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28.03.09

Warum Silber kaufen ?

Warum Silber kaufen?

Welche Gründe fallen Ihnen ein, warum Sie Silber kaufen sollten?

Als Laie werden Ihnen hierzu sicherlich nur wenige Gründe einfallen, aber genau genommen spricht vieles dafür, weshalb Sie sich Silber kaufen sollten. Mit den wichtigsten Argumenten, die für Silber sprechen, möchte ich Sie in diesem Artikel vertraut machen.
Zunächst aber die Frage, welche Gründe sind für Sie wichtig? Ganz einfach, alle bei denen es um Ihre finanzielle Zukunft geht. Bevor ich einen Blick in das Jahr 2010 werfe lassen Sie mich doch zunächst mit etwas Grundsätzlichem beginnen, um Ihnen dann aktuelle Gründe zu nennen.
Grundsätzliche Gründe

* Silber ist kein Papier
* Silber ist kein Versprechen
* Silber ist knapp
* 3 Speichen Theorie
* Silber wurde noch nie verboten
* Silber ist frei von Abgeltungssteuer
* Silber ist anonym
* Silber lügt nicht



Silber ist kein Papier

Bisher ist jede Papierwährung, die je von Menschen geschaffen wurde, untergegangen.

Der Nationalökonom David Ricardo schrieb bereits im 19. Jahrhundert:

“Die Erfahrung lehrt uns, dass kein Staat und keine Bank jemals die unbeschränkte Möglichkeit der Papiergeldausgabe besaß, ohne sie zu mißbrauchen“.

Diese Aussage ist heute noch hochaktuell. 5 Beispiele aus der Vergangenheit:

1. Chinesisches Geld, welches wurde zwischen 1260 und 1360 ausgegeben wurde, endete in Hyperinflation.
2. Das „Mississippi System“ von John Law aus dem Jahre 1716 endete bereits 1720 mit dem Total-Zusammenbruch. Restwert: Null.
3. Die „Continental Noten“ aus der Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges, ausgegeben 1775 besaßen im Jahre 1780 nur noch 1/40 ihres ursprünglichen Wertes.
4. Das Papiergeld aus der Zeit der französischen Revolution, ausgegeben von 1790 bis 1796 besaß im Jahre 1797 nur noch 1/600 seines ursprünglichen Wertes.
5. Die Mark aus der Weimarer Republik wurde ausgegeben von 1919 bis 1924. Am Ende hatte sie noch 1 Trillionstel (!) ihres ursprünglichen Wertes

Silber ist kein Versprechen

Eine Unze Silber ist eine Unze und wird immer eine Unze Silber bleiben.

Es gibt kein „Counterpart“ - Risiko. Bei Papierwerten haben Sie immer ein Gegenüber, der Ihnen ein Versprechen abgegeben hat. Dieses Versprechen kann gebrochen werden. Oder derjenige, der Ihnen was versprochen hat kann Pleite gehen (Emittentenrisiko). Die Banken müssen Geld verdienen, am liebsten mit Papierprodukten, wie Aktien, Anleihen. Krediten oder Derivaten. Also auch mit Papiersilber (Hebelprodukte, Optionsscheine, Indexfonds etc.). Papiersilber ist jedoch gefährlich. Denn es stellt ein Versprechen dar, das gebrochen werden kann.
Silber ist knapp

Nach Meinung vieler Experten, ist Silber sogar knapper als Gold. Seriöse Schätzungen gehen davon aus, das der oberirdische Bestand bei 1 Milliarden Silberunzen liegt (während der Goldbestand bei 5 Milliarden Unzen liegt).
Wichitg hierzu: Silber wird verbraucht, Gold wird überwiegend gehortet!

Die industrielle Nachfrage steigt (Stichworte: supraleitfähig, antibakteriell etc.) Ein Chinese verbraucht erst 1 /70 soviel Silber wie ein Nordamerikaner. Dies wird sich ändern.

Die monetäre Nachfrage wächst (ETF, Silberbarren, Münzen etc.)

