeitslosenversicherung bereits das Geld aus. Experten schätzen, dass bis Mitte des Jahres insgesamt 15 Bundesstaaten kein Arbeitslosengeld mehr auszahlen können. Die sozialen Folgen könnten dramatische Züge annehmen, die Zahl der Obdachlosen und die Unmut der Bevölkerung weiter wachsen, besonders in sozialen Brennpunkten. Auch in den USA wird die Angst vor Massenprotesten und Ausschreitungen immer größer. Das Institut für strategische Studien (Strategic Institute) des US Army War College hat bereits im November 2008 in einer Studie vor flächendeckenden bürgerkriegsähnlichen Zuständen in den Vereinigten Staaten gewarnt.
Russland: Tendenz zur Eskalation steigt
Nach einer vertraulichen Analyse des Moskauers Katastrophenschutzministeriums steigt die »Tendenz« zur Eskalation durch die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise an. Örtliche Funktionäre sind demnach »ernsthaft beunruhigt über die wachsende Unzufriedenheit des Volkes«. Der Duma-Abgeordnete Gennadi Gudkow erklärte gegenüber der Zeitung Nesawissimaja gaseta: »Sie warten ab, wie sich die Krise entwickelt. Die Menschen verlieren ihre Arbeit. Es könnten unvorhersehbare Dinge passieren.« In vielen Orten sind die Polizeikräfte zwischenzeitlich verstärkt und »schnelle Reaktionszentren« für die Bekämpfung von Revolten gebildet worden.
China: Das Regime fürchtet um sein politisches Überleben
Die chinesische Regierung soll aus Angst vor politischen Unruhen sogar die Wirtschaftswachstumsbilanzen gefälscht haben, um die Bevölkerung zu beruhigen. Die Wirtschaftskrise trifft das Land besonders hart, etwa 200 Millionen Chinesen sind schon arbeitslos. Das Regime fürchtet um sein politisches Überleben, sollte sich die Krise weiter verschlimmern.
Fazit: Nur ein Vorgeschmack
Das, was derzeit passiert, könnte aber nur ein kleiner Vorgeschmack auf das sein, was noch kommen kann. Spätestens wenn die Regierungen ihren Bürgern einräumen müssen, dass es aufgrund leerer Staatskassen ihre bis dahin gewohnten Renten- und Krankenversicherungszahlungen, kein Arbeitslosengeld, keine Hochschul- oder Ausbildungsangebote mehr geben wird, dürfte das Chaos ausbrechen.
Labels:
System News
Rumänien ist als nächster EU Staat bankrott
Da waren es schon drei: Rumänien ist als nächster EU-Staat bankrott!
Michael Grandt
Rumänien ist de facto pleite. Nur die anderen EU-Mitgliedsländer können den Staat noch retten, doch die EU-Reserven werden knapp.
Lange schon vor der Mainstream-Presse habe ich in meinem Artikel vom 18.12.2008 (http://info.kopp-verlag.de/news/europa-crash-erster-eu-mitgliedsstaat-stand-kurz-vor-dem-bankrott.html) darauf hingewiesen, dass Rumänien einer der nächsten Staaten sein wird, der bankrott geht. Dies hat sich nun bewahrheitet.
War die »EU-Osterweiterung« ein Fehler?
Unter finanz- und wirtschaftpolitischen Aspekten muss man diese Frage klar bejahen, was sich nun auch bestätigt: Rumänien wurde erst am 1.Januar 2007 in die europäische Familie aufgenommen, nun ist der Staat de facto bankrott. Nach Lettland (EU-Eintritt 1.Mai 2004) und Ungarn (EU-Eintritt 1. Mai 2004) ist Rumänien nun das dritte »Ost-Land«, das in kürzester Zeit pleite ist. Rumänien wird nun wohl mit einem Notkredit am Leben erhalten.
Die damaligen Mahner, die davor gewarnt hatten, diese wirtschafts- und finanzschwachen Länder überhaupt erst in die EU aufzunehmen, scheinen recht gehabt zu haben. Aber jetzt ist es zu spät. Die Zeche zahlen auch die deutschen Steuerzahler, die gleich gar nicht gefragt wurden, ob sie überhaupt für die EU sind, frei nach dem Motto: »Entscheiden dürft ihr nichts – zahlen schon.«
Rumänien ist selbst schuld
Das rumänische Desaster war absehbar, denn bereits Ende Februar erklärte die rumänische Zentralbank, das Land werde die EU und den Internationalen Währungsfonds um Hilfe bitten.
Das Ganze hat eine Vorgeschichte, denn die rumänischen KMU (kleine und mittlere Unternehmen) kamen ihren Steuerzahlungen nicht mehr nach. Daraufhin schickte der Staat Gerichtsvollzieher los, um die überfälligen Steuern einzutreiben. Das hat in 90 Prozent (!) der Fälle zu Pleiten bei den KMU geführt. Die Wirtschaft kam dadurch praktisch zum Stillstand und die Arbeitslosigkeit stieg.
EU-Reserven werden knapp
Die EU geht davon aus, dass Rumänien ein Kredit von 15 Milliarden Euro ausreicht, um den Staatsbankrott abzuwenden. Ungarn erhielt bereits eine Finanzspritze von 6,5 Milliarden Euro und Lettland 3,1 Milliarden. Aber langsam werden die EU-Reserven knapp, die sich ehemals auf 25 Milliarden Euro beliefen.
EU-Währungskommissar Joaquin Almunia warnt bereits vor dem Schlimmsten, denn auch die tschechische Krone steht massiv unter Druck. Demnach könnte Tschechien das nächste Land sein, das pleite ist. Finanzexperten machen sich aber auch große Sorgen, dass andere Länder wie Österreich, Irland oder Griechenland ebenfalls zahlungsunfähig werden könnten.
Steht die EU vor der Zahlungsunfähigkeit?
So wappnet sich die EU gegen mögliche Staatsbankrotte in einzelnen Mitgliedsländern.
Zwar gebe es keinerlei Hinweise, dass ein Euroland direkt vor der Zahlungsunfähigkeit steht, beruhigte EU-Kommissar Almunia noch diese Woche, sollte es dennoch dazu kommen, »gibt es eine Lösung«. Liest man zwischen den Zeilen, ist die Gefahr einer Zahlungsunfähigkeit also höher, als man offiziell zugeben will.
Offenbar ist derzeit jedoch nicht geplant, dass die Euroländer gemeinsame Staatsanleihen herausgeben, um Mitgliedsstaaten mit Zahlungsproblemen zu helfen. Die Bundesrepublik Deutschland lehnt dies ab, denn das würde bis zu drei Milliarden Euro zusätzliche Steuergelder kosten. Und das im Wahljahr einem Volk zu verkaufen, das beim EU-Beitritt schlicht übergangen wurde und seither als Melkkuh für andere Euroländer dient, das dürfte auch dem ausgebufftesten Politiker noch eine Nummer zu heiß sein.
Michael Grandt
Rumänien ist de facto pleite. Nur die anderen EU-Mitgliedsländer können den Staat noch retten, doch die EU-Reserven werden knapp.
Lange schon vor der Mainstream-Presse habe ich in meinem Artikel vom 18.12.2008 (http://info.kopp-verlag.de/news/europa-crash-erster-eu-mitgliedsstaat-stand-kurz-vor-dem-bankrott.html) darauf hingewiesen, dass Rumänien einer der nächsten Staaten sein wird, der bankrott geht. Dies hat sich nun bewahrheitet.
War die »EU-Osterweiterung« ein Fehler?
Unter finanz- und wirtschaftpolitischen Aspekten muss man diese Frage klar bejahen, was sich nun auch bestätigt: Rumänien wurde erst am 1.Januar 2007 in die europäische Familie aufgenommen, nun ist der Staat de facto bankrott. Nach Lettland (EU-Eintritt 1.Mai 2004) und Ungarn (EU-Eintritt 1. Mai 2004) ist Rumänien nun das dritte »Ost-Land«, das in kürzester Zeit pleite ist. Rumänien wird nun wohl mit einem Notkredit am Leben erhalten.
Die damaligen Mahner, die davor gewarnt hatten, diese wirtschafts- und finanzschwachen Länder überhaupt erst in die EU aufzunehmen, scheinen recht gehabt zu haben. Aber jetzt ist es zu spät. Die Zeche zahlen auch die deutschen Steuerzahler, die gleich gar nicht gefragt wurden, ob sie überhaupt für die EU sind, frei nach dem Motto: »Entscheiden dürft ihr nichts – zahlen schon.«
Rumänien ist selbst schuld
Das rumänische Desaster war absehbar, denn bereits Ende Februar erklärte die rumänische Zentralbank, das Land werde die EU und den Internationalen Währungsfonds um Hilfe bitten.
Das Ganze hat eine Vorgeschichte, denn die rumänischen KMU (kleine und mittlere Unternehmen) kamen ihren Steuerzahlungen nicht mehr nach. Daraufhin schickte der Staat Gerichtsvollzieher los, um die überfälligen Steuern einzutreiben. Das hat in 90 Prozent (!) der Fälle zu Pleiten bei den KMU geführt. Die Wirtschaft kam dadurch praktisch zum Stillstand und die Arbeitslosigkeit stieg.
EU-Reserven werden knapp
Die EU geht davon aus, dass Rumänien ein Kredit von 15 Milliarden Euro ausreicht, um den Staatsbankrott abzuwenden. Ungarn erhielt bereits eine Finanzspritze von 6,5 Milliarden Euro und Lettland 3,1 Milliarden. Aber langsam werden die EU-Reserven knapp, die sich ehemals auf 25 Milliarden Euro beliefen.
EU-Währungskommissar Joaquin Almunia warnt bereits vor dem Schlimmsten, denn auch die tschechische Krone steht massiv unter Druck. Demnach könnte Tschechien das nächste Land sein, das pleite ist. Finanzexperten machen sich aber auch große Sorgen, dass andere Länder wie Österreich, Irland oder Griechenland ebenfalls zahlungsunfähig werden könnten.
Steht die EU vor der Zahlungsunfähigkeit?
So wappnet sich die EU gegen mögliche Staatsbankrotte in einzelnen Mitgliedsländern.
Zwar gebe es keinerlei Hinweise, dass ein Euroland direkt vor der Zahlungsunfähigkeit steht, beruhigte EU-Kommissar Almunia noch diese Woche, sollte es dennoch dazu kommen, »gibt es eine Lösung«. Liest man zwischen den Zeilen, ist die Gefahr einer Zahlungsunfähigkeit also höher, als man offiziell zugeben will.
Offenbar ist derzeit jedoch nicht geplant, dass die Euroländer gemeinsame Staatsanleihen herausgeben, um Mitgliedsstaaten mit Zahlungsproblemen zu helfen. Die Bundesrepublik Deutschland lehnt dies ab, denn das würde bis zu drei Milliarden Euro zusätzliche Steuergelder kosten. Und das im Wahljahr einem Volk zu verkaufen, das beim EU-Beitritt schlicht übergangen wurde und seither als Melkkuh für andere Euroländer dient, das dürfte auch dem ausgebufftesten Politiker noch eine Nummer zu heiß sein.
Labels:
System News
Crash mit dem Cash: 2008 wurden weltweit 39 Billionen Euro Geldwert vernichtet
Crash mit dem Cash: 2008 wurden weltweit 39 Billionen Euro an Geldwert vernichtet
Udo Ulfkotte
Im Jahr 2008 wurden durch die Finanzkrise 39 Billionen Euro (50 Billionen Dollar) an Geldwert vernichtet. Und auch 2009 ist kein Ende dieser Geldwertvernichtung in Sicht – bis Ende Februar kamen schon wieder mehr als fünf Billionen Euro (6,6 Billionen Dollar) hinzu. Claudio Loser, ein langjähriger ranghoher Mitarbeiter des Internationalen Währungsfonds, hat die schockierenden Zahlen nun intern mitgeteilt.
Die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) hat ihren Sitz in Manila (Philippinen). Sie soll Armut und wirtschaftliche Rückständigkeit in Asien und im Pazifik bekämpfen. Zu ihren Mitgliedern zählen nicht nur asiatische Staaten, sondern auch westliche Länder wie die Vereinigten Staaten und die Bundesrepublik Deutschland. Die wollen jedes Jahr ungeschminkt die Wahrheit über die künftige wirtschaftliche Entwicklung in Asien wissen. Und deshalb werden interne Berichte erstellt, die auch die westlichen Mitgliedsstaaten lesen dürfen. Und eine dieser internen Studien befasste sich mit der Frage, wieviel Geld eigentlich bislang bei der »Finanzkrise« vernichtet worden ist. Die Frage hat ja bislang noch kein westlicher Wirtschaftsfachmann konkret und mit belastbaren Zahlen beantworten können. Das Rätselraten hat nun ein Ende.
Claudio Loser, früher lange Jahre als ranghoher Mitarbeiter beim Internationalen Währungsfonds, hat die Zahlen für die ADB erreichnen und auflisten lassen. Danach wurden allein 2008 mehr als 50 Billionen Dollar (39 Billionen Euro) an Geldwert an den Finanzmärkten vernichtet. In einem Bericht heißt es: »The value of global financial assets including stocks, bonds and currencies probably fell by more than $50 trillion in 2008.«
Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt der ganzen Welt eines Kalenderjahres. Die Zahl wurde jetzt in Manila bei einem ADB-Fachforum von Loser genannt. Allein an den Aktienmärkten wurden demnach 2008 28,7 Billionen Dollar (22,6 Billionen Euro) vernichtet. Die westlichen Industriestaaten müssten sich darauf einstellen, für die Folgekosten der Finanzkrise in ärmeren Regionen wie Asien finanziell einzustehen. Und das wird viele weitere Billionen Euro/Dollar kosten. Die aber sind nirgendwo vorhanden.
Udo Ulfkotte
Im Jahr 2008 wurden durch die Finanzkrise 39 Billionen Euro (50 Billionen Dollar) an Geldwert vernichtet. Und auch 2009 ist kein Ende dieser Geldwertvernichtung in Sicht – bis Ende Februar kamen schon wieder mehr als fünf Billionen Euro (6,6 Billionen Dollar) hinzu. Claudio Loser, ein langjähriger ranghoher Mitarbeiter des Internationalen Währungsfonds, hat die schockierenden Zahlen nun intern mitgeteilt.
Die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) hat ihren Sitz in Manila (Philippinen). Sie soll Armut und wirtschaftliche Rückständigkeit in Asien und im Pazifik bekämpfen. Zu ihren Mitgliedern zählen nicht nur asiatische Staaten, sondern auch westliche Länder wie die Vereinigten Staaten und die Bundesrepublik Deutschland. Die wollen jedes Jahr ungeschminkt die Wahrheit über die künftige wirtschaftliche Entwicklung in Asien wissen. Und deshalb werden interne Berichte erstellt, die auch die westlichen Mitgliedsstaaten lesen dürfen. Und eine dieser internen Studien befasste sich mit der Frage, wieviel Geld eigentlich bislang bei der »Finanzkrise« vernichtet worden ist. Die Frage hat ja bislang noch kein westlicher Wirtschaftsfachmann konkret und mit belastbaren Zahlen beantworten können. Das Rätselraten hat nun ein Ende.
