Wenige Metalle, oder Rohstoffe insgesamt, haben es geschafft, sich mehr als 50 Prozent von ihren Tiefstständen im Oktober 2008 zu erholen. Doch Platin gehört dazu. Und das könnte ein Desaster in diesem Bergbausubsektor abgewendet haben.
Vom Rekordpreis bei 2.230 Dollar pro Unzen stürzten die Platinpreise 2008 auf nur noch 744 Dollar ab. Mittlerweile kostet eine Unze des Edelmetalls wieder 1.120 bis 1.130 Dollar, der beste Wert seit September. Auch Palladium hat sich um 38 Prozent von seinen Tiefs erholt und Rhodium, das durch Spekulationen zwischenzeitlich auf fast 10.000 Dollar pro Unze hoch getrieben wurde, liegt nun bei 1.000 je Unze.
Auch die Nickelpreise, sowie Minen des Sektors in Südafrika, zeigen gerade erste Anzeichen, dass sie sich dem horrenden Absturz entziehen könnten, und legten circa 10 Prozent von ihren Tiefs zu.
Waren die Platinmetalle 2008 wahrscheinlich tatsächlich überverkauft, so könnte der Absturz Ende des vergangenen Jahres durchaus als Panikreaktion bezeichnet werden. Platinmetalle sind eine relativ kleiner Teil der Metallmärkte, sodass Überreaktionen in beide Richtungen nicht ungewöhnlich sind. Zudem brach auf Grund der Krise im Automobilsektor die Nachfrage nach Katalysatoren ein â€" ein Schlüsselmarkt für den Sektor.
Aber entsprechend und schnell reagierten auch die Minenunternehmen aus dem Bereich Platinmetalle und nahmen quer durch die Branche Einschnitte und Rationalisierungen vor, sodass auch das Angebot sank. Und damit ein Grundstein dafür gelegt wurde, dass sich die Preise zumindest etwas erholen konnten.
Doch die Aktienkurse der Produzenten und Minenentwickler aus dem Platinmetallsektor liegen auch weiterhin deutlich unter den Hochs, die in der Boomphase 2008 erreicht wurden. So ging beispielsweise der Marktwert von Anglo Platinum, der Nummer Eins der Branche, von 37 auf 8,8 Milliarden Dollar zurück und konnte sich erst nach und nach auf jetzt wieder rund 13 Milliarden Dollar erholen. Im Durchschnitt liegen die Aktien der Platinmetallproduzenten rund 65 Prozent unter ihren Hochs. Noch schwächer stehen Unternehmen da, deren Minen sich erst in der Entwicklungsphase befinden. Deren Aktien werden circa 82 Prozent unter ihren Hochs gehandelt.
01.04.09
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