Schon seit Jahrhunderten gilt: Silber ist das „Gold des armen Mannes“, deshalb wird in der aktuellen Finanzkrise die Nachfrage nach Silbermünzen weiter ansteigen.

Die Reserven u. Ressourcen vieler Silberminen haben nach Schätzungen eine Rest - Lebensdauer von ca. 15 – 20 Jahren. Da Silber zu 71 Prozent als Nebenprodukt bei der Gewinnung von Kupfer, Blei, Zink oder Gold anfällt, kann die Förderung selbst bei anziehenden Preisen nicht sofort gesteigert werden.

Seine langfristige Relation zu Gold liegt bei ca. 1: 31. Bei weiter ausdehnenden Nahrungs- und Finanzkrisen sehen Experten einem möglichen Goldpreis von ca. 5000 $ je Feinunze Gold (auf dem Höhepunkt des Rohstoffzyklus). Aus dieser Perspektive, ergäbe sich daher auch ein mögliches Kursziel für Silber von ca. 100 - 160 $ je Feinunze.

Dieser historische Silberpreis-Chart zeigt, wie sich Silber im aktuellen Rohstoffzyklus bisher entwickelt hat.




Silberpreis von 1970 bis Heute
3 Speichen Regel

Stellen Sie sich ein Rad mit 3 Speichen vor und schon haben Sie das älteste und erfolgreichste Investitionskonzept vor Augen. Eine Speiche steht für Aktien, die zweite für Immobilien und die dritte für Edelmetalle. Bis 2000 war die Aktienspeiche oben, dann fielen die Aktien und die Edelmetall- Speiche stieg nach oben. In der Vergangenheit galt für das Profitziel von unten nach oben der Faktor 30. Im Jahre 2000 stand Silber bei ca. 5 $ je Unze x 30 = 150 $ je Unze, nach der 3 Speichen – Regel liegt das Ziel für Silber also auch im Bereich von 150 $ je Unze.
Silber wurde noch nie verboten

Der Goldbesitz war schon oft illegal. In den USA war es den Bürgern von 1933 –1974 unter Androhung von schwerer Strafe (Enteignung, Gefängnis) verboten, Gold zu besitzen oder damit zu handeln. Der Besitz von Silber war noch nie illegal und da Silber in erster Linie ein industrieller Rohstoff ist, wäre ein solches Verbot auch kaum vorstellbar bzw. umzusetzen.
Silber ist frei von der Abgeltungssteuer

In keiner Einkommenssteuererklärung der Welt, gibt es eine Spalte für Silber. Nach derzeitigem Recht, sind Kurszuwächse die Sie mit Silber erzielen nach eineme Jahr steuerfrei.
Silber ist anonym

Viele Staaten und auch Deutschland sind hochverschuldet. Wenn die vorhandenen Steuerschrauben alle aufgedreht sind, dann wird die Kreativität des Finanzministers sicherlich neue Früchte tragen. Warum kein Lastenausgleich zwischen arm und reich. Neben der Grundsteuer ist also eine Steuer auch auf Edelmetalle wie Gold und Silber durchaus denkbar. Heute betreibt derjenige Steuerhinterziehung, der sein Geld einer Lichtensteiner Stiftung schenkt und dabei vergisst, Schenkungssteuer zu zahlen. Vielleicht wird in Zukunft derjenige zum Steuerhinterzieher, der mit versteuertem Geld Sachwerte wie Silber kauft, vergräbt und vergisst, es bei der Erfassung zu seiner Einkommensteuer anzugeben. Wie gesagt, vielleicht kommt es so in Zukunft, im Moment können Sie noch Edelmetalle kaufen und damit tun und lassen was Sie wollen. Ob Sie dies dann in einem Safe oder in Ihrem Gartenteich für schlechte Zeiten aufbewahren, bleibt Ihnen und Ihrer Kreativität überlassen.
Silber lügt nicht

Ich würde mir zwar nie erlauben zu behaupten, dass verantwortliche in unserem System nicht immer die Wahrheit sagen, aber ich empfehle Ihnen dringend:

* Vertrauen Sie keiner Statistik, die von der Politik erstellt wird
* Glauben Sie bitte nicht, dass Banken in Finanzangelegenheiten nur an Ihren Vorteil denken
* Glauben Sie auch nicht, dass Notenbanken wirklich unabhängig sind

Beispiel: Inflationsstatistik



Quelle www.shadowstats.com

Die offizielle Inflation liegt in den USA derzeit bei 4 % und in Europa bei 3 %. Wer diesen Zahlen glaubt, der glaubt auch dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

Es gibt eine ganz einfache Formel zur Ermittlung der realistischen Inflation:

Inflation = Geldmengenwachstum (M3) - BIP (Wirtschaftwachstum)

In den USA liegt das Geldmengenwachstum derzeit über 16 % (siehe Bild blaue Linie) und in Europa über 12 %. Das Wirtschaftswachstum liegt bei max. 4 % bzw. 3 %. Wir haben also z.Z. eine realistische Inflation in den USA von ca. 12 % und in Europa von ca. 9 % ! Dies können die Politiker jedoch nicht zugeben, denn dann müssten Löhne, Renten, Hartz IV etc. erheblich steigen und das können sie nicht leisten. Tatsache ist, dass die Realeinkommen der Arbeitnehmer seit Jahren zurückgehen, während viele Unternehmensgewinne großer Konzerne steigen.

In den USA musste 1990 eine Familie rund 50.000 $ Jahreseinkommen erzielen, um den Lebensstandard zu halten. Im Jahr 2008 steigt diese Zahl auf ca. 90.000 $. Seit der Aufgabe des Goldstandards im Jahre 1971 haben wir eine ungedeckte Papierwährung und deshalb hat sich der Inflationsindex auch um 560 % erhöht.

Warum ist die Bank nicht Ihr Partner? Ganz einfach, eine Bank ist ein profitorientiertes Unternehmen. Ihr Geld soll also bei der Bank Geld verdienen. Aber für wen? Für Sie oder für die Bank? Für die Bank natürlich, aber nur bei Gewinnen ; Verluste werden dem Staat, also uns Steuerzahlern aufs Auge gedrückt. Aktuelles Beispiel: Die deutschen Landesbanken. Denken Sie darüber nach ob Sie Ihre Finanzen nicht besser selbst in die Hand nehmen sollten? Ein Bundesbürger hat durchschnittlich über 5000 EUR auf seinem Sparbuch liegen. Sagen wir mal es bringt vor Steuern eine Rendite von 3 % und nach Steuern von 2 % und die Inflation liegt wie oben erläutert bei 9 %. Dann hat der fleissige Sparer nach 10 Jahren 2/3 seinen Vermögens verloren. Die Inflation hat ihn also auch ohne Währungsreform enteignet.
Merksatz: Inflation ist Enteignung. Mit Gold und Silber können Sie voraussichtlich nicht nur Ihre Kaufkraft erhalten, sondern diese sogar bei weiter anhaltenden Trends noch steigern.
Sind Notenbanken unabhängig?

In unserer Welt ist der Dollar die Leitwährung und darauf basiert auch die Macht der USA. Dies beweisen auch die folgenden Zahlen:
Land Anteil am Weltsozialprodukt in %




Quelle: Dipl. Kaufmann Claus Vogt, quirin Bank

Die sogenannten BRIC Staaten kommen also insgesamt nur auf 10 % bzw. liegen zusammen unter einem Drittel der USA. Bekanntlich wackelt der Hund mit dem Schwanz. Vorstehende Zahlen sagen klar aus, wer der Hund ist: die USA und dieser Hund wackelt derzeit erheblich.

Die Abkopplungstheorie ist Unsinn. Wir haben wahrscheinlich auch erst ein Bruchteil der Finanzkrise gesehen und evtl. das Schlimmste noch vor uns. Der Hund wird auch maßgeblich die Richtung bestimmen, wenn es um die Finanzkrise geht.