Claudio Loser, früher lange Jahre als ranghoher Mitarbeiter beim Internationalen Währungsfonds, hat die Zahlen für die ADB erreichnen und auflisten lassen. Danach wurden allein 2008 mehr als 50 Billionen Dollar (39 Billionen Euro) an Geldwert an den Finanzmärkten vernichtet. In einem Bericht heißt es: »The value of global financial assets including stocks, bonds and currencies probably fell by more than $50 trillion in 2008.«
Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt der ganzen Welt eines Kalenderjahres. Die Zahl wurde jetzt in Manila bei einem ADB-Fachforum von Loser genannt. Allein an den Aktienmärkten wurden demnach 2008 28,7 Billionen Dollar (22,6 Billionen Euro) vernichtet. Die westlichen Industriestaaten müssten sich darauf einstellen, für die Folgekosten der Finanzkrise in ärmeren Regionen wie Asien finanziell einzustehen. Und das wird viele weitere Billionen Euro/Dollar kosten. Die aber sind nirgendwo vorhanden.
Labels:
Geld News
In den USA droht massive Geldentwertung
In den USA droht massive Geldentwertung
Gefahr auch für europäische Sparer
Michael Grandt
Die US-Notenbank greift zum Äußersten: Sie will für 300 Milliarden Dollar US-Staatsanleihen aufkaufen und druckt mehr Geld. Der Staat nimmt also bei sich selbst Kredit auf, mit Geld ohne Gegenwert. Sparguthaben könnten im Wert fallen.
Die Lage für die USA wird immer verzweifelter: Die Notenbank und die Regierung wollen die Wirtschaft mit einem weiteren Billionenpaket stabilisieren. Aber das Geld ist nicht da, also werden die Druckmaschinen angeworfen. Das bringt eine Inflation mit sich, die auch für Sparer in Europa gefährlich werden könnte.
Ben Bernanke, der Chef der amerikanischen Notenbank Fed, hat nun verkündet, weitere 1,2 Billionen Dollar auf den Markt zu werfen, um die Finanzkrise zu bekämpfen. 375 Milliarden Dollar des neuen Liquiditätspaketes sollen für den Kauf von US-Staatsbonds aufgebracht werden, 825 Milliarden Dollar fließen in Hypothekenpapiere. Da diese riesige Geldsumme aber nicht zur Verfügung steht, wird sie gedruckt. Einen Gegenwert gibt es nicht. Viele Anleger fürchten daher um die Entwertung ihres Vermögens.
USA weiten Geldmenge um neun Prozent aus!
In der Vergangenheit mündete das Ganze häufig in einer bis zu zweistelligen Geldentwertung (sprich Inflation), wenn Staaten zur Finanzierung ihrer Schulden leichtfertig die Notenpressen anwarfen.
Die Lage ist sogar so verzweifelt, dass die US-Notenbank Staatsanleihen kaufen will, was bedeutet, sie finanziert selbst die öffentlichen Schulden, der Staat nimmt also quasi bei sich selbst Kredit auf. Die Bilanzsumme der Fed betrug im August 2007 knapp eine Billion Dollar, durch die jüngsten Schritte könnte sie sogar auf das Fünffache, also auf rund fünf Billionen anwachsen. Dadurch wird die Geldmenge um ganze neun (!) Prozent der gesamten US-Wirtschaftsleistung eines Jahres ausgeweitet, ohne dass ein konkreter Gegenwert besteht!
»Politik des leichten Geldes«
Schon ein Ökonomiestudent lernt im Grundstudium: Wenn mehr Geld in Umlauf gebracht wird, die Zahl der Dienstleistungen und Waren aber gleich bleibt, müssen zwangsläufig die Preise steigen.
Allerdings besteht diese Gefahr erst dann, wenn die neue Liquidität über das aus dem Nichts erschaffene Geld den Konsumkreislauf erreicht. Solange die Wirtschaftsaussichten trübe bleiben, ist keine Teuerung zu erwarten, denn Banken werden sich mit der Kreditvergabe zurückhalten und Verbraucher mehr sparen. Ob dies allerdings in den USA genauso sein wird, ist fraglich, denn die Sparquote in den USA ist traditionell nur etwa halb so hoch wie in der EU.
Geht es jedoch mit der Wirtschaft wieder aufwärts, kann die Geldblase Probleme bringen, denn die Notenbank sollte das zu viel geschaffene Geld wieder vom Markt nehmen, was aber nicht so einfach sein wird, denn dann verlieren auch die von der Fed angekauften Staatsanleihen drastisch an Wert und Anleger schichten ihr Geld wieder in Aktien um. Will die Notenbank der Wirtschaft jedoch Liquidität entziehen, dann muss sie die Anleihen verkaufen, wobei aber die Differenz zwischen dem höheren Ankaufs- und dem niedrigeren Verkaufspreis im System bleibt. Die Folge: Inflation.
Inflation und Umbewertung der Geldanlagen
Eine massive Umbewertung von Realinvestments und Geldanlagen wäre die Folge: Sparguthaben, Fest- und Tagesgeld sowie Anleihen würden im Wert fallen, Immobilien und Gold aber stabil bleiben. Der Wert von Grundstücken, Maschinen und Gebäuden würde hingegen steigen.
Die USA sind mit dem Gelddrucken, im Fachjargon »quantitative easing«, nicht der einzige Staat, der das in der aktuellen Krise wagt. Weltweit handeln fast alle Notenbanken nach diesem Notfallplan. Nur die EZB hält sich noch zurück, aber auch ihr wird mittelfristig nichts anderes übrig bleiben, als die Notenpressen anzuwerfen. Ansonsten wird der Euro so sehr an Wert gewinnen, dass er eine wirtschaftliche Erholung im EU-Raum sogar bremsen könnte.
Gefahr auch für europäische Sparer
Michael Grandt
Die US-Notenbank greift zum Äußersten: Sie will für 300 Milliarden Dollar US-Staatsanleihen aufkaufen und druckt mehr Geld. Der Staat nimmt also bei sich selbst Kredit auf, mit Geld ohne Gegenwert. Sparguthaben könnten im Wert fallen.
Die Lage für die USA wird immer verzweifelter: Die Notenbank und die Regierung wollen die Wirtschaft mit einem weiteren Billionenpaket stabilisieren. Aber das Geld ist nicht da, also werden die Druckmaschinen angeworfen. Das bringt eine Inflation mit sich, die auch für Sparer in Europa gefährlich werden könnte.
Ben Bernanke, der Chef der amerikanischen Notenbank Fed, hat nun verkündet, weitere 1,2 Billionen Dollar auf den Markt zu werfen, um die Finanzkrise zu bekämpfen. 375 Milliarden Dollar des neuen Liquiditätspaketes sollen für den Kauf von US-Staatsbonds aufgebracht werden, 825 Milliarden Dollar fließen in Hypothekenpapiere. Da diese riesige Geldsumme aber nicht zur Verfügung steht, wird sie gedruckt. Einen Gegenwert gibt es nicht. Viele Anleger fürchten daher um die Entwertung ihres Vermögens.
USA weiten Geldmenge um neun Prozent aus!
In der Vergangenheit mündete das Ganze häufig in einer bis zu zweistelligen Geldentwertung (sprich Inflation), wenn Staaten zur Finanzierung ihrer Schulden leichtfertig die Notenpressen anwarfen.
Die Lage ist sogar so verzweifelt, dass die US-Notenbank Staatsanleihen kaufen will, was bedeutet, sie finanziert selbst die öffentlichen Schulden, der Staat nimmt also quasi bei sich selbst Kredit auf. Die Bilanzsumme der Fed betrug im August 2007 knapp eine Billion Dollar, durch die jüngsten Schritte könnte sie sogar auf das Fünffache, also auf rund fünf Billionen anwachsen. Dadurch wird die Geldmenge um ganze neun (!) Prozent der gesamten US-Wirtschaftsleistung eines Jahres ausgeweitet, ohne dass ein konkreter Gegenwert besteht!
»Politik des leichten Geldes«
Schon ein Ökonomiestudent lernt im Grundstudium: Wenn mehr Geld in Umlauf gebracht wird, die Zahl der Dienstleistungen und Waren aber gleich bleibt, müssen zwangsläufig die Preise steigen.
Allerdings besteht diese Gefahr erst dann, wenn die neue Liquidität über das aus dem Nichts erschaffene Geld den Konsumkreislauf erreicht. Solange die Wirtschaftsaussichten trübe bleiben, ist keine Teuerung zu erwarten, denn Banken werden sich mit der Kreditvergabe zurückhalten und Verbraucher mehr sparen. Ob dies allerdings in den USA genauso sein wird, ist fraglich, denn die Sparquote in den USA ist traditionell nur etwa halb so hoch wie in der EU.
Geht es jedoch mit der Wirtschaft wieder aufwärts, kann die Geldblase Probleme bringen, denn die Notenbank sollte das zu viel geschaffene Geld wieder vom Markt nehmen, was aber nicht so einfach sein wird, denn dann verlieren auch die von der Fed angekauften Staatsanleihen drastisch an Wert und Anleger schichten ihr Geld wieder in Aktien um. Will die Notenbank der Wirtschaft jedoch Liquidität entziehen, dann muss sie die Anleihen verkaufen, wobei aber die Differenz zwischen dem höheren Ankaufs- und dem niedrigeren Verkaufspreis im System bleibt. Die Folge: Inflation.
Inflation und Umbewertung der Geldanlagen
Eine massive Umbewertung von Realinvestments und Geldanlagen wäre die Folge: Sparguthaben, Fest- und Tagesgeld sowie Anleihen würden im Wert fallen, Immobilien und Gold aber stabil bleiben. Der Wert von Grundstücken, Maschinen und Gebäuden würde hingegen steigen.
Die USA sind mit dem Gelddrucken, im Fachjargon »quantitative easing«, nicht der einzige Staat, der das in der aktuellen Krise wagt. Weltweit handeln fast alle Notenbanken nach diesem Notfallplan. Nur die EZB hält sich noch zurück, aber auch ihr wird mittelfristig nichts anderes übrig bleiben, als die Notenpressen anzuwerfen. Ansonsten wird der Euro so sehr an Wert gewinnen, dass er eine wirtschaftliche Erholung im EU-Raum sogar bremsen könnte.
Labels:
Geld News
Steigen Russland und China aus dem Dollar aus ?
Steigen Russland und China aus dem Dollar aus?
F. William Engdahl
Kurz vor dem mit viel Vorschusslorbeeren bedachten Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 20 größten Volkswirtschaften der Welt, der sogenannten G20, und unmittelbar nach der Bekanntgabe einer weiteren massiven Finanzspritze für die US-Banken durch die Regierung Obama – wobei auch dieser erneute »Bailout« nicht zur Lösung der eigentlichen Probleme der hoffnungslos verschuldeten US-Ökonomie beiträgt – denkt die übrige Welt jetzt laut über das bisher »Undenkbare« nach: einen entschlossenen und geordneten Ausstieg aus dem US-Dollar, was immer das an Konsequenzen mit sich bringt. Bereits vor einiger Zeit hatte Russland andere Nationen aufgefordert, seinen Vorschlag zur Errichtung einer Alternative zum US-Dollar aufzugreifen, der seit 1944 als »Reserve«währung für die ganze Welt fungiert. Jetzt hat China, das die größten US-Dollarreserven der Welt hält – und zwar sowohl in Form von US-Wertpapieren als auch in Anleihen der inzwischen verstaatlichten Hypothekenfinanzierer »Freddie Mac« und »Fannie Mae« –, angedeutet, die russische Forderung nach einer Abkopplung vom US-Dollar zu unterstützen. Diese Entwicklungen verdienen eine genauere Betrachtung.
Russland hat andere Staaten dazu aufgerufen, eine Alternative zum US-Dollar zu entwickeln. Aufgrund der Rolle des US-Dollars als De-facto-Leit- und Reservewährung der Welt war ein einziger Staat, die Vereinigten von Amerika, in der Lage, praktisch unbegrenzte Mengen seiner eigenen Währung zu drucken und damit seinen eigenen Finanzsektor auf Kosten aller übrigen Länder der Welt mit massiven Finanzspritzen zu versorgen – wodurch der Rest der Welt gezwungen ist, diese de facto inflationierten und zunehmend wertlosen US-Dollars zu akzeptieren. Russlands Regierung hat den am G20-Gipfel teilnehmenden Staaten einen Vorschlag übermittelt, wonach der Internationale Währungsfonds (IWF) die Einführung einer supranationalen Reservewährung prüfen soll. Außerdem schlägt Moskau vor, dass die Banken der verschiedenen Staaten und die internationalen Finanzinstitutionen ihre Devisenreserven diversifizieren, d.h. aus der gegenwärtigen nahezu vollständigen Abhängigkeit des US-Dollars lösen. Derzeit bestehen weltweit etwa 60 Prozent aller Währungsreserven der Zentralbanken aus US-Dollars.
In dem russischen Vorschlag heißt es: »Wir halten es für notwendig, in diesem Zusammenhang über die Rolle des IWF nachzudenken und auch die Möglichkeit und Notwendigkeit von Maßnahmen in Betracht zu ziehen, durch die die Sonderziehungsrechte (Special Drawing Rights, SDRs) [des IWF] den Status einer international anerkannten Super-Reservewährung erhalten.« Wie ich in meinem gerade erschienenen Buch Der Untergang des Dollar-Imperiums darlege, wurden die SDRs in den 1960er-Jahren im Zuge der ersten Dollarkrise der Nachkriegszeit eingeführt, und zwar, um damals den US-Dollar aus seiner Anbindung an das Gold zu lösen. Der neue russische Vorschlag sieht eine andere Funktionsweise vor, da es heute nur noch recht wenige Überreste an Zentralbankgold gibt. Laut dem jetzigen Vorschlag sollen die SDRs die finanzielle Kontrolle des US-Dollarsystems über die Weltökonomie lockern, da dieses Dollarsystem in der jetzigen Krise nahezu die ganze Welt mit in den Abgrund zu reißen droht, den US-Banken mit ihren Billionenverlusten an toxischen Papieren erzeugt haben.
Heutzutage werden die SDRs des IWF hauptsächlich anstelle des US-Dollars in gleichartigen Institutionen (wie auch z.B. in der Weltbank) als Verrechnungseinheit und damit als eine neue Reservewährung benutzt. Laut dem Finanzexperten Avinash Persaud, einem Mitglied der UN-Kommission für die Reform des internationalen Finanzsystems (UN Commission of Experts on International Financial Reform), läuft der neue russische Vorschlag darauf hinaus, etwas Ähnliches wie den alten ECU zu schaffen; also die Europäische Währungseinheit, die vor der Einführung des Euro als Rechnungseinheit der Europäischen Gemeinschaften diente. Der ECU war eine »harte Währung«, die durch einen Währungskorb festgelegt war, der mithilfe von exakt spezifizierten Mengen der nationalen Währungen der damaligen EU-Mitgliedsstaaten definiert wurde. Vor der Einführung des Euro diente der ECU als Verrechnungseinheit zur Abwicklung des Handels innerhalb der EU bzw. zum Ausgleich der verschiedenen Handelsbilanzen. Damit ließ sich der zunehmende internationale Handel auch in Zeiten privater und öffentlicher Liquiditätsengpässe finanzieren.
Derzeit werden die SDRs des IWF durch einen »Korb« der führenden Währungen der Welt gestützt, wobei der Dollar mit einem Gewicht von 44 Prozent zu Buche schlägt. Auf den Euro entfallen 34 Prozent und auf das britische Pfund sowie den japanischen Yen jeweils elf Prozent. Eine Abstufung der Dollaranteile im SDR-Währungskorb und die Erzeugung (Schöpfung) von mehr SDRs durch den IWF – auf dem gleichen Wege, wie eine Geschäftsbank Kundeneinlagen durch die Gewährung von Krediten multipliziert – wäre ein klares Signal für eine weitere Ausbalancierung der weltökonomischen Macht zugunsten Chinas.