Und hier wiederum ist die amerikanische Notenbank, die FED, maßgebend. Sie ist nicht, wie die meisten Menschen glauben, staatlich, sondern privat und hat natürlich die Interessen ihrer Eigentümer, der Hochfinanz zu berücksichtigen. Glauben Sie, die Hochfinanz hat ein Interesse, dass Sie Ihr Geld in physisches Silber investieren? Mit Sicherheit nicht, denn Silber ist knapp und es daher auch nicht für alle Anleger / Bürger verfügbar.

Der Silber Markt ist sehr eng und die gesamte Marktkapitalizierung von Silber liegt in der Größenordnung eines DAX Unternehmens wie der Linde AG, nämlich nur bei ca. 18 Milliarden Dollar. Die Hochfinanz und die Industrie wollen also gar nicht, dass die breite Masse in Silber geht. Dies würde den Preis explodieren lassen und hätte negative Folgen für das Finanzsystem.

Im Gegenteil, viele Experten glauben, dass die Notenbanken unter anderem auch bei den Preisen für Edelmetalle intervenieren (in die Preisbildung eingreifen). Dazu dienen z.B. die lauten Ankündigungen von Goldverkäufen. In Wirklichkeit wird das Gold nur von Notenbank zu Notenbank geschoben. Man könnte also genauso Goldkäufe verkünden. Im Ergebnis ist es ein Nullsummenspiel und dieses Gold kommt auch gar nicht als Angebot an die Börse (Comex).

Derzeit haben die Notenbanken den Auftrag das Finanzsystem zu retten. Das funktioniert nur über eine Ausweitung der Geldmenge: Sprich Inflation, sprich Enteignung der breiten Masse. Das Paradoxe an der derzeitigen Situation: Die FED hat zwar den offiziellen Auftrag Inflation zu bekämpfen, muss jedoch, um den Allerwertesten ihrer Eigentümer zu retten diese sogar verstärken. Auch die EZB wird daher, trotz gegenteiliger Propaganda, keine Chance haben die Zinsen zu erhöhen. Denn auch die EZB ist abhängig von den Interessen der Politik.


Aktuelle Gründe, warum sie Silber kaufen sollten

* Finanzkrise
* Aktien und Immobilien sind teuer
* Der 30 jährige Rohstoffzyklus

Finanzkrise

Allmählich lichtet sich der Nebel über der internationalen Finanzkrise. Es besteht ein Klumpenrisiko, denn 55 % aller gesamten Kredite sind Immobilienkredite. Es wird auch deutlich, dass es sich um mehr als nur eine US Immobilienkrise handelt. Die Amerikaner sind mit 340 % ihres Bruttoinlandproduktes (BIP) verschuldet. Die Kluft zwischen Finanzvermögen und zwischen realen Vermögen wird immer größer.

Die Finanzderivate (Wetten auf irgendwas) sind laut der BIZ (Die Zentralbank der Zentralbanken) auf ca. 600 Billionen Dollar rapide angestiegen und stellen derzeitz wohl noch das größte denkbare Risiko dar. Von Januar bis April 2008 ist die M3 Geldmenge in den USA um 20 % und in Europa um 15 % gestiegen. Die Inflation galoppiert und der Dollar wird nicht mehr ewig zu halten sein. Vorbereitungen für eine neue Währung sollen im Geheimen schon laufen.

Die derzeitige Krise ist aber wohl bei der breiten Bevölkerung noch nicht angekommen. Sie frisst sich im Moment von unten nach oben durch und wir haben wohl bisher erst einen Bruchteil davon gesehen. Auf jeden Fall haben wir es mit einer Verschuldungsblase der USA (und auch anderen Staaten) zu tun. Diese Blase der Weltwirtschaftsmacht Nr. 1 ist eine Grundlage für die zukünftige Entwicklung. Die USA befindet sich auf dem Weg in die Rezession und wird den Rest der Welt mitziehen.
Aktien und Immobilien sind teuer

Die Fundamentalanalyse zeigt, dass evlt. auch mit Aktien in den nächsten Jahren kein Geld zu verdienen ist. Aufgehelt wird die Lage wohl erst, wenn wir über die alten Hochs im Dax von ca. 8.130 Punkten gehen. Kurzfristig ist ein Anstieg aufgrund der überschüssigen Liquidität (Geldmengen), welche durch die Notenbanken derzeit üppig verteilt werden, natürlich möglich. Langfristig sollte hier aber ein großer Widerstand beim Das liegen. Schauen sie sich den DAX seit 1959 im Schaubild an. Geld verdienen konnten Sie mit Aktien von 1990 bis 2000. Von 1960 bis 1980 trat er auf der Stelle.




Bild 3: DAX Verlauf seit 1959 Quelle: www.marktdaten.de

Und was ist mit Immobilien? Im Gegensatz zu den USA, England oder Spanien gibt es in Deutschland keine Immobilienblase. Die Investoren im Osten haben sich bereits eine blutige Nase geholt und die Preise sind im Keller. Mit deutschen Immobilienaktien lässt sich im Moment kein Geld verdienen, dazu brauchen Sie einen sehr langen Atem. Und wenn Sie versuchen sollten Ihr Eigenheim zu versilbern, werden Sie feststellten, dass sich der Markt einen ganz anderen Preis vorstellt, als Sie das tun. Kredite und Kaufkraft werden knapper und das schlägt genauso auf die Preise durch wie das wachsende Angebot an gebrauchten Wohnhäusern. Denn bei eigengenutzten Immobilien geht der Trend derzeit aus Kostengründen weg vom Eigenheim, hin zu der 4 Zimmer Wohnung.
Der 30 jährige Rohstoffzyklus

Schauen Sie sich einmal die Entwicklung der Rohstoffe an und sie werden einen 30 Jahres Zyklus entdecken. Dieser folgt mit einer Zeitverzögerung dem Anstieg der Geldmenge.

Nach dem 2. Weltkrieg sind folgende Rohstoffhöchststände festzustellen:

1950... 1980... und wahrscheinlich 2010

Seit der Aufgabe des Goldstandards in 1971 steigt - mit einer Verzögerungsphase von etwa 10 Jahren - die Inflation ab 1980 an und diesem Anstieg folgen die Rohstoffpreise. Der nächste Höhepunkt ist also in diesem 30 jährigen Zeitraum das Jahr 2010.

Wenn Sie sich andere Metalle wie Kupfer oder Blei oder das Öl anschauen, dann haben diese Rohstoffe schon den größten Teil des Anstiegs hinter sich. Auch das ist typisch. Gold und Silber kommen erst am Schluss dran. Dies hängt damit zusammen, das die Edelmetallpreise gedrückt werden, damit der Durchschnittsbürger nicht in Gold und Silber geht und damit das System normal weiter funktionieren kann.

Im letzten Anstieg von 1966 bis 1980 stieg Silber um das 40 fache von 1,25 $ auf 50 $ (siehe Bild 2). In der Goldhausse von 1985 – 1987 ist Gold in 150 Wochen nur 25 Wochen gestiegen. Auf steile Anstiege erfolgen lange Durststrecken. Das Spiel heisst: Verunsicherung. Otto Normalverbraucher soll aus diesem Markt ferngehalten werden.

Schauen Sie sich die typische Entwicklung von Silber in 2008 an. (Bild 4)

Von Jan bis März stieg Silber (von 15 $ auf 21 $), dann wurde es mit der Keule auf ca. 16,5 Dollar hinuntergeprügelt und seitdem pendelt es in einer klassischen Dreiecksformation hin und her. Nach dem steilen Anstieg folgte die „Keule“. Mit dieser treibt man vor allem die Kunden mit „Knock out“-Zertifikaten aus dem Markt, dann folgt die „Streckbank“, mit dieser Folter quält man die Optionsscheininhaber. Fragen Sie mal Herrn Nef vom Tell Gold und Silber Fonds. Er ist mit ca. 50 % in Silberoptionen investiert und weiss wovon ich rede. Oder schauen Sie sich die Silberkurse seit 2000 an, dann werden sie dieses Muster immer wieder finden.