Ein solcher Schritt würde vermutlich mit einer Zunahme des chinesischen Stimmrechts im IWF einhergehen. Zurzeit ist Chinas Stimmrecht, das jeweils proportional vergeben wird, ungefähr so groß wie das von Italien, obwohl China mittlerweile die drittgrößte Ökonomie der Welt ist und Italien die siebtgrößte.
Seit dem 15. August 1971, als die USA ihre in Bretton Woods eingegangene Verpflichtung aufgegeben haben, den Wert des US-Dollars an das Gold zu koppeln, ist die weltweite Menge an Dollarreserven gerade explodiert – im Jahre 2007 war sie mehr als 2500 Prozent höher als 36 Jahre zuvor. Zu dieser Dollar-Inflation tragen auch noch zusätzlich – und zwar massiv – die vielen Billionen US-Dollars bei, die von den Geldschöpfungsmechanismen im US-Finanzministerium und in der Federal Reserve erzeugt wurden. Das setzt natürlich andere Volkswirtschaften, die an den US-Dollar angebunden sind, massiv unter Druck.
Russland und China sind sich einig
Dass jetzt ein hoher chinesischer Funktionär den russischen Vorschlag aufgegriffen hat, verleiht dieser ganzen Idee ein großes zusätzliches Gewicht. Zhou Xiaochuan, der Gouverneur der Chinesischen Zentralbank, hat kürzlich den Status des US-Dollars als einziger Reservewährung der Welt mit den folgenden Worten kritisiert: »Der Preis wird immer höher, nicht nur für die Benutzer, sondern auch für die Emittenten der Reservewährungen.« Zhou fügte hinzu: »Nur aufgrund der begrenzten Anwendung und dem unzureichenden Umfang der Gebrauchsmöglichkeiten der SDRs wurde deren Rolle noch nicht voll ausgeschöpft. Allerdings sind die SDRs das Licht am Ende des Tunnels namens Reform des internationalen Währungssystems. Deshalb besteht das Ziel bei der Reform des internationalen Währungssystems darin, eine internationale Reservewährung zu etablieren, die von einzelnen Nationen abgekoppelt ist und auch langfristig stabil bleiben kann. Dadurch lassen sich die inhärenten Fehler ausschalten, die beim Gebrauch von kreditgestützten nationalen Währungen auftreten.«
Vor Kurzem hatte Chinas Premierminister Wen Jiabao nach einem Treffen mit US-Präsident Obama erklärt: »Wir haben den USA ungeheuer große Geldbeträge geliehen. Natürlich sorgen wir uns über die Sicherheit unserer Anlagen. Um ehrlich zu sein, bin ich ein wenig besorgt und ich möchte … die Vereinigten Staaten auffordern, zu ihrem Wort zu stehen und als Nation glaubwürdig zu bleiben und die Sicherheit der chinesischen Vermögenswerte zu garantieren.« Diese Erklärung hatte Wen abgegeben, noch bevor US-Finanzminister Geithner eine weitere Finanzspritze für die US-Banken bekannt gegeben hatte. Mit dieser sogenannten »öffentlich-privaten« Finanzspritze von einer Billion Dollar sollten also noch mehr Gelder der US-Steuerzahler in das marode US-Bankensystem gepumpt werden, was die ohnehin schon astronomisch hohen öffentlichen Schulden der USA noch weiter aufbläht.
China, Indien, Russland und Brasilien werden in den nächsten Jahrzehnten die Wirtschaftskraft der USA bei Weitem übertreffen.
Russische Experten haben sich im Vorfeld des G20-Gipfels mit Vertretern von China, Indien und Brasilien getroffen – den sogenannten vier »BRIC-Staaten« (Brasilien, Russland, Indien, China) –, die vor der jetzigen Krise die Volkswirtschaften mit den größten Wachstumsraten waren, um die Diskussion über den oben genannten Vorschlag voranzubringen. In ihrem ersten gemeinsamen Kommuniqué überhaupt wurde zwar der Begriff einer »neuen Währung« nicht ausdrücklich erwähnt, doch das Thema wurde bei diesen Gesprächen angeschnitten. Indien hatte nichts gegen diese Debatte, war aber nicht darauf vorbereitet, bei dieser Frage die Meinungsführerschaft zu übernehmen. Dem Vernehmen nach unterstützen auch Südkorea und Südafrika diese Idee. Andere Schlüsselstaaten des Entwicklungssektors sind nach russischen Angaben »nicht allergisch« gegen diesen Vorschlag.
Die Sonderziehungsrechte und der alte ECU bestehen im Wesentlichen aus einer Kombination von Währungen, wobei in diesen Währungskorb das individuelle wirtschaftliche Gewicht einer Nation eingebracht wird, das sowohl gegen andere Währungen als auch gegen die Währungen in diesem Korb aufgewogen bzw. bewertet werden kann.
Eine Verlagerung hin zu den SDRs würde der weltweiten Macht der USA einen schweren Schlag versetzen. Seit Washington den Goldstandard 1971 aufgegeben hat, konnte sich die US-Regierung den Luxus unbegrenzter Handels- und sogar Zahlungsbilanzdefizite mit dem Rest der Welt erlauben. Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnte die US-Regierung sich immer darauf verlassen, dass ausländische Zentralbanken aus Angst vor einem Dollarkollaps Schatzanleihen des US-Finanzministeriums im Wert von vielen hundert Milliarden Dollar aufkauften, um den Dollar zu stabilisieren. Dieser Mechanismus wiederum hat es den USA ermöglicht, solche Dinge wie die Kriege im Irak und in Afghanistan, riesige Rüstungsausgaben und Rekorddefizite zu finanzieren und ihre Zinsraten auf einem viel niedrigeren Niveau zu belassen, als normal gewesen wäre.
Weil die eigene Währung der USA, der US-Dollar, die Weltreservewährung ist, hatte diese Praxis für Washington keine politischen Konsequenzen. Tatsächlich haben die EU, Russland und China durch diese Dollarabhängigkeit eine US-Außenpolitik und Militärpolitik finanziert, die diese Staaten ablehnen. Doch angesichts der Tatsache, dass China den russischen Vorschlag zu unterstützen scheint und auch führende Staatsmänner in Frankreich und anderen EU-Staaten die Idee mit den Sonderziehungsrechten attraktiv finden, stehen wir jetzt möglicherweise kurz vor einer gigantischen Veränderung im weltweiten Machtgefüge. Die Frage ist, was Washington dagegen tun kann – außer seiner ständigen Aufforderung, dass »Europa, und insbesondere Deutschland mehr zur Stimulierung tut«.
Russland hält ungefähr die Hälfte seiner Währungsreserven, immerhin die drittgrößten der Welt, in US-Dollars; den Rest in Euros und britischen Pfund.
Der IWF-Chef, ein Franzose, unterstützt Russlands Vorschlag
Der französische Finanzexperte Dominique Strauss-Kahn, der jetzige Chef des IWF – also der Finanzinstitution, die von Washington kürzlich als »irrelevant« bezeichnet und weitgehend ignoriert wurde – sagte in diesem Zusammenhang: »Man kann so viel [Finanz-]Mittel zur Stimulierung einsetzen, wie man will. Sie werden schmelzen wie Schnee in der Sonne, wenn man nicht gleichzeitig dafür sorgt, dass ein kleinerer Finanzsektor entsteht als vorher; allerdings ein gesunder Finanzsektor, der auch funktioniert.« Das ist natürlich genau das, was die mächtigen Wall-Street-Banken und ihrer Interessenvertreter in Washington wie der Chef des Wirtschaftsrates des US-Präsidenten, Larry Summers, und US-Finanzminister Geithner auf jeden Fall verhindern wollen.
Der französische Finanzexperte und jetzige IWF-Chef Strauss-Kahn unterstützt den SDR-Plan von Russland.
Auf dem G20-Gipfeltreffen in London am 2. April soll wohl eines der wenigen konkreten Ergebnisse sein, dass der IWF wesentlich mehr Geld erhält – der Fonds soll offenbar von 250 auf 500 Milliarden Dollar aufgestockt werden –, und zwar ohne die Stimmrechte neu auszutarieren. Die EU hat diesem Schritt im Prinzip in der letzten Woche zugestimmt.
F. William Engdahl
Kurz vor dem mit viel Vorschusslorbeeren bedachten Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 20 größten Volkswirtschaften der Welt, der sogenannten G20, und unmittelbar nach der Bekanntgabe einer weiteren massiven Finanzspritze für die US-Banken durch die Regierung Obama – wobei auch dieser erneute »Bailout« nicht zur Lösung der eigentlichen Probleme der hoffnungslos verschuldeten US-Ökonomie beiträgt – denkt die übrige Welt jetzt laut über das bisher »Undenkbare« nach: einen entschlossenen und geordneten Ausstieg aus dem US-Dollar, was immer das an Konsequenzen mit sich bringt. Bereits vor einiger Zeit hatte Russland andere Nationen aufgefordert, seinen Vorschlag zur Errichtung einer Alternative zum US-Dollar aufzugreifen, der seit 1944 als »Reserve«währung für die ganze Welt fungiert. Jetzt hat China, das die größten US-Dollarreserven der Welt hält – und zwar sowohl in Form von US-Wertpapieren als auch in Anleihen der inzwischen verstaatlichten Hypothekenfinanzierer »Freddie Mac« und »Fannie Mae« –, angedeutet, die russische Forderung nach einer Abkopplung vom US-Dollar zu unterstützen. Diese Entwicklungen verdienen eine genauere Betrachtung.
Russland hat andere Staaten dazu aufgerufen, eine Alternative zum US-Dollar zu entwickeln. Aufgrund der Rolle des US-Dollars als De-facto-Leit- und Reservewährung der Welt war ein einziger Staat, die Vereinigten von Amerika, in der Lage, praktisch unbegrenzte Mengen seiner eigenen Währung zu drucken und damit seinen eigenen Finanzsektor auf Kosten aller übrigen Länder der Welt mit massiven Finanzspritzen zu versorgen – wodurch der Rest der Welt gezwungen ist, diese de facto inflationierten und zunehmend wertlosen US-Dollars zu akzeptieren. Russlands Regierung hat den am G20-Gipfel teilnehmenden Staaten einen Vorschlag übermittelt, wonach der Internationale Währungsfonds (IWF) die Einführung einer supranationalen Reservewährung prüfen soll. Außerdem schlägt Moskau vor, dass die Banken der verschiedenen Staaten und die internationalen Finanzinstitutionen ihre Devisenreserven diversifizieren, d.h. aus der gegenwärtigen nahezu vollständigen Abhängigkeit des US-Dollars lösen. Derzeit bestehen weltweit etwa 60 Prozent aller Währungsreserven der Zentralbanken aus US-Dollars.
In dem russischen Vorschlag heißt es: »Wir halten es für notwendig, in diesem Zusammenhang über die Rolle des IWF nachzudenken und auch die Möglichkeit und Notwendigkeit von Maßnahmen in Betracht zu ziehen, durch die die Sonderziehungsrechte (Special Drawing Rights, SDRs) [des IWF] den Status einer international anerkannten Super-Reservewährung erhalten.« Wie ich in meinem gerade erschienenen Buch Der Untergang des Dollar-Imperiums darlege, wurden die SDRs in den 1960er-Jahren im Zuge der ersten Dollarkrise der Nachkriegszeit eingeführt, und zwar, um damals den US-Dollar aus seiner Anbindung an das Gold zu lösen. Der neue russische Vorschlag sieht eine andere Funktionsweise vor, da es heute nur noch recht wenige Überreste an Zentralbankgold gibt. Laut dem jetzigen Vorschlag sollen die SDRs die finanzielle Kontrolle des US-Dollarsystems über die Weltökonomie lockern, da dieses Dollarsystem in der jetzigen Krise nahezu die ganze Welt mit in den Abgrund zu reißen droht, den US-Banken mit ihren Billionenverlusten an toxischen Papieren erzeugt haben.
Heutzutage werden die SDRs des IWF hauptsächlich anstelle des US-Dollars in gleichartigen Institutionen (wie auch z.B. in der Weltbank) als Verrechnungseinheit und damit als eine neue Reservewährung benutzt. Laut dem Finanzexperten Avinash Persaud, einem Mitglied der UN-Kommission für die Reform des internationalen Finanzsystems (UN Commission of Experts on International Financial Reform), läuft der neue russische Vorschlag darauf hinaus, etwas Ähnliches wie den alten ECU zu schaffen; also die Europäische Währungseinheit, die vor der Einführung des Euro als Rechnungseinheit der Europäischen Gemeinschaften diente. Der ECU war eine »harte Währung«, die durch einen Währungskorb festgelegt war, der mithilfe von exakt spezifizierten Mengen der nationalen Währungen der damaligen EU-Mitgliedsstaaten definiert wurde. Vor der Einführung des Euro diente der ECU als Verrechnungseinheit zur Abwicklung des Handels innerhalb der EU bzw. zum Ausgleich der verschiedenen Handelsbilanzen. Damit ließ sich der zunehmende internationale Handel auch in Zeiten privater und öffentlicher Liquiditätsengpässe finanzieren.
Derzeit werden die SDRs des IWF durch einen »Korb« der führenden Währungen der Welt gestützt, wobei der Dollar mit einem Gewicht von 44 Prozent zu Buche schlägt. Auf den Euro entfallen 34 Prozent und auf das britische Pfund sowie den japanischen Yen jeweils elf Prozent. Eine Abstufung der Dollaranteile im SDR-Währungskorb und die Erzeugung (Schöpfung) von mehr SDRs durch den IWF – auf dem gleichen Wege, wie eine Geschäftsbank Kundeneinlagen durch die Gewährung von Krediten multipliziert – wäre ein klares Signal für eine weitere Ausbalancierung der weltökonomischen Macht zugunsten Chinas.
Ein solcher Schritt würde vermutlich mit einer Zunahme des chinesischen Stimmrechts im IWF einhergehen. Zurzeit ist Chinas Stimmrecht, das jeweils proportional vergeben wird, ungefähr so groß wie das von Italien, obwohl China mittlerweile die drittgrößte Ökonomie der Welt ist und Italien die siebtgrößte.
Seit dem 15. August 1971, als die USA ihre in Bretton Woods eingegangene Verpflichtung aufgegeben haben, den Wert des US-Dollars an das Gold zu koppeln, ist die weltweite Menge an Dollarreserven gerade explodiert – im Jahre 2007 war sie mehr als 2500 Prozent höher als 36 Jahre zuvor. Zu dieser Dollar-Inflation tragen auch noch zusätzlich – und zwar massiv – die vielen Billionen US-Dollars bei, die von den Geldschöpfungsmechanismen im US-Finanzministerium und in der Federal Reserve erzeugt wurden. Das setzt natürlich andere Volkswirtschaften, die an den US-Dollar angebunden sind, massiv unter Druck.
Russland und China sind sich einig
Dass jetzt ein hoher chinesischer Funktionär den russischen Vorschlag aufgegriffen hat, verleiht dieser ganzen Idee ein großes zusätzliches Gewicht. Zhou Xiaochuan, der Gouverneur der Chinesischen Zentralbank, hat kürzlich den Status des US-Dollars als einziger Reservewährung der Welt mit den folgenden Worten kritisiert: »Der Preis wird immer höher, nicht nur für die Benutzer, sondern auch für die Emittenten der Reservewährungen.« Zhou fügte hinzu: »Nur aufgrund der begrenzten Anwendung und dem unzureichenden Umfang der Gebrauchsmöglichkeiten der SDRs wurde deren Rolle noch nicht voll ausgeschöpft. Allerdings sind die SDRs das Licht am Ende des Tunnels namens Reform des internationalen Währungssystems. Deshalb besteht das Ziel bei der Reform des internationalen Währungssystems darin, eine internationale Reservewährung zu etablieren, die von einzelnen Nationen abgekoppelt ist und auch langfristig stabil bleiben kann. Dadurch lassen sich die inhärenten Fehler ausschalten, die beim Gebrauch von kreditgestützten nationalen Währungen auftreten.«
Vor Kurzem hatte Chinas Premierminister Wen Jiabao nach einem Treffen mit US-Präsident Obama erklärt: »Wir haben den USA ungeheuer große Geldbeträge geliehen. Natürlich sorgen wir uns über die Sicherheit unserer Anlagen. Um ehrlich zu sein, bin ich ein wenig besorgt und ich möchte … die Vereinigten Staaten auffordern, zu ihrem Wort zu stehen und als Nation glaubwürdig zu bleiben und die Sicherheit der chinesischen Vermögenswerte zu garantieren.« Diese Erklärung hatte Wen abgegeben, noch bevor US-Finanzminister Geithner eine weitere Finanzspritze für die US-Banken bekannt gegeben hatte. Mit dieser sogenannten »öffentlich-privaten« Finanzspritze von einer Billion Dollar sollten also noch mehr Gelder der US-Steuerzahler in das marode US-Bankensystem gepumpt werden, was die ohnehin schon astronomisch hohen öffentlichen Schulden der USA noch weiter aufbläht.
China, Indien, Russland und Brasilien werden in den nächsten Jahrzehnten die Wirtschaftskraft der USA bei Weitem übertreffen.
Russische Experten haben sich im Vorfeld des G20-Gipfels mit Vertretern von China, Indien und Brasilien getroffen – den sogenannten vier »BRIC-Staaten« (Brasilien, Russland, Indien, China) –, die vor der jetzigen Krise die Volkswirtschaften mit den größten Wachstumsraten waren, um die Diskussion über den oben genannten Vorschlag voranzubringen. In ihrem ersten gemeinsamen Kommuniqué überhaupt wurde zwar der Begriff einer »neuen Währung« nicht ausdrücklich erwähnt, doch das Thema wurde bei diesen Gesprächen angeschnitten. Indien hatte nichts gegen diese Debatte, war aber nicht darauf vorbereitet, bei dieser Frage die Meinungsführerschaft zu übernehmen. Dem Vernehmen nach unterstützen auch Südkorea und Südafrika diese Idee. Andere Schlüsselstaaten des Entwicklungssektors sind nach russischen Angaben »nicht allergisch« gegen diesen Vorschlag.
Die Sonderziehungsrechte und der alte ECU bestehen im Wesentlichen aus einer Kombination von Währungen, wobei in diesen Währungskorb das individuelle wirtschaftliche Gewicht einer Nation eingebracht wird, das sowohl gegen andere Währungen als auch gegen die Währungen in diesem Korb aufgewogen bzw. bewertet werden kann.
Eine Verlagerung hin zu den SDRs würde der weltweiten Macht der USA einen schweren Schlag versetzen. Seit Washington den Goldstandard 1971 aufgegeben hat, konnte sich die US-Regierung den Luxus unbegrenzter Handels- und sogar Zahlungsbilanzdefizite mit dem Rest der Welt erlauben. Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnte die US-Regierung sich immer darauf verlassen, dass ausländische Zentralbanken aus Angst vor einem Dollarkollaps Schatzanleihen des US-Finanzministeriums im Wert von vielen hundert Milliarden Dollar aufkauften, um den Dollar zu stabilisieren. Dieser Mechanismus wiederum hat es den USA ermöglicht, solche Dinge wie die Kriege im Irak und in Afghanistan, riesige Rüstungsausgaben und Rekorddefizite zu finanzieren und ihre Zinsraten auf einem viel niedrigeren Niveau zu belassen, als normal gewesen wäre.
Weil die eigene Währung der USA, der US-Dollar, die Weltreservewährung ist, hatte diese Praxis für Washington keine politischen Konsequenzen. Tatsächlich haben die EU, Russland und China durch diese Dollarabhängigkeit eine US-Außenpolitik und Militärpolitik finanziert, die diese Staaten ablehnen. Doch angesichts der Tatsache, dass China den russischen Vorschlag zu unterstützen scheint und auch führende Staatsmänner in Frankreich und anderen EU-Staaten die Idee mit den Sonderziehungsrechten attraktiv finden, stehen wir jetzt möglicherweise kurz vor einer gigantischen Veränderung im weltweiten Machtgefüge. Die Frage ist, was Washington dagegen tun kann – außer seiner ständigen Aufforderung, dass »Europa, und insbesondere Deutschland mehr zur Stimulierung tut«.
Russland hält ungefähr die Hälfte seiner Währungsreserven, immerhin die drittgrößten der Welt, in US-Dollars; den Rest in Euros und britischen Pfund.
Der IWF-Chef, ein Franzose, unterstützt Russlands Vorschlag
Der französische Finanzexperte Dominique Strauss-Kahn, der jetzige Chef des IWF – also der Finanzinstitution, die von Washington kürzlich als »irrelevant« bezeichnet und weitgehend ignoriert wurde – sagte in diesem Zusammenhang: »Man kann so viel [Finanz-]Mittel zur Stimulierung einsetzen, wie man will. Sie werden schmelzen wie Schnee in der Sonne, wenn man nicht gleichzeitig dafür sorgt, dass ein kleinerer Finanzsektor entsteht als vorher; allerdings ein gesunder Finanzsektor, der auch funktioniert.« Das ist natürlich genau das, was die mächtigen Wall-Street-Banken und ihrer Interessenvertreter in Washington wie der Chef des Wirtschaftsrates des US-Präsidenten, Larry Summers, und US-Finanzminister Geithner auf jeden Fall verhindern wollen.
Der französische Finanzexperte und jetzige IWF-Chef Strauss-Kahn unterstützt den SDR-Plan von Russland.
Auf dem G20-Gipfeltreffen in London am 2. April soll wohl eines der wenigen konkreten Ergebnisse sein, dass der IWF wesentlich mehr Geld erhält – der Fonds soll offenbar von 250 auf 500 Milliarden Dollar aufgestockt werden –, und zwar ohne die Stimmrechte neu auszutarieren. Die EU hat diesem Schritt im Prinzip in der letzten Woche zugestimmt.
Labels:
Geld News
Rohstoff Spezial - Gold - 28.03.2009
erschienen bei Euro am Samstag News.
Gold ist aufgrund von Inflationsgefahren auf dem Höhenflug, die Energie- und Metallpreise stehen wegen des globalen Nachfrageausfalls unter Druck – die Rohstoffmärkte stehen derzeit ganz im Zeichen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Auf dem 1. Rohstoff-Forum von ETF Securities und der Börse München unter der Leitung von €uro am Sonntag standen daher besonders die aktuellen Entwicklungen im Mittelpunkt.
Jochen Hitzfeld von der Unicredit-Tochter HVB, einer der führenden Rohstoffanalysten Deutschlands, Johann Fürstenberger, Leiter quantitatives Portfoliomanagement Aktien bei der Münchener-Rück-Tochter MEAG und ehemaliger Manager des Activest Geo Tech Fonds, Heiko Seibel, Vorstand beim Aktien- und Derivatehaus CM Equity AG, und Michael Geister von ETF Securities, dem größten Anbieter von Exchange Traded Commodities weltweit, diskutierten diese Woche vor 80 institutionellen Investoren aber auch über die kurz- bis langfristigen Chancen der Anlageklasse Rohstoffe.
€uro am Sonntag: Welchen Mehrwert bieten mir als Anleger denn Rohstoffe überhaupt im Portfolio?
Johann Fürstenberger: Ein Vorteil von Rohstoffen ist die – normalerweise – geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen. In der Ausnahmesituation der zweiten Jahreshälfte 2008 traf dies zwar nicht zu, aber wenn man lange Zeitreihen betrachtet, stellt man fest, dass Rohstoffe einen positiven Diversifikationseffekt bieten. Zum Beispiel reduziert eine Rohstoffbeimischung zu einem ansonsten reinen Aktienportfolio die Volatilität. Außerdem haben Rohstoffe eine Eigenschaft, die wir „rechtsschief“ nennen, das heißt, es gibt mehr Ausreißer nach oben. Das liegt daran, dass Schocks im Rohstoffbereich meistens Angebotsschocks sind, wie beispielsweise Missernten, durch die OPEC reduzierte Ölförderquoten oder auch Wassereinbrüche in Goldminen, die den Preis in die Höhe treiben.
€uro am Sonntag: Soll man breit über alle Rohstoffe hinweg investieren oder sich einzelne Sektoren herauspicken?
Michael Geister: Wir sehen, dass sich institutionelle Investoren in Deutschland vor allem in sehr breiten Indizes wie dem Dow Jones AIG engagieren, europaweit beobachten wir Interesse an einzelnen Sektoren, vor allem Energie und Edelmetalle.
Fürstenberger: Grundsätzlich muss sich der Investor die Indizes sehr genau anschauen und entscheiden, ob er mit der Gewichtung zufrieden ist. Der Dow-Jones-AIG-Commodity-Index und der S & P GSCI sind die beiden am weitesten verbreiteten Benchmarks für institutionelle Investoren.
€uro am Sonntag: Wie schätzen Sie das Potenzial von Gold in den kommenden Monaten ein?
Jochen Hitzfeld: Bei Gold sind zurzeit 75 Prozent der Anleger bullish gestimmt. Das lässt mich misstrauisch werden, dass da vielleicht eine Gegenbewegung kommt. Langfristig sehe ich Gold allerdings positiv. Wenn man etwa vergleicht, was eine Cola vor 30 Jahren gekostet hat und was sie jetzt kostet, müsste Gold bei 1400 bis 1600 Dollar stehen. Das halte ich auch für fair.
Heiko Seibel: Der primäre Treiber für Gold ist zurzeit die Investmentnachfrage, nicht die Schmucknachfrage. Wir befinden uns in einer extremen Zeit. Gold hat einen monetären Charakter erhalten. Die Edelmetallhäuser waren und sind ausverkauft, auf einen Krugerrand muss man bei manchen Anbietern nach wie vor vier Wochen warten. Wir sind gerade Teil eines großen Experiments der Zentralbanken. Geht es in ihrem Sinn aus, wird viel Geld in den Markt kommen und wir sehen eine Inflation – ein Argument für Gold. Geht das Experiment nicht in ihrem Sinn aus – dann spricht das auch für Gold. Gold ist zurzeit die Assetklasse, in der man sein muss, vermutlich gilt das auch für die nähere Zukunft.
€uro am Sonntag: Was halten Sie davon, physisches Gold zu kaufen?
Seibel: Ich bin niemand, der mit einer Weltuntergangsstimmung rechnet, aber selbst wenn es die gäbe, dann würde wohl nicht der, der Gold hat, das letzte Brot bekommen, sondern eher jemand, der Waffen hat. Natürlich kann man sich ein bisschen physisches Gold in den Schrank legen. Man zahlt dann aber eben einen Aufschlag gegenüber physisch hinterlegten ETFs oder ETCs.
€uro am Sonntag: Wie entwickelt sich die Goldproduktion?
Fürstenberger: Für mehr oder weniger alle Rohstoffe gilt, dass die Produktion schwieriger geworden ist. Der Abbau der verbliebenen Vorkommen ist aufwendiger und damit teurer.
Geister: Die Produktion stagniert seit einigen Jahren, man kann ein so genanntes „Peak Gold“ unterstellen. Aufgrund der hohen Investitionskosten will niemand mehr noch vorhandene Vorkommen erschließen oder in in politisch instabilen Ländern neue Projekte beginnen.
€uro am Sonntag: Bekommen die Produzenten auch die Finanzkrise zu spüren?
Seibel: Für Goldexploration gibt einem momentan weder eine Bank noch ein Eigenkapitalinvestor Geld. Deshalb sieht es auf dem Explorationssektor schlimm aus. Da gibt es Firmen, die unter Cash notieren, obwohl sie profitabel arbeiten und noch auf profitabel erschließbaren Vorkommen sitzen.
Fürstenberger: Die Rohstoffförderung ist enorm kapitalintensiv. Produzenten brauchen deshalb einen sehr langen Atem und entsprechend langfristige Finanzierungen. Es dauert rund acht Jahre, bis eine neue Mine überhaupt Gewinn abwirft. Große finanzstarke Unternehmen sind da klar im Vorteil.
Jochen Hitzfeld: Wenn es darum geht, in die Goldproduktion zu investieren, fürchten alle den Hype. Mit welchem Goldkurs soll man denn bei einem neuen Projekt rechnen? Jeder weiß, die Stimmung kann sich drehen. Deshalb werden sich Unternehmen im Zweifelsfall immer für Investitionen in die Produktion von Industriemetallen entscheiden. Allerdings: Wenn das Zentralbank-Experiment schiefgeht, braucht man Gold, um eine neue Währung aufzubauen. Marc Faber sagt, die USA seien in 15 Jahren pleite.
Fürstenberger: In diesem sehr unwahrscheinlichen Szenario dürfte eher der Euro die neue Leitwährung werden.
€uro am Sonntag: Wie stehen Sie zu den Edelmetallen Silber, Platin oder Palladium?
Hitzfeld: Silber sehen wir neutral. Platin und Palladium sind sicher fundamental am aussichtsreichsten.
€uro am Sonntag: Die Wirtschaftsnachrichten werden immer schlechter, aber der Ölpreis steigt. Wer ist die treibende Kraft hinter den Kurszuwächsen?
Geister: Seit November wetten die Marktteilnehmer auf steigende Ölpreise. Der Anteil derer, die Öl shorten, ist im Moment vernachlässigbar klein. Im vergangenen Sommer war das genau umgekehrt.
Fürstenberger: Der Ölpreis dürfte langfristig aufgrund der höheren Ölförderkosten deutlich steigen – allein die Erschließung neuer Quellen wird zunehmend teurer. Die neu entdeckten Ölvorkommen vor der Küste Afrikas befinden sich zum Beispiel in 1500 Metern Wassertiefe, und dann muss noch mal 1000 Meter tief gebohrt werden. In Saudi-Arabien lagen die Förderkosten bei zwei bis drei US-Dollar pro Barrel, jetzt reden wir von 75 US-Dollar pro Barrel bei kanadischem Ölsand oder Tiefseebohrungen. Spätestens wenn die Konjunktur wieder anspringt, wird auch der Ölpreis wieder deutlich anziehen.
€uro am Sonntag: Bei Öl, aber auch bei den anderen Rohstoffen heißt es immer wieder, Spekulanten würden die Preise drücken oder in die Höhe treiben. Sehen Sie das auch so?
Hitzfeld: Gerade Öl ist einer der größten und liquidesten Märkte. Es wird viel over-the-counter gehandelt, das heißt, der Handel ist nicht standardisiert. Wir wissen also nicht, wer die Teilnehmer sind. Generell gilt natürlich: Spekulanten verstärken jeden Trend.