Herr Nef weiss aber auch, dass wir in der Schlussphase des Inflationsjahrzehnts sind und das uns in den nächsten 2 Jahren die höchsten Silberpreisanstiege seit Jahrzehnten bevorstehen.

Deswegen lässt er sich auf das Emittentenrisiko und die Streckbankfolter ein. No risk no fun.




Bild 4: Silberfuture May 2008, Chart vom Jan – April 2008. Quelle: cmc markets.
Ausblick auf 2010

Ich hoffe es ist mit diesem Artikel verständlicher geworden, dass Silber neben Gold über ein erhebliches Potenzial verfügt hat und das die bekannte Empfehlung, mindestens 10% in Edelmetalle zu investieren mehr als zutreffend ist. Warum nur 10 % bei diesen Chancen oder eventuell auch mehr? Das müssen Sie selbst entscheiden.

Aber bitte zunächst in physisches Silber, also in Münzen und Barren. In Finanzderivaten wie Optionsscheine sollten Sie nur das Geld tun, welches sie notfalls auch entbehren können. Und auch Minenaktien sind nichts für schwache Nerven, da deren Volatilität hoch ist.

Allerdings können Sie unterirdisches Silber hier mehrwertsteuerfrei einkaufen. Obwohl viele Minenaktien Nachholbedarf haben sind es Aktien. Viele sogenannten Experten schreiben voneinander ab oder haben Sonderinteressen. Es ist deshalb nur dann sinnvoll, dort zu investieren, wenn Sie sich die Zeit nehmen, sich diese Aktien selbst anzuschauen und sich eine eigene Meinung bilden. Beachten sollten sie das Länderrisiko und die Marktkapitalisierung. Je kleiner desto mehr Risiko, aber auch mehr Chancen. Auf jeden Fall sollten Sie nicht alle Eier in einen Korb legen, dann ist Ihr Risiko begrenzt und ihre Chancen sind zahlreicher.

Wie hat sich Silber in der letzten Hausse verhalten? In der Schlussphase ist es von 6 $ auf 50 $ gestiegen. Diesmal gibt es viele Experten, die den Preis in 2010 bei über 100 $/ Unze sehen. Einigkeit herrscht unter den Experten darüber, dass Silber ein 2 – 3 mal höheres Potenzial als Gold hat. Wenn Gold sein inflationsbereinigtes Allzeithoch von 850 $ wieder erreichen wird, und das ist in der laufenden Goldhausse das Mindestziel, dann muss es inflationsbereinigt auf ca. 3000 $ steigen. Von heute aus betrachtet also um den Faktor 3. Wenn Silber das 2 - 3 fache Potenzial hat, wird es also um den Faktor 6 – 9 steigen.

Von heute aus betrachtet also auf 100 bis 160 $ / Unze am Höhepunkt des Rohstoffzyklus.

Die derzeitige Silberhausse hat 2000 begonnen und dürfte 2010 / 2011 einen Höhepunkt erreichen.

Die Preisentwicklung wird von vielen nicht berechenbaren und unvorhersehbaren Faktoren beeinflußt. Der Kopf hilft also nicht viel weiter. Also sollten Sie Ihren Bauch befragen. Der weiss wahrscheinlich mehr. Auch mein Bauch sagt mir, der Preis wird sich 2010 / 2011 irgendwo zwischen 50 und 150 bewegen, allerdings sagt er mir nicht in welcher Währung.

Meine Oma hat zwei Währungsreformen erlebt, jeweils nach Weltkriegen. Eine dritte Währungsreform kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Beten wir, das sie nicht nach einem dritten Weltkrieg kommt.

Auf jeden Fall ist Silber die bessere Lebens- und Rentenversicherung. Die Probleme der Renten- und Lebensversicherer stehen uns noch bevor. In den USA werden demnächst einige Pensionskassen bankrott gehen. Auch das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Wie dem auch sei, noch ist der Silberzug nicht am Zielbahnhof angekommen. Den steilsten Teil der Wegstrecke hat er noch vor sich. Auf jeden lohnt es sich noch einzusteigen.

Gerhard Nadolny im April 2008

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