Fürstenberger: Ich glaube aber, letztendlich werden sich immer die Fundamentaldaten durchsetzen. Spekulanten können einen Markt nicht langfristig drehen, und umgekehrt kann sich ein Markt nicht langfristig völlig von den Fundamentaldaten entkoppeln.
€uro am Sonntag: Die OPEC hat die Fördermenge im Zuge der Wirtschaftskrise um vier Millionen Barrel gekürzt. Es wurde viel darüber diskutiert, ob diese Kürzungen eingehalten werden und ob sie ausreichen. Wie ist die Rolle der OPEC zu bewerten?
Hitzfeld: Die OPEC weiß, wenn sie die Fördermenge kürzt, gibt es niemanden, der dagegensteuern kann. In den 80er-Jahren gab es noch Nordseeöl und die Atomenergiewelle, da hatten wir Energie ohne Ende. Aber jetzt gibt es keine großen Alternativen. Die Produktion in Russland stagniert. Die Nicht-OPEC-Länder haben ihren Förderhöhepunkt überschritten. In einem Jahr werden wir wohl zurückblicken und sagen, dass die OPEC die Fördermenge viel zu stark gekürzt hat. Dass man hätte berücksichtigen müssen, dass die Erdölnachfrage vermutlich die stabilste Nachfrage des Universums ist. Sie ist in vergangenen Krisen nie gesunken, nur jetzt, in der Superkrise, vorübergehend zurückgegangen. Die Erdölfördermengen sinken, weil wir keine neuen Quellen erschließen, alle Projekte liegen auf Eis. Deshalb ist Öl im Contango, das heißt, der Future-Preis für Öllieferungen in der Zukunft liegt höher als der aktuelle Spotpreis.
Fürstenberger: Die OPEC-Politik ist schwer zu prognostizieren, aber mein Eindruck ist, dass sie immer besser funktioniert. 2001 habe ich noch gelesen, die OPEC verliere an Einfluss. Fünf Jahre später ist sie eine der mächtigsten Organisationen, und jeder hängt an den Lippen ihres Vorsitzenden. Das billigste Öl wird nun mal in der OPEC gefördert. Die jüngst außerhalb der OPEC entdeckten Ölfelder weisen wesentlich höhere Produktionskosten auf. Langfristig werden deshalb auch die Themen Energieeffizienz und alternative Energien immer wichtiger.
€uro am Sonntag: Bei Agrarrohstoffen haben wir 2008 eine Preisexplosion erlebt, dann sind die Kurse wieder eingebrochen. Wie sieht hier die aktuelle Situation aus?
Hitzfeld: Die Nachfrage wird hier von mehreren Faktoren getrieben: Die Weltbevölkerung wächst um circa 1,2 Prozent pro Jahr. Es gibt eine Nachfrage durch Biotreib- und Biowerkstoffe, und es gibt den Trend zu qualitativ höherer Nahrung in Schwellen- und Entwicklungsländern. Demgegenüber sind die Agrarflächen seit 30 Jahren in etwa gleich geblieben, seit 1980 hat sich die Agrarfläche pro Kopf halbiert. Die fortschreitende Industrialisierung bedeutet einen weiteren Verlust von Agrarflächen. Problematisch ist auch die große Süßwassermenge, die beispielsweise zur Erzeugung von Weizen nötig ist. Der Klimawandel wird vermutlich für mehr Extremwetterereignisse sorgen. In den vergangenen neun Jahren konnte in jedem zweiten Jahr das Angebot die Nachfrage nach Agrarrohstoffen nicht decken.
Fürstenberger: Wir hatten aber relativ hohe Lagerbestände, aus denen die Differenz gedeckt werden konnte. Der Lagerbestand lag einmal bei einer Versorung für 120 Tage, jetzt sind es nur noch 65 Tage. Damit sind wir jetzt in der Nähe dessen, was bei Öl als kritisch angesehen wird.
Seibel: Agrarrohstoffe sind ein sehr enger Markt. Bei Reis werden zum Beispiel nur sechs Prozent der weltweiten Ernte überhaupt exportiert, die Produktion findet zum größten Teil in drei, vier Ländern statt. Sobald da eine Ernte schlechter ausfällt, führen die produzierenden Länder eben nichts aus. Im ersten Halbjahr 2008 wurden 40 Prozent der Getreideexporte durch Exportbeschränkungen vom Markt genommen. Die Situation spitzt sich zusätzlich zu, weil entlang der ganzen Kette, vom Landwirt bis zum großen Nahrungsmittelhersteller, spekuliert wird. Zusätzlich beobachten auch noch Finanzspekulanten die Futures, und wenn sich da etwas bewegt, wird das sofort registriert, und alle springen gleichzeitig auf den Zug auf.
€uro am Sonntag: Rechnen Sie in absehbarer Zeit wieder mit steigenden Preisen bei den Agrarrohstoffen?
Hitzfeld: In der zweiten Jahreshälfte 2008 sind die Preise wieder gesunken, weil zufällig viele günstige Faktoren aufeinandertrafen. Eine gute Ernte, keine Exportstopps, gesteigerte Produktivität insbesondere im ehemaligen Ostblock. Aber derzeit ist der Pessimismus grenzenlos.
€uro am Sonntag: Weshalb?
Hitzfeld: Es wurden bereits neun Prozent weniger Winterweizen angebaut, in den USA rechne ich mit einem Rückgang der Mais- und Sojaanbaufläche um fünf bis zehn Prozent. Viele aufstrebende Agrarländer wie Argentinien können sich aufgrund der Finanzkrise keine neue, produktivitätssteigernde Technologie mehr leisten. Gleichzeitig sinkt die Nachfrage aber nicht. Wer isst schon weniger Schnitzel, nur um die Verluste im Aktiendepot auszugleichen? Ich rechne für dieses Jahr wieder mit einem Primärdefizit und mit einer neuen Agrarhausse.
Ich stimme in vielen Punkten nicht mit den im Bericht genannten Investitionsmöglichkeiten und Ansichten überein,
möchte aber nur eine Sache speziell ansprechen.
Der physische Kauf u. Besitz, sowie die physische Verwahrung/Lagerung echten Goldes, ist in meinen Augen immer einem Papierversprechen vor zu ziehen.
Gold ist aufgrund von Inflationsgefahren auf dem Höhenflug, die Energie- und Metallpreise stehen wegen des globalen Nachfrageausfalls unter Druck – die Rohstoffmärkte stehen derzeit ganz im Zeichen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Auf dem 1. Rohstoff-Forum von ETF Securities und der Börse München unter der Leitung von €uro am Sonntag standen daher besonders die aktuellen Entwicklungen im Mittelpunkt.
Jochen Hitzfeld von der Unicredit-Tochter HVB, einer der führenden Rohstoffanalysten Deutschlands, Johann Fürstenberger, Leiter quantitatives Portfoliomanagement Aktien bei der Münchener-Rück-Tochter MEAG und ehemaliger Manager des Activest Geo Tech Fonds, Heiko Seibel, Vorstand beim Aktien- und Derivatehaus CM Equity AG, und Michael Geister von ETF Securities, dem größten Anbieter von Exchange Traded Commodities weltweit, diskutierten diese Woche vor 80 institutionellen Investoren aber auch über die kurz- bis langfristigen Chancen der Anlageklasse Rohstoffe.
€uro am Sonntag: Welchen Mehrwert bieten mir als Anleger denn Rohstoffe überhaupt im Portfolio?
Johann Fürstenberger: Ein Vorteil von Rohstoffen ist die – normalerweise – geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen. In der Ausnahmesituation der zweiten Jahreshälfte 2008 traf dies zwar nicht zu, aber wenn man lange Zeitreihen betrachtet, stellt man fest, dass Rohstoffe einen positiven Diversifikationseffekt bieten. Zum Beispiel reduziert eine Rohstoffbeimischung zu einem ansonsten reinen Aktienportfolio die Volatilität. Außerdem haben Rohstoffe eine Eigenschaft, die wir „rechtsschief“ nennen, das heißt, es gibt mehr Ausreißer nach oben. Das liegt daran, dass Schocks im Rohstoffbereich meistens Angebotsschocks sind, wie beispielsweise Missernten, durch die OPEC reduzierte Ölförderquoten oder auch Wassereinbrüche in Goldminen, die den Preis in die Höhe treiben.
€uro am Sonntag: Soll man breit über alle Rohstoffe hinweg investieren oder sich einzelne Sektoren herauspicken?
Michael Geister: Wir sehen, dass sich institutionelle Investoren in Deutschland vor allem in sehr breiten Indizes wie dem Dow Jones AIG engagieren, europaweit beobachten wir Interesse an einzelnen Sektoren, vor allem Energie und Edelmetalle.
Fürstenberger: Grundsätzlich muss sich der Investor die Indizes sehr genau anschauen und entscheiden, ob er mit der Gewichtung zufrieden ist. Der Dow-Jones-AIG-Commodity-Index und der S & P GSCI sind die beiden am weitesten verbreiteten Benchmarks für institutionelle Investoren.
€uro am Sonntag: Wie schätzen Sie das Potenzial von Gold in den kommenden Monaten ein?
Jochen Hitzfeld: Bei Gold sind zurzeit 75 Prozent der Anleger bullish gestimmt. Das lässt mich misstrauisch werden, dass da vielleicht eine Gegenbewegung kommt. Langfristig sehe ich Gold allerdings positiv. Wenn man etwa vergleicht, was eine Cola vor 30 Jahren gekostet hat und was sie jetzt kostet, müsste Gold bei 1400 bis 1600 Dollar stehen. Das halte ich auch für fair.
Heiko Seibel: Der primäre Treiber für Gold ist zurzeit die Investmentnachfrage, nicht die Schmucknachfrage. Wir befinden uns in einer extremen Zeit. Gold hat einen monetären Charakter erhalten. Die Edelmetallhäuser waren und sind ausverkauft, auf einen Krugerrand muss man bei manchen Anbietern nach wie vor vier Wochen warten. Wir sind gerade Teil eines großen Experiments der Zentralbanken. Geht es in ihrem Sinn aus, wird viel Geld in den Markt kommen und wir sehen eine Inflation – ein Argument für Gold. Geht das Experiment nicht in ihrem Sinn aus – dann spricht das auch für Gold. Gold ist zurzeit die Assetklasse, in der man sein muss, vermutlich gilt das auch für die nähere Zukunft.
€uro am Sonntag: Was halten Sie davon, physisches Gold zu kaufen?
Seibel: Ich bin niemand, der mit einer Weltuntergangsstimmung rechnet, aber selbst wenn es die gäbe, dann würde wohl nicht der, der Gold hat, das letzte Brot bekommen, sondern eher jemand, der Waffen hat. Natürlich kann man sich ein bisschen physisches Gold in den Schrank legen. Man zahlt dann aber eben einen Aufschlag gegenüber physisch hinterlegten ETFs oder ETCs.
€uro am Sonntag: Wie entwickelt sich die Goldproduktion?
Fürstenberger: Für mehr oder weniger alle Rohstoffe gilt, dass die Produktion schwieriger geworden ist. Der Abbau der verbliebenen Vorkommen ist aufwendiger und damit teurer.
Geister: Die Produktion stagniert seit einigen Jahren, man kann ein so genanntes „Peak Gold“ unterstellen. Aufgrund der hohen Investitionskosten will niemand mehr noch vorhandene Vorkommen erschließen oder in in politisch instabilen Ländern neue Projekte beginnen.
€uro am Sonntag: Bekommen die Produzenten auch die Finanzkrise zu spüren?
Seibel: Für Goldexploration gibt einem momentan weder eine Bank noch ein Eigenkapitalinvestor Geld. Deshalb sieht es auf dem Explorationssektor schlimm aus. Da gibt es Firmen, die unter Cash notieren, obwohl sie profitabel arbeiten und noch auf profitabel erschließbaren Vorkommen sitzen.
Fürstenberger: Die Rohstoffförderung ist enorm kapitalintensiv. Produzenten brauchen deshalb einen sehr langen Atem und entsprechend langfristige Finanzierungen. Es dauert rund acht Jahre, bis eine neue Mine überhaupt Gewinn abwirft. Große finanzstarke Unternehmen sind da klar im Vorteil.
Jochen Hitzfeld: Wenn es darum geht, in die Goldproduktion zu investieren, fürchten alle den Hype. Mit welchem Goldkurs soll man denn bei einem neuen Projekt rechnen? Jeder weiß, die Stimmung kann sich drehen. Deshalb werden sich Unternehmen im Zweifelsfall immer für Investitionen in die Produktion von Industriemetallen entscheiden. Allerdings: Wenn das Zentralbank-Experiment schiefgeht, braucht man Gold, um eine neue Währung aufzubauen. Marc Faber sagt, die USA seien in 15 Jahren pleite.
Fürstenberger: In diesem sehr unwahrscheinlichen Szenario dürfte eher der Euro die neue Leitwährung werden.
€uro am Sonntag: Wie stehen Sie zu den Edelmetallen Silber, Platin oder Palladium?
Hitzfeld: Silber sehen wir neutral. Platin und Palladium sind sicher fundamental am aussichtsreichsten.
€uro am Sonntag: Die Wirtschaftsnachrichten werden immer schlechter, aber der Ölpreis steigt. Wer ist die treibende Kraft hinter den Kurszuwächsen?
Geister: Seit November wetten die Marktteilnehmer auf steigende Ölpreise. Der Anteil derer, die Öl shorten, ist im Moment vernachlässigbar klein. Im vergangenen Sommer war das genau umgekehrt.
Fürstenberger: Der Ölpreis dürfte langfristig aufgrund der höheren Ölförderkosten deutlich steigen – allein die Erschließung neuer Quellen wird zunehmend teurer. Die neu entdeckten Ölvorkommen vor der Küste Afrikas befinden sich zum Beispiel in 1500 Metern Wassertiefe, und dann muss noch mal 1000 Meter tief gebohrt werden. In Saudi-Arabien lagen die Förderkosten bei zwei bis drei US-Dollar pro Barrel, jetzt reden wir von 75 US-Dollar pro Barrel bei kanadischem Ölsand oder Tiefseebohrungen. Spätestens wenn die Konjunktur wieder anspringt, wird auch der Ölpreis wieder deutlich anziehen.
€uro am Sonntag: Bei Öl, aber auch bei den anderen Rohstoffen heißt es immer wieder, Spekulanten würden die Preise drücken oder in die Höhe treiben. Sehen Sie das auch so?
Hitzfeld: Gerade Öl ist einer der größten und liquidesten Märkte. Es wird viel over-the-counter gehandelt, das heißt, der Handel ist nicht standardisiert. Wir wissen also nicht, wer die Teilnehmer sind. Generell gilt natürlich: Spekulanten verstärken jeden Trend.
Fürstenberger: Ich glaube aber, letztendlich werden sich immer die Fundamentaldaten durchsetzen. Spekulanten können einen Markt nicht langfristig drehen, und umgekehrt kann sich ein Markt nicht langfristig völlig von den Fundamentaldaten entkoppeln.
€uro am Sonntag: Die OPEC hat die Fördermenge im Zuge der Wirtschaftskrise um vier Millionen Barrel gekürzt. Es wurde viel darüber diskutiert, ob diese Kürzungen eingehalten werden und ob sie ausreichen. Wie ist die Rolle der OPEC zu bewerten?
Hitzfeld: Die OPEC weiß, wenn sie die Fördermenge kürzt, gibt es niemanden, der dagegensteuern kann. In den 80er-Jahren gab es noch Nordseeöl und die Atomenergiewelle, da hatten wir Energie ohne Ende. Aber jetzt gibt es keine großen Alternativen. Die Produktion in Russland stagniert. Die Nicht-OPEC-Länder haben ihren Förderhöhepunkt überschritten. In einem Jahr werden wir wohl zurückblicken und sagen, dass die OPEC die Fördermenge viel zu stark gekürzt hat. Dass man hätte berücksichtigen müssen, dass die Erdölnachfrage vermutlich die stabilste Nachfrage des Universums ist. Sie ist in vergangenen Krisen nie gesunken, nur jetzt, in der Superkrise, vorübergehend zurückgegangen. Die Erdölfördermengen sinken, weil wir keine neuen Quellen erschließen, alle Projekte liegen auf Eis. Deshalb ist Öl im Contango, das heißt, der Future-Preis für Öllieferungen in der Zukunft liegt höher als der aktuelle Spotpreis.
Fürstenberger: Die OPEC-Politik ist schwer zu prognostizieren, aber mein Eindruck ist, dass sie immer besser funktioniert. 2001 habe ich noch gelesen, die OPEC verliere an Einfluss. Fünf Jahre später ist sie eine der mächtigsten Organisationen, und jeder hängt an den Lippen ihres Vorsitzenden. Das billigste Öl wird nun mal in der OPEC gefördert. Die jüngst außerhalb der OPEC entdeckten Ölfelder weisen wesentlich höhere Produktionskosten auf. Langfristig werden deshalb auch die Themen Energieeffizienz und alternative Energien immer wichtiger.
€uro am Sonntag: Bei Agrarrohstoffen haben wir 2008 eine Preisexplosion erlebt, dann sind die Kurse wieder eingebrochen. Wie sieht hier die aktuelle Situation aus?
Hitzfeld: Die Nachfrage wird hier von mehreren Faktoren getrieben: Die Weltbevölkerung wächst um circa 1,2 Prozent pro Jahr. Es gibt eine Nachfrage durch Biotreib- und Biowerkstoffe, und es gibt den Trend zu qualitativ höherer Nahrung in Schwellen- und Entwicklungsländern. Demgegenüber sind die Agrarflächen seit 30 Jahren in etwa gleich geblieben, seit 1980 hat sich die Agrarfläche pro Kopf halbiert. Die fortschreitende Industrialisierung bedeutet einen weiteren Verlust von Agrarflächen. Problematisch ist auch die große Süßwassermenge, die beispielsweise zur Erzeugung von Weizen nötig ist. Der Klimawandel wird vermutlich für mehr Extremwetterereignisse sorgen. In den vergangenen neun Jahren konnte in jedem zweiten Jahr das Angebot die Nachfrage nach Agrarrohstoffen nicht decken.
Fürstenberger: Wir hatten aber relativ hohe Lagerbestände, aus denen die Differenz gedeckt werden konnte. Der Lagerbestand lag einmal bei einer Versorung für 120 Tage, jetzt sind es nur noch 65 Tage. Damit sind wir jetzt in der Nähe dessen, was bei Öl als kritisch angesehen wird.
Seibel: Agrarrohstoffe sind ein sehr enger Markt. Bei Reis werden zum Beispiel nur sechs Prozent der weltweiten Ernte überhaupt exportiert, die Produktion findet zum größten Teil in drei, vier Ländern statt. Sobald da eine Ernte schlechter ausfällt, führen die produzierenden Länder eben nichts aus. Im ersten Halbjahr 2008 wurden 40 Prozent der Getreideexporte durch Exportbeschränkungen vom Markt genommen. Die Situation spitzt sich zusätzlich zu, weil entlang der ganzen Kette, vom Landwirt bis zum großen Nahrungsmittelhersteller, spekuliert wird. Zusätzlich beobachten auch noch Finanzspekulanten die Futures, und wenn sich da etwas bewegt, wird das sofort registriert, und alle springen gleichzeitig auf den Zug auf.
€uro am Sonntag: Rechnen Sie in absehbarer Zeit wieder mit steigenden Preisen bei den Agrarrohstoffen?
Hitzfeld: In der zweiten Jahreshälfte 2008 sind die Preise wieder gesunken, weil zufällig viele günstige Faktoren aufeinandertrafen. Eine gute Ernte, keine Exportstopps, gesteigerte Produktivität insbesondere im ehemaligen Ostblock. Aber derzeit ist der Pessimismus grenzenlos.
€uro am Sonntag: Weshalb?
Hitzfeld: Es wurden bereits neun Prozent weniger Winterweizen angebaut, in den USA rechne ich mit einem Rückgang der Mais- und Sojaanbaufläche um fünf bis zehn Prozent. Viele aufstrebende Agrarländer wie Argentinien können sich aufgrund der Finanzkrise keine neue, produktivitätssteigernde Technologie mehr leisten. Gleichzeitig sinkt die Nachfrage aber nicht. Wer isst schon weniger Schnitzel, nur um die Verluste im Aktiendepot auszugleichen? Ich rechne für dieses Jahr wieder mit einem Primärdefizit und mit einer neuen Agrarhausse.
Ich stimme in vielen Punkten nicht mit den im Bericht genannten Investitionsmöglichkeiten und Ansichten überein,
möchte aber nur eine Sache speziell ansprechen.
Der physische Kauf u. Besitz, sowie die physische Verwahrung/Lagerung echten Goldes, ist in meinen Augen immer einem Papierversprechen vor zu ziehen.
Labels:
Gold News
Verwendung von Gold
Verwendung :
Währung und Wertanlage
Gold dient in Form von Goldmünzen und Barrengold als internationales Zahlungsmittel und wird von vielen Zentralbanken der Welt als Währungsreserve eingelagert, obwohl heute die Währungen nicht mehr durch Goldreserven gedeckt sind.
Gold wird oft als langfristige Wertanlage angesehen. Dies gilt speziell bei Krisen und in Zeiten von Hyperinflation. Jedoch kann der Goldpreis von Marktteilnehmern mit großen Goldreserven, etwa Zentralbanken und Goldminen-Gesellschaften, erheblich beeinflusst werden. Soll der Goldpreis sinken, so wird Gold verliehen (um Leerverkäufe zu provozieren) oder verkauft, oder aber die Goldproduktion wird gesteigert. Soll der Goldpreis steigen, so kaufen die Zentralbanken Gold auf bzw. die Goldproduktion wird gedrosselt. Allerdings haben hier die goldbesitzenden Zentralbanken auch nur eingeschränkte Möglichkeiten, so umfasste der gesamte Goldbesitz aller Zentralbanken im Dezember 2005 nur etwa 19 % der weltweit vorhandenen Goldmenge von 153.000 Tonnen.
Goldpreis
Der Preis des Goldes wird auf dem offenen Markt bestimmt. Das geschieht seit dem 18. Jahrhundert in London. Seit dem 12. September 1919 treffen sich wichtige Goldhändler in einer Rothschild-Bank in London, um den Goldpreis formal zu fixieren. Seit 1968 gibt es ein weiteres tägliches Treffen in der Bank um 15 Uhr Londoner Zeit, um den Preis zur Öffnungszeit der US-Börsen erneut festzulegen.
Im Januar 1980 erreichte der Goldpreis angesichts der Krise im Iran und des sowjetischen Einmarsches in Afghanistan mit 850 US-Dollar pro Unze seinen für folgende Jahrzehnte höchsten Stand, der erst Anfang 2008 überstiegen wurde.
Wichtige Faktoren, die auf den Goldpreis Einfluss nehmen sind der Ölpreis und der aktuelle Kurs des US-Dollar, da Gold in dieser Währung gehandelt wird. Bei Inflationsgefahren ist Gold in aller Regel eine sichere Anlageform.
Am 17. März 1968 wurde der Goldpreis gespalten und ein zweigliedriges System eingeführt. Der eine Preis konnte sich frei dem Markt anpassen, der andere war fix. 1973 wurde der Goldpreis freigegeben, und der Besitz von Gold war in den USA wieder erlaubt. China hat den Privatbesitz von Gold 2003 wieder erlaubt.
Am 21. Januar 1980 war der Preis für eine Feinunze Gold auf einem Rekordhoch von 850 US-Dollar, am 21. Juni 1999 auf einem Tiefstand von 252,90 US-Dollar (London Fixing). Eine steigende Nachfrage ließ den Preis 2004 über die 420-Dollar-Marke ansteigen. Im Jahr 2005 stieg der Goldpreis weiter, erreichte im September mehr als 475 US-Dollar und im Dezember mehr als 530 US-Dollar. Viele Experten erwarten, dass Inflationsängste im Euroland und in den USA den Goldpreis weiter deutlich in die Höhe treiben werden. Anfang Mai 2006 kostete die Unze Gold über 682 US-Dollar, während rund ein halbes Jahr später (20. November 2006) der Preis wieder auf rd. 580 US-Dollar gesunken war. Kurz darauf, am 28. November 2006, stieg der Goldpreis auch begünstigt durch einen fallenden US-Dollar wieder auf 638 US-Dollar. Im März 2008 erreichte der Goldpreis erstmals einen Wert von über 1.000 US-Dollar pro Unze.
Für den standardisierten Goldhandel an Rohstoffbörsen wurde „XAU“ als eigenes Währungskürzel nach ISO 4217 vergeben. Es bezeichnet den Preis einer Feinunze Gold.
Gold als Währung oder Währungsdeckung
Historisch wurde Gold als Währung eingesetzt. Eine Geldeinheit entsprach einer bestimmten Menge Gold. In Deutschland war während des Deutschen Reichs von 1871 bis 1918 das gesetzliche Zahlungsmittel die Goldmark, wobei einem Gramm Gold fast genau 2,79 Goldmark entsprachen. Dieses System konnte im Zuge des verlorenen Ersten Weltkrieges und der damit verbundenen Reparationen, welche die Goldreserven des Deutschen Reiches verschlangen, nicht aufrechterhalten werden. Die daraus resultierende zwangsweise Umstellung auf nicht-goldgedecktes Geld (Vertrauenswährung oder Fiat Money) ermöglichte erst die Hyperinflation der 1920er Jahre. Das heißt jedoch nicht, dass eine Währung goldgedeckt sein muss. Sie kann auch durch andere volkswirtschaftlichen Werte wie Immobilien und Güter gedeckt sein.
Als Relikt aus dieser Zeit wird noch heute die Versicherungssumme und der Beitrag in der Gebäudeversicherung in Mark 1914 ausgedrückt und per Indexzahlen auf aktuelle Werte hochgerechnet.
Lange Zeit entsprach in den Vereinigten Staaten eine Unze Gold 20,67 US-Dollar. Später, im Bretton-Woods-System, wurde diese Äquivalenz auf 35 US-Dollar angehoben.
Wegen der Funktion von Gold als Währungsreserve (Goldreserve) war der Goldbesitz in den USA zeitweise verboten. Von 1933 bis 1973 war Goldbesitz nur in Form von Schmuck und Münzsammlungen erlaubt. Präsident Franklin D. Roosevelt ließ Gold über die Executive Order 6102 konfiszieren, und Präsident Richard Nixon unterband, dass nicht-US-amerikanische Nationalbanken US-Dollars zu einem fixen Preis gegen Gold wechseln konnten.
Gold hat einen geringen Nutzwert, und seine Produktion muss sich daher kaum dem Verbrauch anpassen. Zu den wenigen Verbrauchern, die Gold unwiederbringlich aus der Gesamtmenge entfernen, gehört beispielsweise die Mikroelektronik, die eine geringe, aber steigende Menge in elektronischen Schaltkreisen einsetzt, aus denen es nicht oder nur in geringem Maß wiedergewonnen werden kann. Historisch gesehen wurde die Goldmenge nie durch Verbrauch verringert, sondern immer nur unter Besitzern oder Aufbewahrungsformen umverteilt. Es ändern sich jedoch häufig die Nachfrage und das Angebot. Deshalb ist der Goldpreis sehr volatil. Das heißt, er schwankt auch innerhalb kurzer Zeiträume beträchtlich.
Aus diesen Gründen gilt Gold heute als ungeeignet zur Währungsdeckung, zumal mit wachsender Geldmenge als Gegenreaktion der Zentralbanken auf die normalerweise sinkende Umlaufgeschwindigkeit auch die Goldmenge als Deckung adäquat mitwachsen müsste. Dies funktioniert normalerweise nicht.
Auch würde die heute vorhandene Goldmenge nicht als Wertdeckung für eine bedeutsame Währung ausreichen. Das gegenwärtig vorhandene Gold entspricht einem aktuellen Marktwert von 2,5 Billionen € (Januar 2006) und wäre hypothetisch somit gerade einmal geeignet, die Staatsschulden Deutschlands und Spaniens zu decken.
Wenn das kompensierende Geldmengenwachstum durch Goldmangel gestoppt würde, wäre die Folge entweder eine Deflation wegen Mangels an Zahlungsmitteln oder das Abrücken von der Golddeckung. Letzteres ist, wie oben beschrieben, in der Geschichte mehrfach geschehen.
Deflation durch Gold
* Die Deflation ab 1929 in Europa wurde vor allem dadurch ausgelöst, dass aufgrund zurückgegangener Goldreserven (es handelte sich nur um geliehenes Gold) zugehörige Geldscheine eingezogen und nicht wieder ausgegeben wurden. Der Goldbesitz wurde dann in der Folge verboten. In den USA musste das gesamte private Gold per Gesetz bei staatlichen Annahmestellen zum Festpreis von 35 US-$/Unze abgegeben werden. Dieses Goldverbot dauerte dann bis 1971 (Bretton-Woods-System).
* Im Mittelalter wurde Gold als Währung direkt eingesetzt. Da es kaum Goldminen gab, wuchs die Goldmenge kaum an. Dies hatte zur Folge, dass Gold selbst immer mehr an Wert zunahm; es entstand eine Dauerdeflation. Man vermutet, dass erst durch die Entdeckung Amerikas 1492 und durch das von dort nach Europa strömende Gold der Goldwert wieder sank und somit diese Dauerdeflation beendet wurde.
Weltweiter Goldbestand
In der gesamten Geschichte der Menschheit wurden bisher schätzungsweise 155.000 t Gold geschürft. Der weltweite Bestand (Dezember 2005) von 153.000 Tonnen entspricht einem Würfel mit fast 20 m Kantenlänge oder fast 8000 Kubikmetern reinem Gold.
Verwendung dieser Goldmenge (Schätzung 2007):
* 28.600 t (18 %) Gold gehören Zentralbanken und anderen Währungs-Institutionen. Die größten Goldbesitzer sind:
o USA 8.133 t
o Deutschland 3.428 t (entspricht 177,6 m3 oder 275.562 Goldbarren)
o Der Internationale Währungsfonds 3.217 t
o Frankreich 2.892 t
* 79.000 t (51 %) Gold sind in Schmuck verarbeitet.
* 18.000 t (12 %) Gold sind in Kunstgegenständen verarbeitet.
* 25.000 t (16 %) Gold sind in Privatbesitz (Investoren)
– in Form von Barren und Münzen.
nach Wikipedia*...
Wikipedia sagt, dass 1% ihrer Beiträge unbedenklich sind.
Das sollte jedem, der sich ausschließlich dort informiert zu denken geben.
Währung und Wertanlage
Gold dient in Form von Goldmünzen und Barrengold als internationales Zahlungsmittel und wird von vielen Zentralbanken der Welt als Währungsreserve eingelagert, obwohl heute die Währungen nicht mehr durch Goldreserven gedeckt sind.
Gold wird oft als langfristige Wertanlage angesehen. Dies gilt speziell bei Krisen und in Zeiten von Hyperinflation. Jedoch kann der Goldpreis von Marktteilnehmern mit großen Goldreserven, etwa Zentralbanken und Goldminen-Gesellschaften, erheblich beeinflusst werden. Soll der Goldpreis sinken, so wird Gold verliehen (um Leerverkäufe zu provozieren) oder verkauft, oder aber die Goldproduktion wird gesteigert. Soll der Goldpreis steigen, so kaufen die Zentralbanken Gold auf bzw. die Goldproduktion wird gedrosselt. Allerdings haben hier die goldbesitzenden Zentralbanken auch nur eingeschränkte Möglichkeiten, so umfasste der gesamte Goldbesitz aller Zentralbanken im Dezember 2005 nur etwa 19 % der weltweit vorhandenen Goldmenge von 153.000 Tonnen.
Goldpreis
Der Preis des Goldes wird auf dem offenen Markt bestimmt. Das geschieht seit dem 18. Jahrhundert in London. Seit dem 12. September 1919 treffen sich wichtige Goldhändler in einer Rothschild-Bank in London, um den Goldpreis formal zu fixieren. Seit 1968 gibt es ein weiteres tägliches Treffen in der Bank um 15 Uhr Londoner Zeit, um den Preis zur Öffnungszeit der US-Börsen erneut festzulegen.
Im Januar 1980 erreichte der Goldpreis angesichts der Krise im Iran und des sowjetischen Einmarsches in Afghanistan mit 850 US-Dollar pro Unze seinen für folgende Jahrzehnte höchsten Stand, der erst Anfang 2008 überstiegen wurde.
Wichtige Faktoren, die auf den Goldpreis Einfluss nehmen sind der Ölpreis und der aktuelle Kurs des US-Dollar, da Gold in dieser Währung gehandelt wird. Bei Inflationsgefahren ist Gold in aller Regel eine sichere Anlageform.
Am 17. März 1968 wurde der Goldpreis gespalten und ein zweigliedriges System eingeführt. Der eine Preis konnte sich frei dem Markt anpassen, der andere war fix. 1973 wurde der Goldpreis freigegeben, und der Besitz von Gold war in den USA wieder erlaubt. China hat den Privatbesitz von Gold 2003 wieder erlaubt.
Am 21. Januar 1980 war der Preis für eine Feinunze Gold auf einem Rekordhoch von 850 US-Dollar, am 21. Juni 1999 auf einem Tiefstand von 252,90 US-Dollar (London Fixing). Eine steigende Nachfrage ließ den Preis 2004 über die 420-Dollar-Marke ansteigen. Im Jahr 2005 stieg der Goldpreis weiter, erreichte im September mehr als 475 US-Dollar und im Dezember mehr als 530 US-Dollar. Viele Experten erwarten, dass Inflationsängste im Euroland und in den USA den Goldpreis weiter deutlich in die Höhe treiben werden. Anfang Mai 2006 kostete die Unze Gold über 682 US-Dollar, während rund ein halbes Jahr später (20. November 2006) der Preis wieder auf rd. 580 US-Dollar gesunken war. Kurz darauf, am 28. November 2006, stieg der Goldpreis auch begünstigt durch einen fallenden US-Dollar wieder auf 638 US-Dollar. Im März 2008 erreichte der Goldpreis erstmals einen Wert von über 1.000 US-Dollar pro Unze.
Für den standardisierten Goldhandel an Rohstoffbörsen wurde „XAU“ als eigenes Währungskürzel nach ISO 4217 vergeben. Es bezeichnet den Preis einer Feinunze Gold.
Gold als Währung oder Währungsdeckung
Historisch wurde Gold als Währung eingesetzt. Eine Geldeinheit entsprach einer bestimmten Menge Gold. In Deutschland war während des Deutschen Reichs von 1871 bis 1918 das gesetzliche Zahlungsmittel die Goldmark, wobei einem Gramm Gold fast genau 2,79 Goldmark entsprachen. Dieses System konnte im Zuge des verlorenen Ersten Weltkrieges und der damit verbundenen Reparationen, welche die Goldreserven des Deutschen Reiches verschlangen, nicht aufrechterhalten werden. Die daraus resultierende zwangsweise Umstellung auf nicht-goldgedecktes Geld (Vertrauenswährung oder Fiat Money) ermöglichte erst die Hyperinflation der 1920er Jahre. Das heißt jedoch nicht, dass eine Währung goldgedeckt sein muss. Sie kann auch durch andere volkswirtschaftlichen Werte wie Immobilien und Güter gedeckt sein.
Als Relikt aus dieser Zeit wird noch heute die Versicherungssumme und der Beitrag in der Gebäudeversicherung in Mark 1914 ausgedrückt und per Indexzahlen auf aktuelle Werte hochgerechnet.
Lange Zeit entsprach in den Vereinigten Staaten eine Unze Gold 20,67 US-Dollar. Später, im Bretton-Woods-System, wurde diese Äquivalenz auf 35 US-Dollar angehoben.
Wegen der Funktion von Gold als Währungsreserve (Goldreserve) war der Goldbesitz in den USA zeitweise verboten. Von 1933 bis 1973 war Goldbesitz nur in Form von Schmuck und Münzsammlungen erlaubt. Präsident Franklin D. Roosevelt ließ Gold über die Executive Order 6102 konfiszieren, und Präsident Richard Nixon unterband, dass nicht-US-amerikanische Nationalbanken US-Dollars zu einem fixen Preis gegen Gold wechseln konnten.
Gold hat einen geringen Nutzwert, und seine Produktion muss sich daher kaum dem Verbrauch anpassen. Zu den wenigen Verbrauchern, die Gold unwiederbringlich aus der Gesamtmenge entfernen, gehört beispielsweise die Mikroelektronik, die eine geringe, aber steigende Menge in elektronischen Schaltkreisen einsetzt, aus denen es nicht oder nur in geringem Maß wiedergewonnen werden kann. Historisch gesehen wurde die Goldmenge nie durch Verbrauch verringert, sondern immer nur unter Besitzern oder Aufbewahrungsformen umverteilt. Es ändern sich jedoch häufig die Nachfrage und das Angebot. Deshalb ist der Goldpreis sehr volatil. Das heißt, er schwankt auch innerhalb kurzer Zeiträume beträchtlich.
Aus diesen Gründen gilt Gold heute als ungeeignet zur Währungsdeckung, zumal mit wachsender Geldmenge als Gegenreaktion der Zentralbanken auf die normalerweise sinkende Umlaufgeschwindigkeit auch die Goldmenge als Deckung adäquat mitwachsen müsste. Dies funktioniert normalerweise nicht.
Auch würde die heute vorhandene Goldmenge nicht als Wertdeckung für eine bedeutsame Währung ausreichen. Das gegenwärtig vorhandene Gold entspricht einem aktuellen Marktwert von 2,5 Billionen € (Januar 2006) und wäre hypothetisch somit gerade einmal geeignet, die Staatsschulden Deutschlands und Spaniens zu decken.
Wenn das kompensierende Geldmengenwachstum durch Goldmangel gestoppt würde, wäre die Folge entweder eine Deflation wegen Mangels an Zahlungsmitteln oder das Abrücken von der Golddeckung. Letzteres ist, wie oben beschrieben, in der Geschichte mehrfach geschehen.
Deflation durch Gold
* Die Deflation ab 1929 in Europa wurde vor allem dadurch ausgelöst, dass aufgrund zurückgegangener Goldreserven (es handelte sich nur um geliehenes Gold) zugehörige Geldscheine eingezogen und nicht wieder ausgegeben wurden. Der Goldbesitz wurde dann in der Folge verboten. In den USA musste das gesamte private Gold per Gesetz bei staatlichen Annahmestellen zum Festpreis von 35 US-$/Unze abgegeben werden. Dieses Goldverbot dauerte dann bis 1971 (Bretton-Woods-System).
* Im Mittelalter wurde Gold als Währung direkt eingesetzt. Da es kaum Goldminen gab, wuchs die Goldmenge kaum an. Dies hatte zur Folge, dass Gold selbst immer mehr an Wert zunahm; es entstand eine Dauerdeflation. Man vermutet, dass erst durch die Entdeckung Amerikas 1492 und durch das von dort nach Europa strömende Gold der Goldwert wieder sank und somit diese Dauerdeflation beendet wurde.
Weltweiter Goldbestand
In der gesamten Geschichte der Menschheit wurden bisher schätzungsweise 155.000 t Gold geschürft. Der weltweite Bestand (Dezember 2005) von 153.000 Tonnen entspricht einem Würfel mit fast 20 m Kantenlänge oder fast 8000 Kubikmetern reinem Gold.
Verwendung dieser Goldmenge (Schätzung 2007):
* 28.600 t (18 %) Gold gehören Zentralbanken und anderen Währungs-Institutionen. Die größten Goldbesitzer sind:
o USA 8.133 t
o Deutschland 3.428 t (entspricht 177,6 m3 oder 275.562 Goldbarren)
o Der Internationale Währungsfonds 3.217 t
o Frankreich 2.892 t
* 79.000 t (51 %) Gold sind in Schmuck verarbeitet.
* 18.000 t (12 %) Gold sind in Kunstgegenständen verarbeitet.
* 25.000 t (16 %) Gold sind in Privatbesitz (Investoren)
– in Form von Barren und Münzen.
nach Wikipedia*...
Wikipedia sagt, dass 1% ihrer Beiträge unbedenklich sind.
Das sollte jedem, der sich ausschließlich dort informiert zu denken geben.
Labels:
über Gold
25.03.09
Schweiz - Gold und Silber Informationen
Video auf Schwiitzerdüütsch. Infos über Gold.
Warum es sich lohnt etwas Silber zu Hause zu haben.
Warum es sich lohnt etwas Silber zu Hause zu haben.
Labels:
Silber Videos
Evolution des Geldbildes Vortrag EBB Unternehmerforum
Vortrag im Rahmen des EBB Unternehmerforums am 15.
Januar 2009 Der Vortrag wurde am 15. Januar 2008 in Karlsruhe
im Rahmen des EBB Unternehmerforums, im Anschluss an den Panorama-Beitrag vom 18.04.2002 ("Wem gehört Deutschland?") gehalten.
Dieser Vortrag ist als Erweiterung bzw.
Ergänzung der vorangehenden Vorträge
"Warum die Bankenkrise eine Krise der Geldordnung ist"
und "Die Evolution des Geldbildes" zu sehen.
Es wird leicht verständlich deutlich gemacht,
warum in unserer Geldordnung das Geld systematisch zu knapp ist
und welche Folgen diese Knappheit langfristig hat
Januar 2009 Der Vortrag wurde am 15. Januar 2008 in Karlsruhe
im Rahmen des EBB Unternehmerforums, im Anschluss an den Panorama-Beitrag vom 18.04.2002 ("Wem gehört Deutschland?") gehalten.
Dieser Vortrag ist als Erweiterung bzw.
Ergänzung der vorangehenden Vorträge
"Warum die Bankenkrise eine Krise der Geldordnung ist"
und "Die Evolution des Geldbildes" zu sehen.
Es wird leicht verständlich deutlich gemacht,
warum in unserer Geldordnung das Geld systematisch zu knapp ist
und welche Folgen diese Knappheit langfristig hat
Labels:
Geld Videos,
Informationsvideos
Die Evolution des Geldbildes - Ein Vortrag von Nicolas Hofer
Live Mitschnitt im Anschluss an den Film "Fabian - Gib mir die Welt plus fünf Prozent" oder "Warum überall Geld fehlt". Dieser Film ist ebenfalls bei uns verlinkt.
Labels:
Geld Videos,
Informationsvideos
Money as Debt -- Geld als Schuld (deutscher Untertitel)
Wie entsteht überhaupt Geld? Wissen sie es? Paul Grignons eindrucksvoller Film erklärt in anschaulicher Weise, warum alle Welt soviele Schulden hat -- und was man dagegen tun könnte! Gerade mal so lange wie eine Schulstunde, erklärt dieser Film mehr über unsere Welt, als uns in Jahren des Schulbank Drückens jemals gezeigt wurde. Wenn auch sie tagtäglich dem lieben Geld nachjagen, wird die verblüffende Erkenntnis der wahren Natur ihrer Beute sie mit Sicherheit interessieren!
Labels:
Geld Videos,
Informationsvideos
Vom Reis - Kurzfilm über das Geldsystem
Ein prämierter Film der Filmakademie Baden-Württemberg über das Geldsystem, die Staatsverschuldung und Politik. Schnitt u. Regie: Cristoph Lehmann
Ein prämierter Film der Filmakademie Baden-Württemberg über das Geldsystem, die Staatsverschuldung und Politik.
Ein prämierter Film der Filmakademie Baden-Württemberg über das Geldsystem, die Staatsverschuldung und Politik.
Labels:
Informationsvideos
Informationen zur Anlage in Gold
Funkelnd, sagenumwoben, anziehend: Gold! Seit Jahrtausenden schmücken sich und spekulieren die Menschen mit Gold. In keinem Material hat sich in allen Zeiten und Kulturen das Streben nach Wertzuwachs und -erhaltung so deutlich manifestiert wie in diesem Edelmetall. Selbst im schnelllebigen Börsenzeitalter von heute übt das glänzende Metall noch immer einen unveränderten Bann aus und der Preis für eine Feinunze, das sind 31,1 Gramm hat sich seit 2001 vervierfacht! Allein im Jahr 2007 ist der Goldpreis um über 31 Prozent gestiegen. Gold als Faszination und Wertanlage. Herbert Berger, Leiter Kapitalmarkt der Dresdner Bank informiert darüber, wie Sie in das Edelmetall investieren können.
Labels:
Gold Videos
Thema Gold in RTL: Was verdient Deutschland
Die Firma L'or hat den größten privaten Bestand an Edelmetallen Gold, Silber und Platin der Bundesrepublik Deutschland in ihrem Tresor. Es ist das Fort Knox von Nienburg/Weser. RTL besucht L'or und lässt sich von der Faszination Gold anstecken.
Labels:
Gold Videos
Die Finanzkrise ist geplant - Interview mit Mr. Dax
"Mr. DAX" Dirk Müller fragt zu Recht: Warum haben die US-Regierung und die FED nicht einfach für die Hypothekenpreise gebürgt, als klar wurde, dass Tausende ihre Haeuser verlieren werden und massive Zahlungsausfaelle drohen? Die Finanzkrise ware dadurch gestoppt worden! J.P. Morgan Chase hat das "Umverpacken" und "Weiterverkaufen" von faulen Krediten als Finanzprodukt erfunden und auf den Maerkten etabliert. Hinter dieser Mega-Bank steckt das Netzwerk der globalen Elite (Rothschild, Rockefeller, Council of foreign relations, trilateral comission usw.) Ist es denkbar, ja sogar wahrscheinlich dass die Elite die Finanzkrise benutzt, um die Voelker der industrialisierten Staaten dazu zu bewegen, ihre Wirtschaft und Politik unter eine zentrale Kontrolleinrichtung mit globalen Befugnissen zu stellen? Die Elite moechte den Ruf nach mehr Regulierung laut werden lassen, als Antwort und Loesung darauf praesentiert sie uns letztlich eine gut getarnte Weltregierung.
Labels:
Informationsvideos
Währungsreform erwartet - Flucht ins Gold
Rundschau Schweizer Fernsehen vom 04.02.2009: Die Leute kaufen Edelmetalle zunehmend physisch, nicht mehr in Papierform. Immer mehr begreifen, dass eine Waehrungsreform in den naechsten Monaten oder Jahren unausweichlich werden wird. Die Banken der westlichen Industirelaender sitzen auf knapp 20 Billionen Euro fauler Kredite. Diese Summe ist ohne Hyperinflation oder Währungsreform unmoeglich zu begleichen.
Labels:
Gold Videos
Kurzinfo: Goldpreis und Silberpreis Explosion
Das Geschäft mit der Angst vor Kriegen, Preisexplosionen und dem Crash der Währungen boomt. Der Goldpreis steigt und steigt seit 2001. Ein Ende ist bislang aufgrund des kritischen Zustands des Finanzsystems nicht in Sicht. Ein Besuch bei Goldhändler ProAurum in Berlin dokumentiert den Rausch um das gelbe Metall.
Labels:
Gold Videos,
Silber Videos
Die geheimen Symbole der Dollarnote
Der Dollarschein ist weltweit ein Zeichen fuer Reichtum und Materialismus.
Er ist ein Gegenstand des taeglichen Lebens und
doch nimmt man ihn nur selten richtig wahr.
Dabei ist er mit auffaelligen Symbolen des Grossen Siegels von Amerika versehen.
Doch wer waehlte diese Symbole, die die Rueckseite der Dollarnote zieren,
und welche Bedeutung haben sie?
Dokumentation über den Zusammenhang zwischen Freimaurern,
Zionisten und US-Gründern zur Symbolik der Dollarnote.
Er ist ein Gegenstand des taeglichen Lebens und
doch nimmt man ihn nur selten richtig wahr.
Dabei ist er mit auffaelligen Symbolen des Grossen Siegels von Amerika versehen.
Doch wer waehlte diese Symbole, die die Rueckseite der Dollarnote zieren,
und welche Bedeutung haben sie?
Dokumentation über den Zusammenhang zwischen Freimaurern,
Zionisten und US-Gründern zur Symbolik der Dollarnote.
Labels:
Geld Videos
Warum überall Geld fehlt
- Warum überall Geld fehlt -
Was ist Geld
Wie entstanden Banknoten, Schecks usw.
Der grundlegende Fehler im System
Warum überall Geld fehlt
Warum die Bürokratie immer weiter ausufert
Warum die Belastungen für die Bürger laufend anwachsen
Warum es zu Kriegen kommt
Warum das Bargeld schrittweise abgeschafft wird
Die Ursache der Globalisierung
Das unentdeckte Geheimnis des Banken- und Geldwesens
Was ist Geld
Wie entstanden Banknoten, Schecks usw.
Der grundlegende Fehler im System
Warum überall Geld fehlt
Warum die Bürokratie immer weiter ausufert
Warum die Belastungen für die Bürger laufend anwachsen
Warum es zu Kriegen kommt
Warum das Bargeld schrittweise abgeschafft wird
Die Ursache der Globalisierung
Das unentdeckte Geheimnis des Banken- und Geldwesens
Labels:
Informationsvideos
Woher nehmen wenn nicht stehlen? Die Staatsverschuldung in Deutschland ist so hoch, dass die Zinsen auch bei steigenden Steueren und Abgaben in Zukunft nicht mehr aufgebracht werden können.
Deutschland verfügt über 3400 Tonnen in den USA, aber deren Verkauf bringt gerade mal 70 Mrd. Euro ein - das reicht für ca. eine Jahreszinsrat.
Seit der Kohlregierung wird das Volkseigentum systematisch für Zinszahlungen verkauft - was kommt aber nach dem Ausverkauf?
Der Verkauf der Volkswirtschaft mit samt dem Humankapital?
Die IWF verkauft einen Teil seiner Goldreserven und
auch Deutschland denkt darüber nach.
Das ist nur der Anfang! Auch Deutschland will sein Gold in den USA zur Zinstilgung verkaufen. Die Zinstilgungen machen über 60 % des Staatshaushaltes aus uns sie steigen weiter.
Gold kann als Ersatzwährung niemals mehr eingesetzt werden - es gibt nur 145.000 Tonnen davon, das sind gerade mal 3,2 Bill. US-Dollar an Wert.
Das Geld aus dem NICHTS - die Bankkrise ist nur der Vorläufer
der Umverteilung von Arm zu Reich.
Unser Geldsystem ist das System der globalen Verarmung. Europa zehrt Deutschland aus, bis zur Aufteilung und Auflösung Deutschlands.
Deutschland verfügt über 3400 Tonnen in den USA, aber deren Verkauf bringt gerade mal 70 Mrd. Euro ein - das reicht für ca. eine Jahreszinsrat.
Seit der Kohlregierung wird das Volkseigentum systematisch für Zinszahlungen verkauft - was kommt aber nach dem Ausverkauf?
Der Verkauf der Volkswirtschaft mit samt dem Humankapital?
Die IWF verkauft einen Teil seiner Goldreserven und
auch Deutschland denkt darüber nach.
Das ist nur der Anfang! Auch Deutschland will sein Gold in den USA zur Zinstilgung verkaufen. Die Zinstilgungen machen über 60 % des Staatshaushaltes aus uns sie steigen weiter.
Gold kann als Ersatzwährung niemals mehr eingesetzt werden - es gibt nur 145.000 Tonnen davon, das sind gerade mal 3,2 Bill. US-Dollar an Wert.
Das Geld aus dem NICHTS - die Bankkrise ist nur der Vorläufer
der Umverteilung von Arm zu Reich.
Unser Geldsystem ist das System der globalen Verarmung. Europa zehrt Deutschland aus, bis zur Aufteilung und Auflösung Deutschlands.
Labels:
Informationsvideos
Der Finanzexperte Max Otte ist Autor des Buches "Der Crash kommt".
Im Interview mit Jo Conrad steht er Rede und Antwort
zum Thema Börsencrash, Finanzkrise und die aktuelle Situation an den Finanzmärkten.
Die erste Ausgabe von „Unzensiert Spezial" behandelt die Topthemen „Weltwirtschaftskrise" und die „Kurseinbrüche an den Börsen".
Prof. Max Otte hat einst beim heutigen US-Notenbankchef, Ben Bernanke studiert. Er ist Vermögensberater und hat Antworten auf brisante Fragen, wie: Wer verdient an einem Crash? Und wer löst ihn aus?
Zudem gibt Prof. Otte in der Sendung Auskunft darüber, wie sich die Bürger vor einer Rezession schützen können, wie und wo sie ihr Geld anlegen sollten und wo nicht.
Im Interview mit Jo Conrad steht er Rede und Antwort
zum Thema Börsencrash, Finanzkrise und die aktuelle Situation an den Finanzmärkten.
Die erste Ausgabe von „Unzensiert Spezial" behandelt die Topthemen „Weltwirtschaftskrise" und die „Kurseinbrüche an den Börsen".
Prof. Max Otte hat einst beim heutigen US-Notenbankchef, Ben Bernanke studiert. Er ist Vermögensberater und hat Antworten auf brisante Fragen, wie: Wer verdient an einem Crash? Und wer löst ihn aus?
Zudem gibt Prof. Otte in der Sendung Auskunft darüber, wie sich die Bürger vor einer Rezession schützen können, wie und wo sie ihr Geld anlegen sollten und wo nicht.
Labels:
Informationsvideos
Wem gehört Deutschland ?
Diese Sendung geht der Frage nach, wem Deutschland wirklich gehört.
Labels:
Informationsvideos
Wie funktioniert Geld ? - Video über Geldsystem
10 Punkte Plan zu effizienten Ausbeutung eines Planeten mit halbintelligenten Lebensformen.
http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ
http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ
Geld verdienen mit wertvollen Informationen
Wissen ist Macht.
Wissen ist Gold.
Wissen schafft.
"Die 3 einzigen Wege Geld zu verdienen und warum nur einer davon für ein Leben in Überfluss an Geld und Freiheit für Sie infrage kommt!"
Wie Sie vielleicht schon in Ihrer Umgebung gemerkt haben, gibt es Menschen, die 8 Stunden / 20 Tage im Monat arbeiten und 1.000 – 2.000 Euro netto verdienen, und es gibt Menschen, die im gleichen Zeitraum 10.000 – 20.000 Euro netto verdienen.
Was machen diese Menschen anders?
Die Antworten sind immer wieder interessant zu hören. Fakt ist: Diese Menschen hatten kein Glück! Die meisten dieser Superverdiener haben genauso begonnen, wie die meisten von uns. Ohne großes Erbe von „Papa“, ohne einen Vorsprung an Wissen.
Also wie heißt das Geheimnis dieser Menschen? Nun, ich verrate es Ihnen:
Erstens: Diese Menschen verkaufen nicht ihre Zeit (durch einen Job)! Lesen Sie den letzten Satz noch einmal! Sie verkaufen ihre Zeit nicht, weil sie wissen, dass die 95 %, die ihre Zeit verkaufen, nun mal nur 1.000 bis 2.000 Euro verdienen. Und zu den restlichen 5 % zu gehören (die viel mit Jobs verdienen), ist verdammt hart!
Was also tun? Dann bleibt nur noch der Weg in die Selbstständigkeit. Aber auch da gibt es einen Haken. Wenn Sie selbstständig sind, arbeiten Sie meistens noch härter als als Angestellter, da die ganze Firma auf SIE angewiesen ist.
Aber auch wenn Sie mehr arbeiten müssen, werden Sie meistens mehr verdienen und haben mehr Freiheiten in Ihrer Zeiteinteilung. Gar nicht mal so schlecht.
So, viele denken jetzt, es gibt keine weitere Möglichkeit, viel Geld zu verdienen. Aber doch … es gibt sie und das ist …
… die Schaffung von Geschäftssystemen, die auch OHNE Sie WEITER Geld produzieren.
Was sind solche Geschäfte? Einfach: Verkauf von Büchern & digitalen Produkten, die Vermietung von Häusern und Wohnungen, der Kauf von Aktien und sonstigen Anlageprodukten. All diese Möglichkeiten arbeiten für Sie und Ihr Geld.
Lassen Sie mich erklären …
Bücher: Sie verkaufen sich über Jahre, ohne dass der Autor etwas neu schreiben muss. Es werden einfach nur Kopien gemacht und ausgeliefert.
Downloads: Bezahlte Downloads sind schwer im Kommen und nahezu 100 % automatisiert!
Mietshäuser: Sie kaufen es und lassen die Mieteinnahmen auf Ihr Bankkonto wandern.
Aktien: Sie legen Ihr Geld schlau an und es wird einfach so mehr daraus!
Alle diese Möglichkeiten haben dies gemeinsam: Sie erfordern sehr, sehr wenig regelmäßige Arbeit des Herstellers bzw. Besitzers. Die schlausten und wohlhabendsten Menschen treiben sich in genau diesen Bereichen herum!
Nun, eine Gelegenheit ist jedoch für jeden (auch Sie) umsetzbar, ein jahrelanges Einkommen zu schaffen, das Geld FÜR SIE am laufenden Band produziert.
Und das ist der Verkauf von digitalen Produkten. Wenn Sie lernen wollen, wie Sie ein solches Produkt erstellen, dann erhalten Sie hier einen kostenlosen E-Mail-Kurs, der Ihnen genau zeigt, wie Sie diese Gelegenheit Schritt für Schritt angehen & ein unglaubliches Einkommen aufbauen, das schon viele schlaue Menschen genießen.
Sind Sie genauso schlau? Wenn ja, dann klicken Sie hier:
Kostenloses Informationsvideo
Wissen ist Gold.
Wissen schafft.
"Die 3 einzigen Wege Geld zu verdienen und warum nur einer davon für ein Leben in Überfluss an Geld und Freiheit für Sie infrage kommt!"
Wie Sie vielleicht schon in Ihrer Umgebung gemerkt haben, gibt es Menschen, die 8 Stunden / 20 Tage im Monat arbeiten und 1.000 – 2.000 Euro netto verdienen, und es gibt Menschen, die im gleichen Zeitraum 10.000 – 20.000 Euro netto verdienen.
Was machen diese Menschen anders?
Die Antworten sind immer wieder interessant zu hören. Fakt ist: Diese Menschen hatten kein Glück! Die meisten dieser Superverdiener haben genauso begonnen, wie die meisten von uns. Ohne großes Erbe von „Papa“, ohne einen Vorsprung an Wissen.
Also wie heißt das Geheimnis dieser Menschen? Nun, ich verrate es Ihnen:
Erstens: Diese Menschen verkaufen nicht ihre Zeit (durch einen Job)! Lesen Sie den letzten Satz noch einmal! Sie verkaufen ihre Zeit nicht, weil sie wissen, dass die 95 %, die ihre Zeit verkaufen, nun mal nur 1.000 bis 2.000 Euro verdienen. Und zu den restlichen 5 % zu gehören (die viel mit Jobs verdienen), ist verdammt hart!
Was also tun? Dann bleibt nur noch der Weg in die Selbstständigkeit. Aber auch da gibt es einen Haken. Wenn Sie selbstständig sind, arbeiten Sie meistens noch härter als als Angestellter, da die ganze Firma auf SIE angewiesen ist.
Aber auch wenn Sie mehr arbeiten müssen, werden Sie meistens mehr verdienen und haben mehr Freiheiten in Ihrer Zeiteinteilung. Gar nicht mal so schlecht.
So, viele denken jetzt, es gibt keine weitere Möglichkeit, viel Geld zu verdienen. Aber doch … es gibt sie und das ist …
… die Schaffung von Geschäftssystemen, die auch OHNE Sie WEITER Geld produzieren.
Was sind solche Geschäfte? Einfach: Verkauf von Büchern & digitalen Produkten, die Vermietung von Häusern und Wohnungen, der Kauf von Aktien und sonstigen Anlageprodukten. All diese Möglichkeiten arbeiten für Sie und Ihr Geld.
Lassen Sie mich erklären …
Bücher: Sie verkaufen sich über Jahre, ohne dass der Autor etwas neu schreiben muss. Es werden einfach nur Kopien gemacht und ausgeliefert.
Downloads: Bezahlte Downloads sind schwer im Kommen und nahezu 100 % automatisiert!
Mietshäuser: Sie kaufen es und lassen die Mieteinnahmen auf Ihr Bankkonto wandern.
Aktien: Sie legen Ihr Geld schlau an und es wird einfach so mehr daraus!
Alle diese Möglichkeiten haben dies gemeinsam: Sie erfordern sehr, sehr wenig regelmäßige Arbeit des Herstellers bzw. Besitzers. Die schlausten und wohlhabendsten Menschen treiben sich in genau diesen Bereichen herum!
Nun, eine Gelegenheit ist jedoch für jeden (auch Sie) umsetzbar, ein jahrelanges Einkommen zu schaffen, das Geld FÜR SIE am laufenden Band produziert.
Und das ist der Verkauf von digitalen Produkten. Wenn Sie lernen wollen, wie Sie ein solches Produkt erstellen, dann erhalten Sie hier einen kostenlosen E-Mail-Kurs, der Ihnen genau zeigt, wie Sie diese Gelegenheit Schritt für Schritt angehen & ein unglaubliches Einkommen aufbauen, das schon viele schlaue Menschen genießen.
Sind Sie genauso schlau? Wenn ja, dann klicken Sie hier:
Kostenloses Informationsvideo
Labels:
Geld,
Geld verdienen
Abonnieren
Kommentare (Atom)

